NRW bereitet Wälder auf Klimawandel vor

Schulze Föcking Besuch von Christina Schulze Föcking im staatlichen Forstrevier Knechtsteden
Bild: www.umwelt.nrw.de

Am 2. November 2017 hat Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking das staatliche Forstrevier Knechtsteden bei Dormagen besucht um sich vor Ort aus erster Hand von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft und vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW über die Vorteile der naturnahen Waldbewirtschaftung zu informieren.

"Standortangepasste Mischwälder sind Risikovorsorge für Forstbetriebe und Waldeigentümer in Zeiten des Klimawandels mit absehbar häufigeren Stürmen und geänderter Niederschlagsverteilung", stellte Schulze Föcking fest. "Wichtig ist, dass für die neuen Mischbestände solche Baumarten angebaut werden, die zum jeweiligen Standort passen. Damit das gelingt, erstellt die Landesforstverwaltung zusammen mit Vertretern des Privat- und Kommunalwaldes das neue Waldbaukonzept NRW."

Das Waldbaukonzept NRW ist ein Umsetzungsschwerpunkt der Klimaanpassungsstrategie Wald NRW. Ziel ist daher unter anderem, die heimischen Wälder stabiler und anpassungsfähiger werden zu lassen. Bei den dafür verwendeten Laub- und Nadelholzarten stehen heimische Baumarten im Vordergrund. Wichtig ist hierbei, dass die verwendeten Baumarten für den jeweiligen Waldstandort geeignet sind und geeignetes Vermehrungsgut verwendet wird. Eingeführte Baumarten, die sich bereits hier bei uns bewährt haben, wie die aus Nordamerika stammende Douglasie, werden im Waldbaukonzept NWR überwiegend als Mischungsanteile empfohlen.

Das Waldbaukonzept nennt aber nicht nur geeignete Baumarten, es enthält auch die Beschreibungen typischer Mischbestände für bestimmte Standorte und Empfehlungen zu deren Begründung, Pflege und Ernte. Aspekte wie Bewirtschaftungsrundsätze der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft werden beim Waldbaukonzept ebenfalls in geeigneter Form berücksichtigt.

Das Waldbaukonzept NRW wird bereits im kommenden Jahr 2018 fertiggestellt sein. Im Anschluss daran sind für Waldeigentümer und Waldeigentümerinnen Informations- und Schulungsangebote geplant.

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