Lebensmittelpreise deutlich teurer geworden

Supermarkt Durchweg mehr mussten die Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier (+ 8,9 %) bezahlen
Bild: top agrar

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von April 2017 bis April 2018 mit + 3,4 % überdurchschnittlich stark. Der Preisanstieg binnen Jahresfrist hat sich damit im April 2018 verstärkt (März 2018: + 2,9 %), teilt das Statistische Bundesamt mit.

Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Speisefette und Speiseöle (+ 15,4 %). Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch steigende Butterpreise (+ 30,2 % gegen über April 2017) bedingt. Durchweg mehr mussten die Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier (+ 8,9 %) bezahlen. Deutlich teurer wurde auch Obst (+ 8,6 %).

Weitere Preiserhöhungen binnen Jahresfrist gab es unter anderem bei Fisch und Fischwaren (+ 2,5 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 2,4 %), nennenswerte Preisrückgänge hingegen bei Gemüse (− 4,5 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate im April 2018 nur bei + 1,4 % gelegen. 

Energie 1,3 % teurer

Im April 2018 waren Energieprodukte im Vergleich zu April 2017 um 1,3 % teurer. Der Preisanstieg bei Energie lag damit unterhalb der Gesamtteuerung. In den beiden Vormonaten war die Teuerungsrate für Energie noch deutlich niedriger ausgefallen (März 2018: + 0,5 %; Februar 2018: + 0,1 %). Von April 2017 bis April 2018 verteuerte sich vor allem leichtes Heizöl (+ 8,0 %).

Teurer als ein Jahr zuvor waren auch Strom (+ 1,6 %), Kraftstoffe (+ 0,6 %) sowie Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (+ 0,6 %). Hingegen verbilligten sich im gleichen Zeitraum feste Brennstoffe (− 1,9 %) und Gas (− 1,3 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im April 2018 ebenfalls bei + 1,6 % gelegen. 

Veränderung im April 2018 gegenüber dem Vormonat März 2018

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im April 2018 gegenüber dem Vormonat nur geringfügig um 0,1 %. Im Einzelnen standen zum Beispiel den Preiserhöhungen bei Obst (+ 0,6 %) und Süßwaren (+ 0,6 %) Preissenkungen bei Gemüse (– 0,5 %) und Molkereiprodukten (– 0,5 %) gegenüber. 

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