Militärgelände: Bund schafft weitere 31 000 ha Naturschutzflächen

Der Bund wird ein Gesamtareal von rund 31 000 ha dem Naturschutz im Rahmen des Nationalen Naturerbes zur Verfügung stellen, statt es zu privatisieren oder selbst zu nutzen. Wie Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks vor Journalisten in Berlin bekanntgab, handelt es sich bei den insgesamt 62 Gebieten um ehemalige Militärflächen, die dem Bund gehören. Die Übertragung war durch einen entsprechenden Beschluss des Haushaltsausschusses möglich geworden.

Laut Hendricks sind derzeit etwa 156 000 ha an Bundesflächen dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Bei der jetzt auf den Weg gebrachten Übertragung handelt es sich den Angaben zufolge bereits um die dritte Tranche für das Nationale Naturerbe. Während sich die Tranchen in den vergangenen beiden Legislaturperioden vor allem auf Gebiete im Osten des Landes konzentriert hätten, enthalte die nun vorliegende dritte Tranche erstmals Flächen in ganz Deutschland, betonte Hendricks. Dies sei vor allem auf die Bundeswehrreform und die damit verbundene Aufgabe von Truppenübungsflächen zurückzuführen.

Mehr als ein Drittel der neuen Flächen befindet sich allerdings erneut in Mecklenburg-Vorpommern. Die Auswahl der Flächen erfolgte laut Umweltministerium gemeinsam mit den Ländern nach bestimmten Kategorien und der Unterstützung durch Naturschutzorganisationen. Bereitgestellt hatten die Flächen bei allen drei Tranchen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Bodenverwertungs und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) sowie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV).

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von jubodo12 · 1.

    Gut das der Mensch keine Nahrung mehr brauch

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  2. von lürade · 2.
    @ user 10

    Wenn es denn so wäre, könnten wir damit gut leben. Ich befürchte, die Umweltsektierer haben diese Flächen vorab im Sack und mit der Ausweisung von Ausgleichsflächen wird so verfahren wie bisher. Der größte und dummste Flächenfraß wird weitergehen wie bisher !?

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  3. von user10 · 3.
    Das war mit ziemmlicher Sicherheit nicht uneigennützig

    So eine Umwidmung bringt sogenannte Ökopunkte, die dann bei Bauvorhaben des Bundes, z. B. Autobahnen eingesetzt werden können. Der Erlös durch solche Ökopunkte übersteigt den Gewinn, der durch Verkauf hätte erzielt werden können. Nur schade, dass die Beteiligten dem Volke nie ihre wahren Absichten mitteilen und sich sogar noch als uneigennützige Umweltschützer feiern lassen.

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  4. von lürade · 4.
    Militärgelände ist als Ausgleichsfläche ideal !

    Warum werden dafür immer gute landwirtschaftliche Flächen als Produktionsfläche unbrauchbar gemacht? Das ist doch eine Sünde! Hat der DBV geschlafen ?

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