Landwirte nehmen Gewässerschutz ernst

In Bayern wird diese Woche ein Wasserpakt unterzeichnet, an dem auch der Bayerische Bauernverband teilnimmt.
Bild: Marc Tollas/ pixelio.de

In Bayern steht diese Woche die offizielle Unterzeichnung des Wasserpaktes an. Der Bayerische Bauernverband hat im Vorfeld auf seine Bemühungen beim Gewässerschutz hingewiesen. Das Land hebe sich im Nitratmessnetz positiv vom Bundestrend ab.

Mit Blick auf die anstehende Vorstellung des bayerischen „Wasserpakts“ hat der Bayerische Bauernverband (BBV) den Beitrag der Landwirtschaft zum Gewässerschutz betont. „Bauern nehmen den Schutz von Bayerns Wasser und Gewässer sehr ernst“, erklärte BBV-Umweltpräsident Alfred Enderle Ende vergangener Woche.

Das zeige auch der Nitratbericht der Bundesregierung, der für Deutschland eine solide Wasser- und Gewässerqualität ausweise. Dem Bericht zufolge erfüllten rund 82 % der deutschen Grundwassermessstellen im Messnetz der europäischen Umweltagentur den Nitrat-Schwellenwert von 50 mg/l. Bayern hebe sich dabei positiv vom Landestrend ab. Beim Nitratmessnetz für die Landwirtschaft erfüllten laut Enderle 91 % der Messstellen im Freistaat die strengen Grenzwerte, beim repräsentativen Landesmessnetz seien es sogar 93 %.

„Wo es lokal oder regional Probleme mit der Wasser- und Gewässerqualität gibt, arbeiten wir Landwirte mit allen Beteiligten zusammen, um die Ursachen zu finden und umsetzbare Maßnahmen zu ergreifen“, hob Enderle hervor. Der Verband begleite die Landwirte außerdem beim kooperativen Wasser- und Gewässerschutz. Hinzu komme das Engagement der Bauern in zahlreichen Gewässerschutzprojekten, zum Beispiel im Rahmen der bayernweiten Initiative boden:ständig oder der Aktion Grundwasserschutz in Franken.

Die Unterzeichnung des Wasserpakts durch Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Umweltministerin Ulrike Scharf sowie insgesamt zwölf weiterer Partner - darunter der BBV - ist für den morgigen Dienstag in München geplant. Inhaltlich soll der Pakt konkrete Vereinbarungen und Selbstverpflichtungen zum Gewässer- und Bodenschutz enthalten.


 

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Grimm · 1.
    Danke für die Mitteilung, Armin Brader !

    Ich hatte geglaubt, der BBV wäre besser. Alle reden von Öffentlichkeitsarbeit und niemand hat davon Ahnung.

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  2. von Armin Brader · 2.

    Bayern eins Meldung 25% der Messstellen sollen! über 50mg Nitrat belastet sein, Freiwillige Vereinbarungen seien gut aber der BUND sagt sie bringen nichts. Frage von Bayern 1 was kann der Bürger für einen Beitrag leisten? ==> weniger Fleisch essen trägt zu weniger Nitrat ins Grundwasser bei! Tolle Aktion BBV, gut bezahlte Nichtserreicher

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  3. von Wilhelm Grimm · 3.
    Wenn der BBV damit groß in die Medien kommt,

    dann hat er ein großes Lob verdient. Wenn nicht, taugt seine Öffentlichkeitsarbeit nicht. Greift doch bei dieser günstigen Gelegenheit endlich die ständigen Falschmeldungen der Ministerin Hendricks an.

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