PETA zeigt weiter Landwirte nach Stallbrand an

Über 100 Schweine sind in der Nacht zum 10. November bei einem Brand in Junkershausen, einem Ortsteil von Hollstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) verendet. Wie schon in der Vergangenheit erreichte auch diesen Tierhalter jetzt eine Anzeige der Tierrechtsorganisation PETA wegen mangelnden Brandschutzes.
 
Laut PETA soll der Landwirt wegen der unzureichenden Brandschutzmaßnahmen billigend in Kauf genommen haben, dass die Schweine qualvoll im Feuer ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. PETA Deutschland hat nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Schweinfurt erstattet, berichtet der Bayerische Rundfunk.

"Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall starb, wurde grob fahrlässig getötet. Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn Hunderte Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten – dieses Risiko wird billigend in Kauf genommen", rechtfertigt Tierschützer Edmund Haferbeck das Vorgehen seines Vereins.

Auf dem Hof brannten neben dem Stall zwei Scheunen völlig nieder. Auch ein benachbartes Wohnhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Brand wurden außerdem aufgeschichtetes Brennholz sowie gut 280 t Getreide zerstört. Ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei zufolge beläuft sich der Schaden auf mindestens eine halbe Million Euro.

Weitere Fälle, in denen Peta Anzeige erstattet hat:
Peta zeigt Sauenhalter an (12.8.2015)
17.000 Küken bei Brand verendet (31.7.2015)
Tierarzt erlöst kranke Kuh: PETA stellt Strafanzeige gegen Landwirt (11.6.2015)
Kitz ausgemäht: PETA erstattet Anzeige gegen Landwirt (31.5.2015)
Peta zeigt weiter Tierhalter nach Stallbrand an (12.2.2015)
Tierhalter wehren sich gegen PETA (31.12.2014)
PETA zeigt Landwirte systematisch bei Stallbrand an (23.12.2014)

Außerdem:
Jäger zeigen PETA wegen Hetzkampagne an (12.7.2015)
Online-Petition zum Verbot von PETA gestoppt (9.9.2015)



Lesen Sie mehr

3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Stefan Lehr · 1.
    Justiz

    Man kann nur hoffen, das die Justiz so viel Schneid besitzt und die Klage abweist. Jedoch ist die Courage der Gerichtsbarkeit in dieser Hinsicht sicherlich nicht so hoch einzuschätzen. Wenn derartige "Hetz"klagen erst gar nicht zugelassen würden, dann hätte sich diese super "Schutzorganisation" sicherlich schon längst tot gelaufen. Den betroffenen Berufskollegen kann man nur viel Kraft für soviel Anfeindung wünschen. PETA wird als nächstes sicherlich auch noch Gott anzeigen, wenn er in Australien durch Blitzschlag ein Feuer verursacht und dabei Dutzende von Tieren lebendig verbrennen - denn Brandschutzmaßnahmen werden dort sicherlich auch nicht vorhanden sein.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Egge Mansholt · 2.
    ob

    Pet... da nicht selber etwas nachgeholfen hat, ihr Ruf sagt alles.

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Martin Juhl · 3.
    Auto fahren

    Ich hoffe das die Peta Mitglieder alle Fahrrad fahren, Denn sonst müsste man sie alle Anzeige.Wenn sie mit den Auto fahren und die Insekten tot an der Windschutzscheibe kleben.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren