Meyer: "Schluss mit der pauschalen Förderung!"

 Georg Janßen AbL-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen (links) überreicht Agrarminister Christian Meyer ein Paar Gummistiefel. Rechts: die Landestierschutzbeauftragte Michaela Dämmrich, Eberhard Prunzel-Ulrich (AbL) und Agrar-Staatssekretär Horst Schörshusen.
Bild: www.ml.niedersachsen.de

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat am Montag in Hannover im Vorfeld der Bundestagswahl einen agrarpolitischen Forderungskatalog an Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer übergeben.

Meyer erklärt dazu in einer Pressemitteilung, dass in der EU nach den Wahlen in Deutschland die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ansteht. "Wir müssen zukünftig die bäuerlichen, also kleinen und mittelgroßen Betriebe stärker fördern, um damit ihr Engagement für Nachhaltigkeit und mehr Tierwohl zu honorieren und das Höfesterben zu stoppen. Es muss Schluss sein mit der pauschalen Förderung über die Fläche eines Betriebes, denn bisher erhalten die 20 Prozent größten Betriebe rund 80 Prozent dieser Förderung. Die milliardenschweren Subventionen der EU müssen durch Umschichtungen viel stärker denen zugutekommen, die tierschutzgerechte Tierhaltung und nachhaltigen, ressourcenschonenden Landbau betreiben, im Sinne des Klimaschutzes, des Trinkwasserschutzes und der Artenvielfalt."

Niedersachsen geht hier laut dem Grünen-Politiker mit gutem Vorbild voran. So habe seine Regierung nicht nur den Zubau in der "industriellen Massentierhaltung" - wie er sich ausdrückzte - gestoppt, sondern mit dem Tierschutzplan und den Tierwohlprämien eine klare Umsteuerung in Richtung Agrarwende eingeleitet. Bei der Legehennenhaltung habe es sogar einen Zuwachs an bäuerlichen Betrieben gegeben, erklärt Meyer weiter.

"Mittlerweile kommt fast jedes zweite Bio- oder Freilandei aus Niedersachsen. Das Schnabelkürzen bei Legehennen ist hier seit Beginn des Jahres verboten, bei immer mehr Schweinen bleibt der Schwanz jetzt dran. Und die Fläche der Blühstreifen ist in wenigen Jahren von 9.000 auf über 15.000 Hektar gestiegen. Auch im Bund brauchen wir nach den Wahlen die Kehrtwende hin zu einer tiergerechten und umweltschonenden Landwirtschaft", so der Minister.

Meyer Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Niedersachsen, Eberhard Prunzel-Ulrich (links), und AbL-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen (rechts) übergeben die agrarpolitschen Forderungen an Agrarminister Christian Meyer.

 

Mehr zum Thema:

Lesen Sie mehr

5 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Hermann Zeller · 1.
    Förderung-Meyer-AbL

    Hört sich ganz nach Klientelpolitik und Ausgrenzung an.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Diedrich Stroman · 2.
    Grüne Sorgenfalten

    Alles nur Halb Wahrheiten die Meyer da verkündet alles was er bewegt hat ist zum großen Teil das der Strukturwandel sich unter seinem Tun und handeln noch mal beschleunigt hat, vor allem im Bereich der Schweinehaltung und Baugenehmigungen. Die Umstellung der Eierproduktion ist nicht mal sein Verdienst, und Tschüß, hoffentlich!!

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Paul Maier · 3.
    Glückliche EU.

    Wenn die keine drängenderen Probleme zu lösen hat als die Reform der Agrarpolitik, dann kann sie sich doch glückllich schätzen. Die Flüchtlings- und die längst noch nicht bewältigte Finanzkrise, sowie der Brexit dürften da wohl die schwereren Brocken sein. Erst einmal abwarten, welches Gewicht seine Partei nach dem 24. September und 15. Oktober noch in die Wagschale werfen kann.

    Das meinen unsere Leser:
  4. von Gerd Uken · 4.
    Weiß denn jemand was

    Mit den Fipronil Eiern geworden ist?

    Das meinen unsere Leser:
  5. von Lars Henken · 5.
    Ich sag nur:

    "Schluss mit Meyer als Minister!"

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren