Krüsken: Stalleinbrüche rechtlich ächten

Bernhard Krüsken Bernhard Krüsken
Bild: ZDF

„Stalleinbrüche müssen vergleichbar mit Diebstählen bei Wohnungseinbrüchen konsequenter und schärfer strafrechtlich geahndet werden, da hiermit Eingriffe in den persönlichen Lebensbereich der Bauernfamilien verbunden sind." Das fordert der Deutsche Bauernverband von der nächsten Bundesregierung – nicht, um Missstände zu verbergen, sondern um Familien zu schützen.

"Zudem fordern wir bei illegalen Stalleinbrüchen eine Erweiterung möglicher Schadensersatzansprüche von Tierhaltern und verschärfte Beweisverwertungsverbote", so Bernhard Krüsken. Man müsse „dem zwielichtigen Geschäftsmodell von Organisationen, die rechtswidrig erlangte Bilder produzieren, um ihr Spendenvolumen zu erhöhen, die Grundlage zu entziehen".
 
Die stillschweigende Duldung „dieses Stalkings durch Aktivisten“ einiger Tierschutzorganisationen sei eines demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens nicht würdig, sagt Krüsken weiter. Teile der Politik würden es zwar scheuen, das Thema Stalleinbrüche aufzugreifen. Es gebe aber durchaus Möglichkeiten, gegen Stalleinbrüche vorzugehen. Häufig arbeiteten solche Organisationen unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit. Die Gemeinnützigkeit müsse in dem Moment erlöschen, in dem illegale Praktiken wie Stalleinbrüche stattfänden oder unterstützt würden, forderte Krüsken.
 
Für das häufig beobachtete Verhalten des monatelangen vorgeblichen Dokumentierens von Missständen gebe es laut Krüsken zwei Erklärungen. Entweder seien die daraus resultierenden Bilder inszeniert oder zumindest überzeichnet. Oder der Missstand sei real und die Aktivisten gefielen sich „in der Rolle von Gaffern, die kein wirkliches Interesse an der Behebung von Missständen“ hätten, weil sie medial davon profitierten.

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Christoph Blankenburg · 1.
    § 323 c Strafgesetzbuch

    legt das Strafmaß fest für "Unterlassene Hilfeleistung". Spätestens mit Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz muss deshalb dieser § 323 auch Anwendung finden auf unterlassene Hilfeleistung beim Tier. Aktivisten, die lediglich Bilder sammeln um zum passenden Zeitpunkt bestimmte Personen des öffentlichen Lebens zu akkreditieren oder um Spenden zu sammeln machen sich meines Erachtens schuldig und müssten von der Staatsanwaltschaft zur Rechenschaft gezogen werden (in einem Rechtsstaat).

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  2. von Diedrich Stroman · 2.
    Schutz des Eigentums

    Gibt's in Deutschland nicht mehr, das zieht sich wie ein Leitfaden duch das politische System der letzten Jahren und das was der Herr Kürsken da jetzt verkündet ist eine Lachnummer die kein Politiker wahrnimmt wie gesagt, wir schaffen das, wir stehen zu Ihnen! Wann denn, wo denn? Der Bauernverband landete bislang wie ein Bettvorleger! Fordern ist lachhaft, endlich mal darauf bestehen und nicht nur lamentieren ,denn der Politischen Kaste ist es scheiss egal was mit den betroffenen passiert ist!

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  3. von Michael Behrens · 3.

    Was will man von einem Staat erwarten, der Steuer CD's aus illegaler Herkunft kauft um Steuersündern auf der Spur zu kommen?

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  4. von Jürgen Böschen · 4.

    Einbrecher haben immer das gleiche Ziel und das ist sich durch Einbrüche illegal zu bereichern.

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  5. von Jörg Meyer · 5.
    Hier will niemand Bilder verbieten lassen, aber!

    Wenn schlimme Bilder aus Ställen nicht sehr zeitnah den Behörden übermittelt werden, damit der deutsche Rechtsstaat prüfen kann ob Verstöße vorliegen und wenn ja den Tieren den gebotenen Schutz gibt,,sondern Bilder gesammelt gehortet und gezielt zu einen für den "Stalleindringling" günstigen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit gelangen, dann hat das nichts mit Tierschutz zu tuen! Und wenn jemand so vorgeht sollte dieses nicht folgenlos im Sinne der Tiere und des Tierschutzes!

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  6. von Erwin Schmidbauer · 6.
    Gesinnungsjustiz?

    Was hilft eine weitere rechtliche Ächtung, wenn Staatsanwälte und Richter, die anscheinend mit den Stalleindringlingen sympathisieren, einen rechtlichen Notstand bei den Eindringlingen erkennen wollen? Die Rechtslage reicht heute schon aus! Würde die "Volle Härte des Gesetzes" angewandt, dann wären die meisten Stalleinbrecher schon mindestens zu Geldstrafen evtl.im Wiederholungsfall sogar zu Haftstrafen verurteilt worden.

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