Plakataktion für Finanzierung der Initiative Tierwohl ausgeweitet

Nur jeder zweite Landwirt, der an der Initiative teilnehmen will, kann aufgrund der zur Verfügung stehenden Mittel berücksichtigt werden. Alle teilnahmewilligen Tierhalter hatten aber zuvor mit großem Aufwand Umbaumaßnahmen durchgeführt und bleiben nun auf den Kosten sitzten.

In Münster etwa sind nur drei Betriebe zur Teilnahme an der Initiative Tierwohl angenommen worden, obwohl sich 14 darum beworben hatten. Mit einer Plakatkampagne (Motive siehe Bilderstrecke) laden jetzt die Münsteraner Landwirte noch abseits stehende Lebensmittelhändler und Systemgastronomen zur Teilnahme an der Initiative Tierwohl ein.

„Unser Ziel ist es, die Beteiligung an der Initiative Tierwohl so groß wie möglich zu machen. Unternehmen wie McDonalds, Burger King, Ikea oder Klaas + Kock laden wir ein, sich der Initiative anzuschließen“ erklärt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, zum Start der Aktion.

„Hallo K+K, gibt's außer 100 Gramm extra Aufschnitt auch Tierwohl dazu ... und warum macht ihr noch nicht mit?“, „Hi McDonalds, gibt es euren Bacon auch mit extra Tierwohl ... und warum macht ihr noch nicht mit?“ und „Hey Burger King, wann gibt’s die Probierwoche mit mehr Tierwohl… und warum macht ihr noch nicht mit?“ steht auf den großformatigen Plakaten, die die Landwirte in Münster im Umfeld der Unternehmens-Filialen am Schiffahrter Damm, an der Steinfurter Straße und auf Höhe der Münsterstraße in Wolbeck aufgestellt haben.
 
Die Plakate sollen als Einladung zum Dialog verstanden werden. „Wir möchten das Bewusstsein schärfen, dass mehr Tierwohl nur gemeinsam zu erreichen ist und jeder seinen Anteil daran hat. Wir Bauern sind bereit, unseren Teil zu leisten“, sagt Susanne Schulze Bockeloh. „Wir haben nichts zu verbergen, laden immer wieder Besucher auf unsere Betriebe. Und wenn es etwas schwieriger und aufwendiger ist, die Ställe von Schweinen oder Geflügel zu betreten, dann hat dies mit vorbeugender Hygiene zu tun und nichts mit Abschottung.“

Dr. Bernhard Schlindwein, Agrarreferent im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, macht deutlich: „Es hat sich gezeigt, dass gut ausgestattete und gut geführte Ställe mit hohen Standards die Tiergesundheit und damit gesunde Lebensmittel sichern.“

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von 2234084 · 1.

    Tierwohl ist leider nur ein Marketing-Gag des LEH....nicht mehr und nicht weniger.

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  2. von timojuergens · 2.

    Mal an die Tierwohl-Kritiker gefragt: Wie bitte wollt ihr denn auf die Kritik von Außerhalb der LW reagieren? Denen einfach erklären das alle im Raum stehenden Forderungen nicht umsetzbar sind, weil überflüssig/nicht finanzierbar?? Gibt es da irgendeinen Ansatzpunkt? Einfach einen fairen Preis einzufordern hat ja bislang nicht so wirklich geklappt... Einige Punkte der ITW werden sicher irgendwann zum Standard werden und nicht mehr honoriert werden, das wird aber auch wohl ohne die ITW passieren.

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  3. von berndlohse · 3.
    Tierwohl-Verarschung !

    Was nützen ein paar ct Tierwohl "Bonus", wenn sie am Schlachtband schon abgezogen wurden. Die Initiative wird sich in Luft auflösen. . . . und anschließend kommt Harbeck und macht diese Vorgaben zum Standard - ohne Ausgleich versteht sich !

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  4. von benderbinsi · 4.
    Tierwohl juckt keinen Schwanz!!!

    Billig muss es sein!!

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  5. von koch-123 · 5.
    Träumereien

    Wer glaubt mit der Initiative Tierwohl die Bevölkerung zu erreichen glaubt auch an den Osterhasen . Über 90% der Bürger kümmert das gar nicht , den Rest überzeugen wir nie , es sind Vegetarier oder Biokunden . Die Menschen sind nur noch genervt von den ganzen Labels ( QS , Tierwohl , Tierschutz ,Gutfleisch , bzw. demeter ,Neuland , Bio , Öko ) . Keiner blickt mehr durch , dann gibt es noch Produzenten die die Anforderungen umgehen und konvt. Ware teurer im Qalitätssegment verkaufen . Der Kunde wendet sich ab und kauft günstig . Die ganze Show bringt nichts weil wir die die uns beseitigen wollen niemals zufrieden stellen können (siehe SPD -Novelle / Tierschutzgesetz ) . In spätestens 5 Jahren implodiert Tierwohl , Kosten und Kontrollen bleiben - welch ein grosser Wurf .

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  6. von ramsdorf · 6.
    Ne die treten nicht auf wie eine Rumänische Betteltruppe

    das macht der BDM schon gut mit den Grünen und den Verbündeten der NGOs. Die Plakataktion zeigt scheinbar in der Bevölkerung Wirkung man redet darüber und die Leute fragen nach, das ist gut so!

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  7. von timojuergens · 7.
    Weiter so!

    Gute Aktion, die Landwirtschaft ist momentan viel zu oft dabei sich zu erklären und Forderungen Dritter zurückzuweisen. Hier gehen wir mal in die Offensive und stellen Forderungen und das auf einer mMn starken, glaubwürdigen Grundlage, da bereits Vorleistungen erbracht wurden!

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  8. von frada · 8.
    Eine Klasse Aktion!

    Hoffentlich wird die Aktion zu Ferienbeginn noch ausgeweitet, damit die Bevölkerung mitbekommt das die Tierhalter gerne bereit sind mehr Tierwohl zuliefern!

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  9. von Erwin.Schneiderbauer · 9.
    Auftreten wie eine Rumänische Betteltruppe!!

    Wendet euch an den BV, der hat euch diesen Scheiss eingebrockt. Und nebenbei jammern über zu viel Bürokratie.............. man o man ist das ein verlogener Haufen.

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