Mortler: Wer kleine Höfe will, muss etwas dafür tun

Marlene Mortler (Bild: Mortler)

„Der Agrarbericht macht deutlich: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich fort. Sich ändernde Anforderungen an die Landwirtschaft von Seiten der Wirtschaft, Umwelt und der Verbraucher fordern gerade bäuerliche Familienbetriebe zusehends heraus“, erklärte Marlene Mortler, Agrar-Sprecherin der CSU-Landesgruppe zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Milchmarkt.
 
Je kleiner der Betrieb, desto schwieriger ist es ihrer Ansicht nach, Investitionen in neue Ställe oder Landmaschinen zu schultern. „Auch die Liberalisierung der Agrarmärkte, die ich im Interesse der Verbraucher ausdrücklich begrüße, kann gerade für Kleinbetriebe zur echten Herausforderung werden. Wer kaum Kapital hat, ist Preisschwankungen, wie wir sie gerade bei der Milch beobachten, schutzlos ausgeliefert“, sagte sie. Da helfe auch das Wissen nicht, dass sinkende Preise zu einem großen Teil der Marktpolitik des Handels geschuldet sind und deshalb auch wieder vorübergehen.

Laut Mortler brauche die EU keine Zollschranken oder Milchquoten. „Aber: Wenn wir wollen, dass bäuerliche Familienbetriebe weiter das Gesicht unserer ländlichen Räume wesentlich prägen, brauchen wir für sie ein Zukunftsprogramm. Dann müssen wir die öffentliche Förderung der Landwirtschaft deutlicher als bisher auf sie ausrichten.“
Ein solcher Schritt, würde auch dem zunehmenden Verbraucherinteresse an Produkten aus der Region entgegenkommen, meint die Politikerin weiter. Immer mehr Menschen wollten wissen, wo das Stück Fleisch, das Ei oder die Erdbeere herkommt, die sie essen.

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Doris Peitinger · 1.
    Komplett unglaubwürdig

    Frau Mortler weiß ganz genau, dass das Höfesterben vor allem der von den C Parteien verfolgten Agrarpolitik geschuldet ist. Befeuerung der Überschüsse und daraus resultierende Dumpingpreise zur Unterstützung der Sozial- und Konsumpoltik, Abkoppeln der Bauern von ihrem Markt. Unglaublich ungerecht verteilte Subventionen, Nicht zu reden von der Hofabgabeklausel, die von Frau Mortler vehement verteidigt wird und die genau zeigt, wie sie zu den Bauern steht. Sie soll ihre Krokodilstränen einfach bei sich behalten, denn damit wird sie nur noch unglaubwürdiger!

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  2. von hollerbach · 2.
    Was ist klein?????

    In D unter 200 ha in Russland Ukraine 2000 ha???? klein ist wenn man von seiner Arbeit nicht mehr Nachhaltig leben kann oder leben will.

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  3. von klaus1618 · 3.
    AUFGEMERKT....

    Im übrigen haben Frau Mortler und Ihresgleichen augenscheinlich noch nicht realisiert, dass wir inmitten des Zeitalters der digitalen Revolution stehen. Für unsere Enkelgenerationen entfalten sich dadurch, unabhängig von einer jeweiligen Betriebsgröße, ungeahnte Möglichkeiten, um aus dem Vollen schöpfen zu können. Selbst kleine bis kleinste Betriebe könnten damit in nicht allzu ferner Zukunft erfolgreich fortgeführt werden. Das übersteigt allerdings augenscheinlich das verbands- und agrarpolitische Vorstellungsvermögen in der engen zeitlichen Begrenzung von nur einer Legislaturperiode unserer in der Verantwortungs- u. Fürsorgepflicht stehenden Scheuklappenträgerschaft in bloßer Marionettenfunktion erheblichst. - Gründerzentren, sogenannte neuartige Start-Up-Unternehmen zeigen schon heute ungeahnt mannigfaltige visionäre Möglichkeiten auf, die die derzeitigen Bauern in der Praxis nur schwerlich zu erfassen vermögen, selbige sind aber bereits Realität und bieten auch dem Bauernstand erheblichstes Optimierungspotential. Die Digitalität verursacht im übrigen KEINE hohen Kosten!***Wenn wir, wie hier richtigerweise nachstehend von einem aufmerksamen Kommentator angemerkt, für unsere Grünlandflächen, der prozentuale Anteil dürfte sich hier in Deutschland bei um die 30-40% bewegen, bar jedweder Alternativen selbige zwangsweise den Naturschutzverbänden andienen müssten, so schreibt dies Zeugnis von einer fatalerweise im Dornröschenschlaf verharrenden Wissenschaft. Diese hochdotierte, intellektuell überaus befähigte Spezies verdient demnach das eigene Einkommen sprichwörtlich tatsächlich im Schlaf; staatliche Subventionen in Millionenhöhe zudem, die hier ungenutzt verbraten werden. - Das muss sich schleunigst ändern!!!!

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  4. von klaus1618 · 4.
    Die Funktionalität eines bayerischen Cameleons

    Besagtes "Wunderwerk der Natur" passt seine Farbe sowohl den jeweiligen Erregungszuständen sowie auch einem möglichen Gefährdungspotential des Umfeldes in Windeseile an - Selbstschutzmechanismen, die nach einem Harmonisieren des eigenen Lebensraumes trachten. - Nun wird also den bayerischen Kleinbetrieben zunächst Internationalität verordnet, die Liberalisierung hält Einkehr selbst im letzten Winkel der bayerischen Berge. Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau wurde dieses deutsche Ansinnen weltweit über den Äther gejagt, Idylle pur auf sämtlichsten Fernsehkanälen präsentiert; selbst Obama zeigte sich in weltmännischer Strahlelaune höchst beeindruckt.***Es sind aber gerade jene nun agrarpolitisch „notgehuldigten“ kleinen Bauernhöfe, die insbesondere Frau Mortler wissentlich und willentlich gnadenlos zur Schlachtbank führt. Die zuverlässige „Mortler"-Waffe zeigt seine volle Entfaltung. Frau Mortler ist DIE HARDLINERIN des bäuerlichen Folterinstruments der Hofabgabeklausel. ...Wie darf man nun obige Einlassungen verstehen wollen!? - Der Widerspruch in sich in einem wenig ästhetischen PURISMUS!!!! Eine Zick-Zack-Politik der Extreme, gerade eben jene Agrarpolitik, statuiert in einem staatlich manifestierten Diebstahl am Bauerngeld, die keine Glückseligkeiten zum Leben zu erwecken vermag, wie man nun medial mit lauthalsem Brimborium in einer politischen Gebetsstunde dem interessiert aufmerksamen, augenscheinlich allerdings absolut geerdeten Verbraucher allzu gerne vermitteln möchte.***Nun, hochverehrte Frau Mortler, hier wäre vielleicht ein Erfahrungsaustausch mit Ihrem werten Parteifreund Dobrinth angesagt u. äußerst hilfreich dienlich. Dieser wird Ihnen gerne vermitteln wollen, wie eine diskriminierend anmutende Politik, in Ihrem ganz speziellen Falle zunächst die Frauen- mit einer schlussendlichen Altersdiskriminierung, in Reihen der EU-Kommission tatsächlich Gefallen und Akzeptanz findet. Sie wären nicht die erste, die mit einem zunächst als bloße Lappalie anmutenden Agrarstrukturmodell auf europäischer Ebene gnadenlos abgeschmettert würden. Bleibt die Hofabgabeklausel nicht schon gerade deshalb einzig ein „deutsches Qualitätsprodukt“ ohne ein tollkühn angestrebtes Weltmarkt-Export-Potential!!!??? - Nun, das rechte Demokratieverständnis kann schon sehr anstrengend u. kräfteraubend sein, unsere berufsständische Vertretung hat selbige auch noch nicht effektiv verinnerlichen können. Insofern ein kleiner Trost für unsere Frau Mortler, dass sie damit nicht allein in weiter Flur steht.

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  5. von lürade · 5.
    Frau Mortler, die Region ist ein Nischenmarkt

    Das ist nicht unwichtig, läßt sich aber nicht von der übriben Welt abkoppeln. Auch in Neuseeland liegen die Erzeugerpreise derzeit unter den Gestehungskosten. Und trotzdem stocken einige Betriebe auf. Wenn wir nur noch Nischen bedienen wollen,springen wir zu kurz. Dann können wir 80% unseres Grünlandes den Naturschutzverbänden überlassen.

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  6. von Kommanmder · 6.
    Für das was Frau Mortler will

    ist es leider zu spät. Die Landwirtschaft ist mit der Milch am freien Markt angekommen. Bei extrem niedrigen Erzeugerpreisen, aus welchem Grund auch immer, werden es die "kleinen" Betriebe nicht schaffen. Aber auch große werden verschwinden. Wenn man den Schritt für die Zukunft stellen will, braucht man verdammt viel Mut und sehr viel Fläche, damit man auf Masse mit geringen Erzeugerkosten produzieren kann. Eben genau das, was der Verbraucher nicht will. Aber dafür ist es zu spät. Es kommen nun die Geister, die man rief.

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  7. von Geißler Johannes · 7.
    Na auf gehts greif mas a!

    Frau Mortler Worte sind Zwerge Taten sind Riesen! Bitte Zwerge sparsam verwenden dafür viele Riesen produzieren. Oder anders gesagt an den Früchten werdet ihr sie erkennen.

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  8. von Rhönerblut · 8.
    Mortler in die Bütt

    auch sie muss zum Thema Milchquote was sagen, damit das Luftschloss freier Markt bei den Lesern nicht zusammenbricht

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