Ökoanbau wächst auch in den Niederlanden

Der Umsatz mit Biolebensmitteln steigt auch in den Niederlanden.
Bild: Edeka

Auch in den Niederlanden steigt die Zahl an Biobetrieben und die ökologisch bewirtschaftete Fläche. Das Niveau liegt allerdings niedriger als in Deutschland. Der Umsatz von Bioprodukten ist in den Niederlanden 2017 um 5 Prozent gestiegen.
 
In den Niederlanden erhöhte sich die Zahl der Biobetriebe laut dem holländischen Dachverband Bionext 2017 im Vergleich zu 2016 um 10,3 % auf 1 750. Den stärksten Zuwachs registrierte der Verband für die Biomilchbetriebe, deren Zahl sich um 26,6 % auf 481 erhöhte. Ein Plus von 16,2 % auf 172 Betriebe wird für die Ökoschweinehaltung ausgewiesen. Bei den Ziegen- und Schafhaltern stellte Bionext eine Zunahme von 14,3 % auf 88 Betriebe beziehungsweise 11,5 % auf 146 Höfe fest. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Biobetriebe mit Ackerbau und Freilandgemüse um 7,8 % auf 582. Derweil wurden unverändert zum Vorjahr 82 Biogartenbaubetriebe mit Gewächshäusern gezählt.
 
Gleichzeitig nahm die gesamte ökologisch bewirtschaftete Fläche um 7,1 % auf 60 449 ha zu. Die Zahl an Umstellungsbetrieben war allerdings rückläufig: Hier verzeichnete der Verband gegenüber 2016 ein Minus von 26,5 % auf 180.
 
In Deutschland hat sich zum Vergleich die Ökolandbaufläche 2017 um 9,7 Prozent auf 1,373 Mio. ha vergrößert. Damit werden derzeit von den 16,7 Mio. ha landwirtschaftliche genutzte Fläche in Deutschland 8,2 Prozent ökologisch bewirtschaftet. Die Zahl der erzeugenden Ökobetriebe nahm 2017 um 8,3 Prozent auf 29.397 zu. Von den rund 267.800 landwirtschaftlichen Betrieben, die es in Deutschland 2017 gab, haben damit knapp 11 Prozent nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus gearbeitet.
 
In den Niederlanden ist der Gesamtumsatz mit Bioprodukten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Der holländische Dachverband Bionext beziffert den betreffenden Erlös in seinem aktuellen Trendbericht 2017 auf rund 1,511 Mrd Euro; das waren 5,3 % mehr als im Vorjahr.
 
Wichtigster Absatzkanal war der Lebensmitteleinzelhandel mit einem Umsatz von 778,9 Mio Euro, nach 734,6 Mio Euro im Vorjahr. Den zweiten Platz belegten die Bioläden, für die allerdings ein Umsatzrückgang um 3 % auf 324,6 Mio Euro verzeichnet wurde. Drittwichtigste Vermarktungsschiene war die Gastronomie mit einem Plus von 11 % auf 305,0 Mio Euro. Mit Blick auf den produktspezifischen Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel hatten haltbare Ökolebensmittel mit 255,7 Mio Euro die Nase vorn.
 
Allerdings belief sich ihr Anteil am entsprechenden Gesamtmarkt nur auf 2,6 %. Hier belegten Ökoeier mit 15,3 % den ersten Platz, wobei sich ihr Umsatz aber nur auf 42,6 Mio Euro belief. Allerdings wurde bei den Bioeiern das größte Umsatzwachstum verzeichnet, nämlich von 15,3

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Matthias Zahn · 1.
    Richtig Herr Müller

    Aber ist das schlimm? Da die Weltmarktpreise nun mal sind wie sie sind, ist es für die Politik doch eine Möglichkeit ein Stück "heile Welt" zu unterstützen. Und weite Teile der Gesellschaft wollen ja eine "andere Landwirtschaft". Dafür muss halt dann bezahlt werden. Aber solange die Gesellschaft damit Glücklich und Bio rentabel ist, ist doch alles in Ordnung oder!?

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  2. von Bernd Müller · 2.
    Herr Zahn

    Das Problem ist bloß, dass sich Bio nur mit deutlich mehr Subventionen rechnet.

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  3. von Matthias Zahn · 3.
    Indikator Bio Umstellung

    Wenn man bedenkt, wie hoch oft die Vorbehalte gegenüber der Bio Produktion bei den Landwirten sind. Ist es ein deutliches Zeichen in welch einem schlechten Zustand der konventionelle Milchmarkt ist. Wer kann "flüchtet" zu Bio!

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