Mortler will die Hofabgabeklausel zukunftsfest machen

Das Bundeskabinett hat am Donnerstag dem Entwurf des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte zugestimmt. Lob gibt es dazu von der Agrarsprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Marlene Mortler.

„Ich begrüße es sehr, dass die Bundesregierung dem Gesetzesentwurf zur Neugestaltung der Hofabgabeklausel zugestimmt hat. Grundlage ist ein Positionspapier, auf das sich die Koalitionspartner vor der Sommerpause verständigt hatten. Wir wollen die Hofabgabeklausel erhalten, weil wir davon überzeugt sind, dass wir im Interesse der jungen Bauern auch in Zukunft klare Regeln zum Generationenübergang auf den Höfen brauchen", sagte sie.

Wichtig sei der CSU auch, dass die Hofabgabeklausel der Lebens- und Arbeitssituation in der Landwirtschaft angepasst wird und soziale Härten vermeidet. DAher brauche man praxistaugliche Lösungen dort, wo sich keine Hofnachfolger finden oder die Veräußerung oder Verpachtung aus wirtschaftlichen Gründen keine Option sind. "Deswegen werden wir den rentenunschädlichen Rückbehalt stärken und weitere Möglichkeiten schaffen, die klassische Hofabgabe zu ersetzen. Dazu gehört auch ein Übergang des Hofes an eine Gesellschaft, an der der bisherige Hofeigentümer zwar beteiligt ist, deren operative Geschäfte er aber selbst nicht mehr führt", so Mortler weiter.
 
Mit Blick auf das jetzt anstehende parlamentarische Verfahren ist es ihr wichtig, dass man jetzt eine Lösung im Bereich der Teilerwerbsminderung findet. Es könne nicht sein, dass Landwirte, die erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sind, den Hof abgeben müssen, um überhaupt irgendeine Form der Rente zu beziehen. Gerade sie hätten meist keine andere Chance, als im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf dem eigenen Hof weiterzuarbeiten; auch ihre Familien seien in vielen Fällen auf den Erhalt des Hofes angewiesen, weiß die Politikerin.

Lesen Sie mehr

4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von ekd · 1.
    Ein die garnichts versteht

    Einfach nur traurig und beschämend das wir Bauern von solchen engstirnigen Leuten politisch vertreten werden. Wann kapieren die endlich wie ungerecht und diskriminierend die Alterssicherung der Landwirte ist. 392€ Altersgeld nach 40 Beitragsjahren(voll abgeschmolzen) und da schwafelt jemand von angepasst und soziale Härte vermieden. Das ist einfach nur frech und zynisch. solche Leute lassen sich von den alten Bäuerinnen und Bauern wählen die ein christliches und soziales Weltbild bewusst gelebt und geachtet haben und müssen sich nun im Alter mit weit weniger als dem Sozialhilfesatz (Grundsicherung)bescheiden und von ihren Abgeordneten dazu noch verhöhnen lassen. So ein bisschen Anstand und Ehrfurcht vor der Lebensleistung einer alten Bäuerin könnt der taffen CSU Lady nicht schaden und eine Entschuldigung bei den Senioren für diese unmögliche Neufassung eins alten Unrechtes ( Bauernrente Abschmelzung Zwangsbäuerinnen Hofabgabeklausel usw. ) wäre sehr angebracht und notwendig. Diese Hofabgabeklausel darf nie zukunftsfest werden, den sie ist ein schreiendes Unrecht!

    Das meinen unsere Leser:
  2. von meier#002 · 2.

    Einne unglabliche Entscheidung gegen die Vernunft! Hofabgeber müssen ohne Gängelung selbst wissen wie die Zukunft aussieht.

    Das meinen unsere Leser:
  3. von massa04 · 3.
    Liebe Marlene Mortler,

    natürlich ist die Landjugend für die Hofabgabeklausel. Aber unter den Ausscheidenden gibt es viele Härtefälle, die ihren Betrieb noch gerne weitermachen würden (müssen), weil kein Nachfolger vorhanden, oder erst aus der nächsten Generation daherkommt. So was wie die HAK gibt es in keinen art- und strukturverwandten Gewerbe. Ein Metzger oder Handwerker kann machen, solange er will und kriegt trotzdem Rente bzw. wird steuerlich verrechnet mit dem Einkommen. Und wenn sich Alt und Jung nicht grün sind, dann sichert die Hofabgabeklausel erst recht nicht den Fortbestand des Betriebes. Die HAK gefährdet die Einigkeit der Bauern. Daher ist sie mir nicht koscher!

    Das meinen unsere Leser:
  4. von klaus1618 · 4.
    Es ist DIEBSTAHL, nichts anderes als der Diebstahl von Bauerngeld!

    Alters- u. Frauendiskriminierung als einzig DEUTSCHES ERFOLGSMODELL sind einer dem Vernehmen nach noch bäuerlichen Stallgeruch verspürenden Frau Mortler / „C"SU durchaus bewusst u. dennoch applaudiert sie insbesondere selbstgefällig der vernichtenden Idee, das steinzeitliche Folterinstrument der Hofabgabeklausel weiterhin gesetzlich verankert zu wissen. - Das rechtlose, vom Grundgesetz ausgeschlossene lemmingenhafte Bäuerlein darf mithin in eben selbiger Art und Weise von unseren Vefassungsorganen fatalerweise gebilligt, belogen und betrogen werden. BAUERN-APOKALYPSE stringent auf ganzer politischer Linie zum Wohle u. zur Fortentwicklung insbesondere agrarindustrieller Strukturen innerhalb unserer deutschen Gesellschaft. Das bäuerliche Familienmodell hat weitestgehend ausgedient. - Wer solche politische Entscheidungsträger in Leuchtturmfunktion hat, der braucht tatsächlich keine anderen Feinde.***Nachdem von Seiten der CSU das „Elterngeld“ durch das Bundesverfassungsgericht sowie die „Maut“ als diskriminierend von Seiten der EU-Kommission gekippt wurden, feiern nun zumindest innerhalb der Landesgrenzen die CSU-Mitglieder die gesetzlich mitgetragene BAUERNVERDUMMUNG. - Leben Europas dümmste Bauern mithin innerhalb deutscher Grenzen!?

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren