Misstrauen lähmt Innovationsgeist landwirtschaftlicher Unternehmer

Albert Schulte to Brinke Albert Schulte to Brinke
Bild: Landvolk

Hohe Erwartungshaltungen auf allen Seiten sieht Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke bei den aktuellen Diskussionen zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik. Nach den Vorstellungen der EU-Kommission, aber auch der Gesellschaft sollen die Landwirte sichere und zugleich preiswerte Lebensmittel erzeugen, aber parallel dazu auch höhere Standards im Umwelt-, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz einhalten.

„Für viele unserer Betriebsleiter liegt mit diesem doppelten Anspruch die Latte einfach zu hoch“, gab der neue Landvolkpräsident auf der Agrartagung der Evangelischen Akademie Loccum zu bedenken. Den Gleichklang der EU-Agrarpolitik wollte Schulte to Brinke insbesondere mit Blick auf den gemeinsamen Markt keinesfalls in Frage stellen. Dazu sei das finanzielle Fundament mit einem stabilen Agrarhaushalt ebenso unabdingbar  wie die gemeinschaftliche Umsetzung der in Brüssel vereinbarten Förderbedingungen.

Echte Fortschritte vermissten die Landwirte dagegen bei dem immer wieder angekündigten Bürokratieabbau. Tatsächlich jedoch schlage ihnen eher Misstrauen mit stetig wachsenden Kontrollansprüchen entgegen. Schulte to Brinke sprach in diesem Zusammenhang von einem „Mehltau“, der Innovationskraft und Unternehmergeist lähme. Die landwirtschaftlichen Unternehmer benötigten dringend wieder „Luft unter den Flügeln“ auf dem Weg in die Zukunft.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Willy Toft · 1.
    Der Spaß an der Arbeit geht den Landwirtschaftlichen Unternehmen verloren!

    Das Anspruchsdenken mit der jetzigen "Vergütung" unserer Produkte, passt nicht zusammen! Obendrauf produzieren wir eine Papier- Flut, um den ganzen bürokratischen Aufwand gerecht zu werden. In der Natur oder am Tier, sollte doch die Hauptarbeitszeit in der Landwirtschaft ausgeführt werden. Wir leben mit der Natur, doch viele nehmen es uns nicht mehr ab, weil sie uns den technischen Fortschritt nicht gönnen. Oder ist es die Angst vor den großen Maschinen? Nur, wo wären wir bei diesen extremen Witterungslagen, wenn wir diese Schlagkraft nicht hätten?

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    "Luft unter den Flügeln" durch die neue Landwirtschaftsministerin

    wird den "Mehltau" kaputt machen. Daran haben wir keine Zweifel.

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  3. von Steffen Hinrichs · 3.
    Hätten wir doch wenigstens konstant kostendeckende Preise für unsere Produkte

    Da sollte Herr to Brinke sich auch mal für einsetzen

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