Pelztierhaltung soll verboten werden

Schleswig-Holstein hat eine Initiative für ein Verbot der Haltung von Pelztieren in den Bundesrat eingebracht. Bestehenden Betrieben soll eine Übergangsfrist von zehn Jahren eingeräumt werden.
"Ich freue mich über die Unterstützung der Bundesländer, die Haltung und das Töten von Pelztieren, die zur Pelzgewinnung genutzt werden, zu verbieten", erklärte Bundesminister Christian Schmidt.
"Die Pelztierhaltung steht seit Jahren in der öffentlichen Kritik und unter unserer Beobachtung. Offenbar ist es auch durch die Festlegung von neuen Anforderungen an die Pelztierhaltung in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung nicht gelungen, eine tierschutzgerechte Haltung sicherzustellen. Nach unseren Informationen werden diese von den Betrieben häufig nicht beachtet. Was am Ende der beste Weg ist, um ein solches Verbot rechtlich umzusetzen, ist im Detail noch zu prüfen", so Schmidt weiter.
Zentraler Grundsatz des Tierschutzgesetzes für alle Bereiche der Tierhaltung ist: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Da ein Pelzmantel kein elementares Grundbedürfnis ist, besteht auch kein Grund zum Halten und Töten von Tieren zur Pelzgewinnung. In Deutschland ist die Anzahl der Pelztierfarmen schon seit Jahren zurückgegangen. Es bestehen derzeit noch neun Betriebe.
Einige europäische Staaten wie Österreich, Kroatien und England haben die Pelztierhaltung inzwischen ganz oder teilweise verboten. Auch in den Niederlanden sollen bis 2024 alle Nerzfarmen geschlossen werden.

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5 Leserkommentare Kommentieren

  1. von paul-maier · 1.
    Die Wahrnehmung ist bei Tierschützern mitunter sehr selektiv.

    Es lässt sich gut auf Pelztierfarmen einhacken und damit Publicity erzeugen. Wenn es nur noch neun Betriebe dieser Art in D gibt, dann ist die ganze Diskussion doch nur ein Wahlkampfgag. Das Tragen von Pelzen kann und will wohl niemand verbieten, denn das könnte sich ja bei Wahlen negativ auswirken. Der Veggie Day lässt grüssen. Über die Verwendung von Grundstoffen tierischen Ursprungs in vielen Kosmetika und auch Medikamenten wird kein Wort verloren. Hobby- Sport- und Freizeittiere sowie deren Halter sind ebenfalls über jeden Verdacht erhaben und bleiben unbehelligt. Auch da fürchtet man die Auswirkungen in Form von Stimmenverlusten. Aber auf allem herum zu hacken, was nur im Entferntesten mit Landwirtschaft und besonders mit Nutztierhaltung zu tun hat, das verspricht leider immer noch Zuwachs an der Wahlurne. Da liegt für die Bauern das Hauptproblem. Hoffentlich erfolgt ein Umdenken nicht erst nach einer erfolgreichen "Endlösung" der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung.

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  2. von arching · 2.
    Konsequenz

    Wenn man schon die Haltung von Pelztieren verbietet, dann müsste man auch den Verkauf oder Import von Pelzen verbieten.

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  3. von Bauer-Berni · 3.
    wen hilft denn so etwas

    ........den Pelztieren jeden Falls nicht, so lange Pelz getragen und gekauft wird. Dann werden die Tiere eben wo anders gehalten werden. Ist das die neue Politik?

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  4. von xf1 · 4.
    Aus den Augen - aus dem Sinn

    Pelz ist weder schön, noch notwendig - und PelzträgerInnen widern mich an. Das ist meine persönliche Sache, und deshalb würde ich nie auf die Idee kommen, einer Pelzträgerin den Pelz zu verbieten - und sie darf es auch schön finden. Mit Pelztierhaltungs-Verbot kommt der Rohstoff halt aus Ländern, wo es den Tieren nicht so gut geht, wie in Deutschland. Für die weltweit gehaltenen Pelztiere in Summe bedeutet das Verbot in Deutschland nach anderen Ländern einen weiteren Rückschritt. Aus dieser logischen Konsequenz heraus müsste nicht das Halten von Pelztieren verboten werden, sondern der Import, die Verarbeitung und das Tragen von Pelzen. Nach dem Motto "Aus den Augen - aus dem Sinn" will sich die Politik aber nicht die Wähler vergraulen, sondern stampft lieber auf den paar Pelztier-Farmern rum, und verschlimmbessert so das Problem nach grünbrauner Manier. Als nächstes kommt dann das Fleisch dran. Das Zitat aus dem Artikel: >> Zentraler Grundsatz des Tierschutzgesetzes für alle Bereiche der Tierhaltung ist: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Da ein Pelzmantel kein elementares Grundbedürfnis ist, besteht auch kein Grund zum Halten und Töten von Tieren zur Pelzgewinnung. In Deutschland ist die Anzahl der Pelztierfarmen schon seit Jahren zurückgegangen. Es bestehen derzeit noch neun Betriebe. << lässt sich wunderbar übertragen, und die passenden Lügen zur Begründung findet man bei Grünen, Greenpeace, BUND, NPD und WHES, und nicht zuletzt im WBA-Gutachten - wo die Entwicklung der Landwirtschaft sogar als Fehlentwicklung bezeichnet wird.

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  5. von irmgard · 5.
    Wenn die Stimmungsmache gegen die Landwirtschaft so weiter geht ,

    lesen wir irgendwann den gleichen Text , statt Pelz , Fleisch .

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