Landwirte wünschen sich mehr Vertrauen von den Grünen

hofreiter Anton Hofreiter (Grüne) Foto: Archiv
Die Grünen sollen den Landwirten nicht ständig mit Ordnungsrecht drohen, sondern konstruktiv und kooperativ mit dem Berufsstand zusammenarbeiten. Das forderten gestern Abend viele Landwirte von Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und von Friedrich Ostendorff, Agrarsprecher der Grünen bei einer Diskussionsveranstaltung in Billerbeck (Kreis Coesfeld).

Auf ihrer Höfe-Tour hatten Hofreiter und Ostendorff zuvor einen konventionellen Schweinemastbetrieb besichtigt. Zur anschließenden öffentlichen Diskussionsrunde waren auch viele Landwirte gekommen. „Es ist wichtig miteinander zu reden und nicht übereinander“ freute sich Ulrich Schlieker, Sprecher der Billerbecker Grünen, über den guten Besuch. Trotz gegensätzlicher Meinungen wolle man schließlich gemeinsam in Billerbeck zusammenleben: „Es bringt es uns nur weiter, wenn wir konstruktiv diskutieren.“

Hofreiter kritisiert intensive Tierhaltung

In seiner Eröffnungsrede sprach Hofreiter vor allem das für die Grünen zentrale und wichtige Thema Ernährung an. „Das Thema Essen wird immer wichtiger, die Menschen haben ein Recht auf vernünftiges Essen“, so Hofreiter. Besonders vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung sei das Thema Nahrungssicherung wichtig. Dabei müsse man den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, die Klimaveränderung und das Artensterben im Blick behalten. „Auch die Landwirtschaft hat daran einen Anteil“, so Hofreiter.

In Deutschland müssen seiner Ansicht nach verschiedene Fragen diskutiert werden:  „Wie schaut es aus mit dem Grundwasser und der Nitratbelastung? Wie schaut ein langfristiges Bild von Tierhaltung aus, dass die Gesellschaft akzeptieren kann und womit die Landwirte auch leben können?“ Zudem dürfen Themen wie der Einsatz von Reserveantibiotika, aber auch die internationalen Handelsverflechtungen nicht vernachlässigt werden.
 
Mehrfach verwies er auf die Eierkennzeichnung, die zeige, wie die Tiere gehalten würden. Er sprach sich deutlich für eine ähnliche Kennzeichnung auch bei Fleisch- und Milcherzeugnissen aus: „Damit der Verbraucher simpel und einfach nachvollziehen kann, welche Produkte er kauft“, so Hofreiter. „Die Eier haben gezeigt, dass es funktioniert.“ Er sei relativ optimistisch, dass die Kunden bereit seien, mehr zu zahlen, wenn sie wüssten, dass die Tiere unter Bedingungen gehalten wurden, die über den Mindeststandards lägen. Eine solche Produktdifferenzierung würden die Konsumenten in Zukunft ohnehin verlangen, erwartet Friedrich Ostendorff

Kooperation statt Konfrontation

Mit Blick auf die angelaufene ‚Initiative Tierwohl’ betonte Ostendorff, dass die Initiative noch mehr Teilnehmer brauche: „Der Minister soll endlich den Handel an den Tisch holen“. Die Landwirte mahnten in der Diskussion an, dass sie bei der Initiative Tierwohl von den Grünen mehr Unterstützung erwarten. „Halten Sie mit dem Ordnungsrecht zurück und schenken Sie den Landwirten mehr Vertrauen, dass sie die Änderungen selbst vorantreiben“, fasste es einer der anwesenden Landwirte zusammen. „So wie die Grünen jetzt vorgehen, machen sie die Landwirte kaputt“, kritisiert ein anderer Landwirt etwas deutlicher und erntet prompt Beifall von zahlreichen Anwesenden. Die Initiative Tierwohl zeige doch, dass die Landwirte bereit seien, freiwillig zum Wohl der Nutztiere beizutragen. Deshalb sei das Ordnungsrecht nicht der richtige Weg. Das sah der Grünenchef anders. Für ihn ist ein stringentes Ordnungsrecht wichtig: „Das Ordnungsrecht soll die Mindeststandards regeln“, so Hofreiter.
 
Hofreiter nahm auch zu den EU-Flächenprämien Stellung: „Wir müssen uns fragen, wie wir fünf bis sechs Milliarden Euro vernünftig für die Gesellschaft einsetzen können?“ Seine Position sei klar: „Geld für die Landwirtschaft ja, aber nur für öffentliche Leistungen.“  Für den Grünen sind das vor allem die Bereiche Tier-, Natur- und Landschaftsschutz. Wenn die Landwirtschaft hier Leistungen erbringe, die über dem gesetzlichen Standard hinausgingen, müssten diese honoriert werden, so seine Meinung.
 
In seinem Abschlussstatement merkte Hofreiter an, dass die Grünen die Landwirtschaft nicht kaputtmachen oder ins Ausland vertreiben wollten. Allerdings könne man die aktuellen Probleme auch nicht in zwei Jahren lösen. „Ich bin aber optimistisch, dass wir Schritte in die richtige Richtung machen, wenn wir dazu die Chance bekommen“, so Hofreiter.

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28 Leserkommentare Kommentieren

  1. von tolkwade · 1.
    Diskurskompetenz

    Ich halte es für ziemlich unklug sich den gesellschaftlichen Diskursen und auch den Diskussionen mit den Grünen zu verweigern und sich in das Ghetto eines bäuerlichen Wutbürgertums einzurichten. Wir produzieren für einen Verbraucher, der überwiegend in städtischen Regionen lebt und die kritische Postionierung zu bestimmten Tendenzen in der Landwirtschaft und in der Ernährungsdiskussion läuft quer durch alle Parteien - aber die Grünen stellen fast die Hälfte aller Agarminister in der Bundesrepublik. Insbesondere auch in der jüngeren Generation gibt es vielfach ein sehr reflektiertes Ernährungsverhalten und ein kritisches Verhalten zu Produktionsformen in der Landwirtschaft - ich meine damit nicht die Fanatiker und Extremisten, die es da auch gibt! Es läuft einiges schief auch in einigen Produktionsformen der Landwirtschaft. Ich nehme schon mit Befremenden zur Kenntnis, dass einigen Kollegen auf die Sikationsspritzung nicht verzichten mögen, und das angesichts der fortschreitenden Diskussion über die Wirkungen von Glyphosat. Warum wird treten wir nicht in einen konstruktiven Dialog mit den gesellschaftlichen Öffentlichkeiten auch über ganz konkrete Probleme ein, von den Problemen der Ebermast über das Schwänzekouperen, die Anbaustrategien im angeblich so schädlichen Maisanbau in Monokulturen - die es nach den neuen Förderrichtlinen gar nicht mehr geben soll oder den zu hohen Nitratwerten ein einigen Regionen, etc.. "Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" ist, wie der olle Kant schon sagte, eher das Kommunikationsprogramm für eine zukunftsweisende, nachhaltige und im weitesten Sinne ökologische Landwirtschaft!

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  2. von xf1 · 2.
    "Das Spiel mit den Bauern" ist bei Stalinisten nicht ungwöhnlich

    Die Gesinnung ist nun wirklich nicht neu. Was heute die "Massentierhalter" war früher waren früher die Kulaken. Zitat: "... auf angebliche Ausbeuter in der Landwirtschaft angewandt und immer weiter definiert: 1919 gehört dazu, wer zwei Häuser mit Blechdach, mehr als fünf Kühe oder Pferde oder mehr als 20 Schafe besitzt; 1932 reicht es, Knecht, Magd oder Tagelöhner zu beschäftigen, manchmal auch schon, eine Kuh zu besitzen." Mehr: http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-02/stalin-enteignung-holodomor ....... und genauer betrachtet wurden in Deutschland schon früher einmal Menschen auf eine ähnliche Weise verleumdet, denunziert und zu Unrecht an den Pranger gestellt, wie heute die Bauern. Diese Gesinnung kann sich hinter Vollbart und langen Haaren genau so verbergen, wie hinter Krawatte und Lackschuhen, oder einer rasierten Glatze mit Springerstiefeln. Es verbindet sie nur eines: Alle lehnen die Realität ab, und verbohren sich in ihrer Scheinwelt.

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  3. von Bauer-Berni · 3.
    Spielchen mit den Bauern

    Die Grünen und auch die Agraropposition, versuchen die Nachfrage von der Angebotsseite zu steuern. Das wird in einer Überflussgesellschaft wie der unsrigen nicht gelingen, von daher treiben die Grünen schon ihre Spielchen mit uns Bauern und wir sind deren Opfer. In unserer Gesellschaft steuert die Nachfrage das Angebot.

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  4. von Doris Peitinger · 4.
    Spielchen mit den Bauern

    Sehr gut erkannt, Helmut Ehrlicher. Und in diesem Szenario versucht der Schwarm an anonymen angeblichen Bauern, die derzeitige Agrarpoltik schönzureden und die Dumpingpreispoltik als alternativlos darzustellen, damit sich die Bauern ja keine Gedanken machen, dass dies gegen sie gerichtet ist. Wieder die typischen Beiträge einer Truppe, die eingesetzt wurde, um für billige Lebensmittel zu sorgen und unter dieser Maxime ihre Spielchen mit den Bauern zu spielen.

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  5. von braku · 5.
    Von einer Partei

    die ihre Wurzeln in der 68er Bewegung hat, und ein Sammelbecken für Exkommunisten,Moa Anhänger,Hippies, Blumenkindern,RAF Sympatisanten,Aussteiger,Anhänger umstrittener Sexpraktiken usw. ist, erwarte ich nichts anderes. Die haben alle etwas gemein, kein Verhältnis zum Eigentum.

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  6. von jubodo12 · 6.

    Die Grünen gefährden Demokratie und Wohlstand in Deutschland . Die Grünen sind neidisch auf alle erfolgreichen Menschen , dazu kommt noch sehr viel Hass. Mit solchen sollte man nicht zusammen arbeiten .

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  7. von Bauer-Berni · 7.
    Der Untergang

    Warum sollten wir Landwirte auf die Forderungen der Grünen eingehen? Mit den Techniken von gestern werden wir nicht die Probleme von morgen lösen. Zumal wir ein höchst entwickelter Staat sind mit allerhöchsten Lohnkosten. Warum braucht der heimische Ökolandbau zunehmende staatliche Unterstützung und verliert trotzdem Marktanteile? Genau, diese Produktionsweise passt zu unserer Gesellschaft wir produzieren Bio, Neuland und Co einfach zu teuer. Eine Agrarwende wie die Grünen sie fordern bedeutet für uns Bauern den Untergang, nicht mehr und nicht weniger. Etwas Besseres finden wir überall, da brauchen wir nicht den Grünen hinterher laufen

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  8. von hbaessler · 8.
    Wer sind die "GRÜNEN" überhaupt?

    Und muss man mit denen diskutieren? Sind das wirklich "Agrarexperten"? Wohl kaum. Mit welchem Recht urteilen die über uns? Ich halte von diesen Leuten überhaupt nichts und ich bin auch nicht bereit, mit Ökofaschisten über was auch immer zu diskutieren.

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  9. von lürade · 9.
    Konstruktiv diskutieren ?

    Es ist doch unbestritten, daß die Grünen beim Thema MRSA die Wahrheit gebeugt haben. Bei Nitrat , Tierwohl und vielen anderen landwirtschaftlichen Themen siht es ähnlich aus.

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  10. von helmut_ehrlicher · 10.
    Jeder spielt seine Rolle, auch die Grünen

    Schon im antiken Rom wurde Divide et impera (teile und herrsche) praktiziert. Wie funktioniert das aktuell bei den Bauern? Man gründe eine Bauernverband und verflechte ihn mit den vor- und nachgelagerten Bereichen (1948 durch die Alliierten in bekannter Form installiert). Durch das weitere Verflechten der Funktionäre in gut dotierte Aufsichtsratposten entwickelt sich automatisch eine Verbandspolitik eben für diese vor- und nachgelagerten Bereiche und max. 10% der Mitglieder, so wie wir das heute leider sehen müssen. Dann verflechte man Parteien mit den Strömungen, die CDU / CSU fest mit dem DBV (pol. Schwingtürprinzip) und alle die mit dem abstrusen Treiben jenseits der Vernunft nicht einverstanden sind, die lasse man von der Opposition umwerben, ob sie wollen oder nicht. Genau diesen Part spielen die Grünen. Die SPD hält sich zurück (oder wird von Priesmeier zurück gehalten). Alles nix Neues und von Niccolò Machiavelli in seinem 1532 erschienenen Buch „Der Fürst“ in ähnlicher Weise beschrieben und vielfach angewandt. Nun könnte man fragen wer die Fäden in der Hand hält und wie man diesen „gordischen Knoten“ durchschlagen kann. Eines ist gewiss, indem man als Bauer das Gehirn ausschaltet und als Lemming dem DBV hinterherläuft, wird es nur mehr schlimmer. Dass gerade die Grünen zum einen sinnvolle Lösungen und gleichzeitig abschreckende Ideen in einem Paket darbieten, dass hätte bestimmt Herrn Machiavelli erfreut, denn das erhöht die Diffizilität noch mal zusätzlich.

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  11. von klaus1618 · 11.
    Kann gedanklich starres Parteischranzen-Geschwätz als Bauern-Notnagel funktionieren!?

    Dürfen demnach die Bauern Einkommensverbesserungen verbuchen!? Kommt dieses berechtigte Ansinnen in der Bauern-Realität tatsächlich an. - Die Verlaufskurven widerspiegeln DAS wohl allerdings real nicht, oder habe ich da vielleicht etwas übersehen!?***Wem es nun gefällt oder auch nicht, das „grüne“ Gedankengut hat sich gesellschaftspolitisch mittlerweile nachhaltigst gefestigt etabliert. Die GRÜNEN verbuchen zwischenzeitlich eine landesweit zuverlässig einzukalkulierende Größe innerhalb der deutschen Parteienlandschaft für sich. Insofern stellt sich mir die Frage, ob es wirklich klug ist, selbige von Seiten der Bauern ständig ignorant anfeinden u. verbal brutalst, selbst unterhalb der Gürtellinie, bekämpfen zu wollen. Sitzen die Bauern hier tatsächlich am längeren Hebel, spürbar „unterstützt"(????) von einer heroenhaft kämpferisch positionierten berufsständischen Vertretung, die sich weit geneigter selbstgefällig allenfalls im eigenen Gockelgehabe sonnt u. von der Agrarmacht in unverkennbarer Bereitschaft durchgängig kosen lässt!!??***Wenn selbst Weinbaudirektoren aus bayerischen Gefilden berichten, dass eine heurige Trockenheit geißelt, wie sie seit 40 Jahren nicht mehr zu verzeichnen war, so kann ein ignorantes „WEITER WIE GEHABT“ nicht glaubhaft überzeugend vermittelt werden wollen. Nach den amerikanischen Wetteraufzeichnungen wurde erst jüngst dieser Tage medial offenherzig preisgegeben, man verzeichne das wärmste Jahr WELTWEIT seit Beginn der Wetteraufzeichnungen anno 1880. Daraus müssten sich eigentlich durchweg höhere Getreidepreise auf Erzeugerebene ableiten u. erzielen lassen wollen. Weit eher das genaue Gegenteil ist der Fall, trotz Greeningauflagen etc. pp.. Die Margen werden „business as usual“ an den Bauern gezielt vorbeigeleitet, es erfolgt wiederum erfolgreich fremdgesteuert der Abfluss in andere, bereits bestens befüllte Geldsäckel. Es stellt sich hier allenfalls die berechtigt Sorgen bereitende Frage, WIE LANGE DIE BAUERN mit ihren Mikroökonomien ein solches agrarpolitisch gestütztes Geschäftsgebaren noch durchzuhalten vermögen. Auch hier kann ich den GRÜNEN beileibe keine Alleinschuld andichten, wenn ich glaubhaft, offen u. ehrlich die Probleme des Bauernstandes analysieren will. Sämtlichste im „Hau-drauf-Modus“ an der medialen Front positionierte Task-Force, die doch recht fraglich von diesem illustren Treiben abzulenken vermag, erfüllen als „Geldkofferträger“ letzterer Gruppierung stoisch ihren Schreibtischdienst im gut klimatisierten Officeumfeld ohne großes Hinterfragen. An denen gehen die 40 Grad Temperaturrekord im bayerischen Kitzingen spurlos selbst innerhalb der neuen Steppenregion Deutschlands vorüber. Den „GRÜNEN“ möchte ich hier bei weitem keine gleichbedeutende Statistenrolle beiordnen wollen, denen geht es aktuell wohl ausschließlich um die eigenen Zuwächse bei den anstehenden Wahlen, eine legitime Zielsetzung, die sämtlichste andere Parteien auch OHNE RÜCKSICHT AUF BAUERNVERLUSTE angehen werden.***Als liberaler Bauer lebe ich ein demokratisches Grundverständnis, auch mit Andersdenkenden in Kontakt stehen und kommunizieren zu wollen, um einen für beide Seiten befruchtenden Dialog zu führen. Selbst für den aktuellen Milchpreis der „glücklichen“ bayerischen schwarzen Bauern kann man den Grünen wohl weit weniger Verantwortlichkeit andichten wollen, sofern man sich selbst gegenüber ehrlich genug ist. - Mich erstaunt allerdings immer wieder aufs Neue, dass sogar betriebswirtschaftlich schwerst gebeutelte Bauern sich statthaft jeglichen Gedanken über Wertschöpfungsalternativen im NON-FOOD-BEREICH verweigern; und hier sehe ich nicht die Biogaserzeugung als einzige alternative Zielsetzung an. Solange man aber bauernseits NICHT UNÜBERHÖRBAR LAUTSTARK von einer in entsprechender Verantwortlichkeit stehenden Wissenschaft nachdrücklichst, vor allen Dingen schleunigst, erfolgsversprechende Konzepte für die Praxis einfordert, wird man garantiert niemals automatisch den immer nur in eine Richtung fließenden Geldstrom zu den wenigen „Dagobert Ducks“ der Agrarszene im Nahrungsmittelumfeld behindern wollen. Fangen wir endlich an, unser Schicksal selbst in die Hand nehmen zu wollen, berufsständisches „Seelenheil“ wird man uns in absehbarer Zukunft ganz sicher nicht angedeihen lassen wollen, allenfalls in bloßer Dorfpfarrer-Moral mittels medial wenig überzeugend in Szene gesetzt, allenfalls „mitmenschlich anrührend(!??) inszeniertem „blütenweißen Schnäuztüchlein“ für die Zuschauerränge, das mitleidig zum Trocknen der Bauerntränen gereicht wird. - SCHLUCHZ!***Mitleid brauchen wir aber nicht!!! - Fakt ist DIE politische Intention: Lebensmittel MÜSSEN BILLIG SEIN, selbst wenn dieses Ansinnen Bauernleben einfordert. Mit den Bauern allein kann keine Partei einen Wahlkampf gewinnen, mit der Vielzahl der Verbraucherstimmen allerdings schon. Insofern sehe ich die GRÜNEN nicht als bedrohlichere Herausforderung als alle anderen Parteien auch für den gesamten Bauernstand. Hinterfragen wir also vollkommen unaufgeregt sachlich SÄMTLICHSTE „servierten“ Wahrheiten, Halbwahrheiten, teils auch Lügen, und schaffen Transparenz u. Aufklärung. Es liegt an uns, den Wind aus den Segeln zu nehmen; die falschen Einflüsterer am Bauernohr sollte man hierzu allerdings schleunigst abschütteln!!!

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  12. von schlaumeier · 12.
    Aldi ist Realität

    und man verdient wenigsten etwas wenn man gut ist, bei Bioschweinen über Neuland bekommt man ja noch nicht mal sein Geld. Biomolkereien haben z.T. negative Eigenkapitalverzinsungen. Die Grünen wollen uns doch voll für dumm verkaufen.

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  13. von bananenbaer · 13.
    Der Schlüssel liegt beim LEH...

    ... Gekauft wird was angeboten wird, das möglichst billig. Eine französische Handelskette vermarktet Fleisch und zahlt dafür Mindest-Gestehungspreise die nicht unterschritten werden. Eine niederländische Kette (Heijn glaub ich) listet nur Bananen aus fairem Handel. Nach deren Aussagen mit Erfolg seit keine anderen mehr angeboten werden. Geht doch.

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  14. von Kirsten Wosnitza · 14.
    Wie viele Bauern

    liebes Rennhäschen, kaufen selbst beim Aldi? Und zeigen sie damit, dass sie bereit sind einen gerechten Preis für Nahrungsmittel zu zahlen? Oder beschränkt sich der "Protest" der Bauern darauf, auf DEM Verbrauer (Bauern selbstverständlich ausgenommen....) rumzuhacken?

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  15. von xf1 · 15.
    @kuhrios, Sie sollten die Ironie deutlicher hervorheben

    Grüne ohne landwirtschaftliche und ökologische Kompetenz könnten ihren Kommentar für bare Münze halten!

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  16. von lürade · 16.
    Konsstruktiv diskutieren ?

    MRSA-L(...), Nitratl(...), Tierwohll(...), nur noch Landwirtschaftsl(...). Was wollt ihr denn mit L(...) und D(...) diskutieren ? Anm. d. Red.: Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln, und bleiben Sie sachlich und konstruktiv. Vielen Dank!

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  17. von rennhaeschen · 17.
    schlaumeier und Bauer- Berni ich sehe das genauso , gute Kommentare

    Es ist einfach keiner bereit für Lebensmittel einen gerechten Preis zu zahlen !

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  18. von schlaumeier · 18.
    Ich habe die Grünen satt

    und kann mir eigentlich vertrauensvolle Gespräche mit gegenseitigen Respekt nicht vorstellen. Nicht weil ich dazu nicht bereit bin, sondern weil die Grünen gezielt versuchen uns zu diffamieren um daraus politisch Hönig zu saugen, da kann keine vernünftige Basis aufgebaut werden!

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  19. von Bauer-Berni · 19.
    tja, die Realität......

    ........spricht eine ganz andere Sprache. Wo liegen denn die Marktanteile beim Schweinefleisch von Bio, Neuland und co? Im unteren null Komma Prozentbereich, Tendenz weiter fallend. Wer sich auf die genannten Prdoktionsverfaren einlässt, verliert bestenfalls ne Menge Geld, oder er ist schlicht pleite. Wer Schweinefleisch produziert muss Kosten sparen, mehr Geld gibt es nicht. Die Konkurrenz ist groß und der Verbraucher will billig. Dürfen wir da nicht mit machen, sind wir weg vom Fenster. Genau wie es den Schweinebauern in Großbritannien und Schweden schon passiert ist. Bekommen wir hohe Auflagen. .... Das Ausland liefert gerne. ....

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  20. von kuhrios · 20.
    Sachlich und kompetent

    Hofreiter mausert sich vom Politiker zum Agrarexperten. Der Mann macht sich Gedanken über die Landwirtschaft und seine Schlüsse sind nicht ganz verkehrt. Weiter so!

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  21. von jole · 21.
    Sein Parteifreund

    Remmel hat quasi die GRÜNEN-Stasi eingeführt. Mit dem Klagerecht der NGOs werden wir auf Schritt und tritt überwacht. Selbst Hausfriedensbrecher, die bei Nacht und Nebel in unsere Ställe eindringen werden gefeiert und liefern Propagandamaterial für öffentlichrechtliche, die auch gegen Bauern schießen, was sie können. Das vieles in den letzten 50 Jahren besser geworden ist, allein in den letzten 20 Jahren und auch jedes Jahr positive Veränderungen in der Landwirstschaft zugunsten der Tiere und der Umwelt stattfinden wird massiv ausgeblendet. Nein, die GRÜNEN wollen mit Macht die Bauern vernichten. Mit ihrer Ptopaganda und ihren Stasimethoden treiben sie die Bauern massiv ins OFF. Gegessen wird demnächst nur noch Schwein und Hähnchen aus Brasilien. Wenn da mal nicht der Hofreiter der Kettensäger Nummer eins im Urwald ist. Da wird mit Antibiotika gepäppelt und auf Nitrat achtet auch keiner. Zerstört ihr die Landwirtschaft in Deutschland, dann zerstört ihr die Umwelt weltweit

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  22. von uwehans · 22.
    Über Gefährdung

    des Grundwassers durch kaputte Abwassersysteme: die Sanierung kostet Unsummen und müßten auch von den restlichen 98% der Bevölkerung getragen werden. und schließlich noch der Einsatz von Antibiotika bei Haustieren: das ganz erheblich Mengen, welche auch noch der Landwirtschaft untergeschoben werden.

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  23. von lürade · 23.
    Koalitionsfähig für die CDU ???

    Dann müßten wir uns eine andere Partei suchen !!!

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  24. von xf1 · 24.
    Problem bei den Grünen ist

    .....ihre permanente Lügenpropaganda. Auch wenn für ökologische Schritte bestimmt nicht in der Landwirtschaft begonnen werden müsste, wissen sie ganz genau, wie die Umsetzung ihres Programms Mensch, Tier und Umwelt ganz besonders schaden würde. Es scheint ihnen völlig egal zu sein. Schließlich können sie auf den dümmsten Wähler hoffen.

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  25. von alzinger · 25.
    Voll daneben!

    Wie daneben der liebe Toni steht ergibt sich mit jedem Satz den er zum Besten gibt. Das Thema Essen wird immer wichtiger. Zum Schiessen! Jahrtausende lang gab es nur "Biofutter" und zu Zehntausenden sind die Menschen daran gestorben. Sei es weil zu wenig, zu teuer oder verdorben. Essen war schon immer wichtig, ein Urbedürfniss. Nicht nur heute. Produktionsminderungen zu verlangen vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung ist ja wohl der Gipfel an Unverfrorenheit. Oder nur schlichtweg Dummheit? Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen! Wenn jeden Tag 70 Fußballplätze zubetoniert werden, wo ist da dann der Schutz der Lebensgrundlagen? Daran gehen auch die Bauern zugrunde. Wer ist schuld? Klimaveränderung! Sind die Bauern daran schuld? Jeden Tag werden 80 Millionen Barrel Rohöl verarbeitet und verheizt. Brauchen das nur die Bauern? Artensterben! Gut da sind die Bauern leider auch daran beteiligt, aber nicht alleine daran schuld. Beim Grundwasser und der Nitratbelastung kann ich mir gut vorstellen, daß die Grünen nicht allzu sehr daran interessiert sind die wahren Verhältnisse aufzudecken. Sonst viele ihnen ja ein Thema weg. Langfristiges Bild der Tierhaltung! Wenn man natürlich nur "Heidi-Idylle" im Kopf hat, kann man keine moderne Tierhaltung akzeptieren. Reserveantibiotika! Wenn man sonst keine passenden Themen hat muss man aus irgendeiner Maus einen Elefanten machen. Wieviel Mißbrauch wird in der Humanmedizin betrieben? Wieviel dort unnötigerweise verbraucht? Wo sind da die Nachweise? Eierkennzeichnung! kleines Trara ohne große Wirkung. Für mich ist Hofreiter genauso wie die Künast damals ein "Bauernkiller" nur um des eigenen Vorteils willen.

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  26. von bananenbaer · 26.
    Langfristig...

    ... haben es Menschen noch nie toleriert wenn von oben sanktioniert und gelenkt wird, siehe Kommunismus/Sozialismus/Faschismus. Das werden auch die Grünen und ihre Spielkameraden noch merken.

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  27. von schorse77 · 27.
    Sie sind halt durch und durch falsch...

    ...die Grünen! Und übrigens geht CC jetzt auch schon über gesetztliche Vorgaben hinaus. Also sind die Direktzahlungen gerechtfertigt...

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  28. von ramsdorf · 28.
    Und sein Parteifreund

    Remmel will sowas wie die Umweltstasi in NRW einführen. Tolle vertrauensbildenden Maßnahmen

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