Mobile Hütten für Herdenschutzhunde und weitere Lockerungen diskutiert

Herdenschutzhund Herdenschutzhund
Bild: A. Berig/ALFF

Der Agrarausschuss der Bundestages hat über einer Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung beraten, um den Einsatz von Herdenschutzhunden rechtlich anders zu regeln.
 
Harald Ebner von den Grünen ist hierbei der Auffassung, dass pragmatische Lösungen zum Herdenschutz notwendig seien. Er setzt daher voll auf den Einsatz von Herdenschutzhunden. „Darum muss sich die Bundesregierung aktiv kümmern und realistische Regelungen schaffen, die den Bedürfnissen und Aufgaben der Hunde gerecht werden. Neben den vorgeschriebenen festen Schutzhütten muss der Einsatz mobiler, an den Seiten offener Hundehütten bzw. witterungsgeschützter Liegeplätze diskutiert werden“, fordert Ebner.
 
Er kritisiert in diesem Zusammenhang die seiner Meinung nach zu langsamen Fortschritte im Bundeslandwirtschaftsministerium. „Das BMEL ließ im Ausschuss lediglich verkünden, die Länder sollten doch einfach die bestehenden Vorschriften nicht so genau kontrollieren. Mit dieser Haltung lässt die Bundesregierung die Tierhalter im Stich und leistet Anti-Wolf-Stammtischforderungen nach Obergrenzen und Abschuss Vorschub“, so Ebner weiter.
 
Gesellschaftliche Akzeptanz für die Wölfe in der Nachbarschaft wird es laut dem Politiker aber nur mit bundeseinheitlichen unbürokratischen, aber rechtlich einwandfreien Lösungen für Nutztierhalter geben, sowohl für die Prävention als auch den Ausgleich bei Rissen. „Agrarminister Schmidt weigert sich aber, das Beratungs- und Informationszentrum Wolf um den wichtigen Aspekt des Herdenschutzes zu erweitern. Haushaltsanträge werden von der Großen Koalition regelmäßig abgelehnt“, sagt Ebner.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Paul Siewecke · 1.
    Vorschriftenirrsinn...

    für Herdenschutzhunde feste Schutzhütten vorgeschrieben??? Wie machen das denn die Wanderschäfer? Mauern die mal schnell 'ne Hundehütte hin, hüten die Weide ab und reißen dann die Hundehütte wieder weg um sie woanders wieder aufzubauen? Warum? Hat der Wolf denn auch einen festen Wohnsitz? (ist schließlich ein entfernter Verwandter...) Hunde-Experte Rütter hat das mal bei den Fütterungszeiten verglichen: "Der Hund muss pünktlich gefüttert werden, ind der Natur ist das ja auch so: Punkt 18 Uhr kommt der Hase...." Und der Wolf lernt schnell genug, dass es bei Schietwetter nicht so gefährlich ist, sich am Lämmer-Buffet zu bedienen....

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Nicht so genau kontrollieren!

    Wie wäre es wenn man den "Wolfsschutz" nicht so genau nehmen würde und zumindest denen die sich bei den Nutztieren bedienen eine Kugel verpassen. Anscheinend gehört Herr Ebner auch zu jenen, denen der Spruch: "zuwenig und zuviel ist aller Narren Ziel", nicht bekannt ist. Oder meint er, für ihn gilt dieser Spruch nicht? So wie die Reaktionen auf die letzten verlorenen Wahlen rüberkamen, komme ich irgendwie zu dem Schluß, dass die Grünen dermaßen von sich überzeugt und deshalb komplett unbelehrbar sind. Demzufolge würde ein Lerneffekt aus der Erkenntnis des Dunning-Kruger-Effekts an ihnen wirkungslos abprallen. Da stellt sich dann wirklich die Frage: brauchen wir solche Politiker in Deutschland? Konsequenz: Abschieben, dahin wo der Pfeffer wächst. Oder in die Sahara?

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