Hessens Landwirtschaftsministerin optimistisch für 2017

69. Landwirtschaftliche Woche Nordhessen 69. Landwirtschaftliche Woche Nordhessen
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„Für die Landwirtein waren die letzten beiden Jahre nicht leicht, da sie von schlechten Marktbedingungen für landwirtschaftliche Produkte geprägt waren. In das Jahr 2017 blicken wir etwas optimistischer, da eine Besserung der Ausgangsituation für die Milchvieh- und Veredlungsbetriebe prognostiziert wurde.“ Das sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz am Montag auf der 69. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal.
 
Die Grünen-Politikerin zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erreichten. Besonders ihren Ökoaktionsplan, den neuen Zukunftspakt Landwirtschaft, das Agrarumweltprogramm und den Runden Tisch Tierwohl hob sie in ihrer Rede heraus. Besonders aus dem Bereich des Ökolandbaus gebe es gute Nachrichten, da zu Beginn des Jahres 2017  in Hessen rund 2.000 Betriebe auf fast 100.000 Hektar nach den Regeln des Ökolandbaus wirtschaften. Allein im vergangen Jahr hätten 300 Betriebe mit 10.000 Hektar Fläche umgestellt oder ihren Betrieb erweitert.

„Hessen ist im Ökolandbau bundesweiter Spitzenreiter und mit diesen Werten festigen wir diese Spitzenposition nicht nur, sondern konnten sie sogar weiter ausbauen“, freute sich die Ministerin. Da die Verbraucher sich auch immer mehr für ökologische Lebensmittel und Produkte mit regionaler Herkunft interessieren, spielt laut Hinz auch die Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse für die Landwirte eine zunehmend bedeutendere Rolle. Hier gebe es die Möglichkeiten der Direktvermarktung, oder auch die Beteiligung an einer Vermarktungsinitiative des Lebensmittelhandels.

„Den Verbrauchern ist neben der regionalen Erzeugung aber auch das Thema Tierwohl wichtig, dies wurde gerade wieder in einer kürzlich veröffentlichten Studie belegt. Tierwohl in den Ställen muss sein, auch wenn es dafür strukturelle Änderungen bedarf. Allerdings wird die Landesregierung die landwirtschaftlichen Betriebe bei diesem Weg unterstützen und zeitlich nicht überfordern. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Landwirte ihre Mehrkosten am Markt auch honoriert bekommen“, machte Hinz deutlich.
 
Beim Ausblick auf das neue Jahr ging die Ministerin auch auf die erwartete bundesweite Novelle der Düngeverordnung ein und machte deutlich, dass hier noch einige Umsetzungsfragen geklärt werden müssen. „Auch das Urteil zu Kastenständen in der Sauenhaltung wird uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Mir ist es hierbei wichtig, dass wir praxisgerechte Lösungen finden“, so die Ministerin.

Abschließend hob sie noch die Rolle der Biodiversität hervor: „Unser Ziel ist es, die Artenvielfalt zu erhalten. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Honigbiene und den Wildinsekten. Bei deren Schutz trägt auch die Landwirtschaft eine herausragende Verantwortung und ich setze dabei auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Ihnen.“
 

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Gebken · 1.
    Nun, vermutlich glaubt sie, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann

    Schließlich glaubt sie auch "mitten im Leben" zu stehen und hat im Vergleich zu vielen hochrangigen Grünenvertreterinnen sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung - als Erzieherin. Ein Studium abgebrochen hat sie auch nicht, denn sie hat gar nicht erst eins angefangen. Sie hat also eine (bis auf den fehlenden Studienabbruch) typische Grünenkarriere hingelegt. Nach der Schule, sofort wieder in die Schule, um danach Kinder im Kinderheim auf das Leben vorzubereiten. Jetzt macht sie dasselbe eben mit den hessischen Landwirten. Also: "Chacka! Wir schaffen das!"

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  2. von · 2.
    W.Weller

    Möchte wissen woher der Optimismus kommen soll ? Veredlungsbetriebe müssen alles transportieren ,Schlachthöfe werden nach und nach geschlossen ! Ackerbaubetriebe für Greening einheitliche Umbruchmaßnahmen bundesweit Fehlanzeige ! Was aber täglich über den Flughafen Frankfurt an Lebensmittel eingeflogen wird , stelle ich die artgerechte Haltung und Erzeugung in Frage !

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