Polizei untersagt Treckerfahrt zur Schule

Symbolbild: Den Traktor für den Schulweg zu nutzen ist nicht erlaubt.
Bild: Höner

Vergangene Woche kontrollierte die Polizei in Cloppenburg einen 17-jährigen Treckerfahrer aus Essen, der auf dem Weg zur Schule war.Trotz passendem Führerschein zog die Polizei den jungen Mann aus dem Verkehr.

Weil ein 17-jähriger mit seinem Trecker die Haltelinie vor einer roten Ampel überfahren hatte, wurde er von der Polizei kontrolliert. Der junge Mann war gegen 8 Uhr auf dem Weg zur Schule, wie die Beamten der Münsterländischen Zeitung am Montag bestätigten. Bei der Überprüfung stellten die Polizei fest, dass die Fahrerlaubnis „Klasse T“ nur für einen land- oder forstwirtschaftlichen Zweck gelte. Diesen konnten die Polizisten auf dem Schulweg aber nicht erkennen. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Zudem wurde dem Essener die Weiterfahrt untersagt.


Mit einem Traktorführerschein (KLASSE T) können Sie folgende Fahrzeugtypen fahren:

  • Zugmaschinen, die aufgrund ihrer Bauart eine Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 60 km/h erreichen können

  • Selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Futtermischwagen – diese dürfen jedoch, bedingt durch ihre Bauart, keine höhere Geschwindigkeit als 40 km/h erreichen

  • Außerdem müssen Sie für Landwirtschaft oder Forstwirtschaft konstruiert sein und dürfen auch nur zu diesem Zweck benutzt werden.

  • Anhänger dürfen angekoppelt werden.

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23 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Andreas Schäfer · 1.
    Unfähige Provinzdepjutis ......

    Hier einen auf Dick machen , aber ganze Stadtviertel werden nicht mehr angefahren weil ihnen der Kackbolzen in der Hose steckt aus Angst vor vor Unseren Kulturbereicheren

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  2. von Wolfgang Schuchard · 2.

    Auch wenn der Artikel nichts über den verwendeten Traktor aussagt, und der vielleicht deutlich kleiner war, als der von dem Symbolbild zu dem Artikel, halte ich das nicht für ein geeignetes Fahrzeug für den Schulweg. Wenn ich aber auf dem Weg vom Acker eh´ schon fast an der Schule vorbei müsste, hätte ich andererseits keinen Skrupel, mein Kind oder Enkelkind von dort aus mit heim zu nehmen, und das Auto stattdessen in der Garage stehen lassen. Das wäre dann wohl auch für die Umwelt besser so. Genauso halte ich auch mal am Supermarkt und fahr danach nicht extra 30 km mit dem Auto, wenn ich mit Traktor eh fast schon neben dran bin. Es ist schon ein paar Jahre her, aber es gab es bei uns etliche Leute, die noch nie ein Auto besaßen und schon immer alle Erledigungen, die für das Fahrrad zu weit waren, mit dem Traktor machten. Egal ob betrieblich bedingt oder nicht. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.

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  3. von Wolfgang Schuchard · 3.

    Das Vorschriften-Chaos geht noch weiter. Wenn Sie einer landwirtschaftlichen Maschinen-Gemeinschaft angehören, die Ihre Zuckerrüben mit LKWs in die Zuckerfabrik fährt, reicht für die Fahrer der CE-Schein aus. Nach meinem Wissenstand muss nicht einmal eine Fahrerkarte (früher Tachoscheibe) für die landwirtschaftlichen Fahrten verwendet werden. Lenkzeiten sind somit fast "wurscht" (Bei einem Unfall wird natürlich ermittelt, was der Fahrer zuvor gemacht hat, und ob er möglicherweise übermüdet war). Fährt die gleiche Gemeinschaft aber die Rüben eines der wenigen "Rebellen", die sich weigern, der Gemeinschaft beizutreten, brauchen die eingesetzten Fahrer Fahrerkarten, sie müssen die regelmäßigen Qualifizierungen als Berufskraftfahrer nachweisen, die Gemeinschaft braucht einen Disponenten, ... . Der Mehraufwand geht so weit, dass die Lademaus die Rüben dieser Kollegen nicht in der Runde mit denen der Mitglieder der Gemeinschaft verladen kann, sondern eine extra Runde über mehrere Regierungsbezirke gefahren wird, um die Rübenhaufen der paar Nichtmitglieder gewerblich abzugrasen. Biogas-Betriebe können sicherlich auch ein Lied davon singen, welche Kleinigkeiten oft darüber entscheiden, ob eine Fahrt "landwirtschaftlich" oder "gewerblich" ist.

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  4. von Manfred Schumacher · 4.

    An die, welche hier lautstark lamentieren: Es ist keine benachteiligung des armen Schülers, sondern eine Bevorzugung gegenüber der restlichen Bevölkerung daß er überhaubt den Traktor fahren darf. Dieses Privileg ist an bestimmte Regeln gebunden und der junge Mann hat gegen diese Regeln Verstoßen. Also gibts was auf die Mütze, so ist das halt in einem Rechtsstaat. Man sollte sich im klaren sein, daß die Landwirtschaft im Bezug auf Führerschein, Fahrzeugrecht, Fahrzeitenverordnung, Güterkraftverkehrsverordnung etc. erhebliche Privilegien hat. Wer diese Privilegien mißbraucht, gefärdet sie!

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  5. von Reiner Matthes · 5.
    irrsinnige Bürokratie - wem hilfts ?

    weiteres Beispiel: meine Tochter machte mit 16 Jahren den T und mit 18 Jahren den PKW-Schein. Anschließend wollte sie noch den "Anhänger-Schein" machen. Will sagen: Sie durfte zwar 40 to mit 60 km/h fahren, aber keinen Hänger am PKW. Will sagen: Dieser ganze Bürokratie- Schwachsinn hilft nur denjenigen (Bürokraten) , die unser Bestes (Euro) wollen.

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  6. von Josef Holz · 6.
    dieser staat...

    hamburg wird auf den kopf gestellt während des g17-gipfels, flüchtlinge brauchen sich keiner röntgenuntersuchung zu unterziehen, die ihr alter ungefähr bestimmen kann, was wegen des weggeworfenen passes leider nicht möglich ist. in rheinland-pfalz klagt sich ein dealer frei der mit einem kilo drogen erwischt wurde, weil der prozessbeginn verschleppt wurde, aber einen bauernsohn, der mit dem traktor in die schule fährt, den nimmt man hoch. soll die polizei doch mal diejenigen holen, die garnicht zur schule gehen. ARMES DEUTSCHLAND

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  7. von Axel Kalkreuter · 7.
    Tankquittung

    Hauptsache es wurde nicht auch noch steuervergünstigter Diesel genutzt! Jeder der mit seinem Schlepper meint den Abschleppdienst ersetzen zu müssen sollte sich der Gefahr der Steuerhinterziehung bewusst sein, spätestens wenn er sich die Leistung entlohnen lässt. Wir sollten die paar Privilegien die wir noch haben sorgsam schützen!

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  8. von Gerhard Seeger · 8.
    @Frank Herrmann,...

    ,... wenn die Polizei Cloppenburg sich ihre zwei Kneifzangen abholt gebe ich denen noch eine für Sie mit. Spass vorbei.

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  9. von Thomas Egolf · 9.
    Da fällt mir folgendes Zitat vom tschechischen Präsidenten Milos Zeman ein:

    "Falls Sie in einem Land leben, in den Sie für das Fischen ohne Angelschein bestraft werden, jedoch nicht für illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepaß, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.“

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  10. von Michael Behrens · 10.
    @Frank Herrmann

    Ja es gibt Regeln! Kommt aber immer darauf an wie Sie ausgelegt werden? Ausgehend davon, dass es sich um einen Sohn eines landwirtschaftlichen Betriebes handelt, hätte schon ein Bezug zur Landwirtschaft gesehen werden können? Wenn man es denn will? Sicherlich handelt es sich um ein Privileg, das sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden! Wird es durch die fahrt zur Schule? Vllt sogar eine landwirtschaftliche? Der Fahrer hat nur die Haltelinie überfahren! Nicht den kreuzenden Verkehr! Kommen wir nochmal zu den Regeln, darf ein Lehrling von einem Landmaschinen Händler mit der Klasse T einen Schlepper von einer Filiale zu einer anderen Filiale überführen? Wer darf überhaupt einen T Schein machen, sprich landwirtschaftlicher Hintergrund? Hier brauch man mittlerweile einen Führerschein für Drohnen! In den USA reichen gültige Personal Papiere für halbautomatische Waffen!

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  11. von Frank Herrmann · 11.
    Es gibt nunmal Regeln...

    ...und an die hat sich jeder zu halten. Im Strassenverkehr, im Steuerrecht usw. Auch an Regeln, die es erlauben mit landwirtschaftlichen Maschinen zu fahren, gelten für alle. Dagegen wurde verstoßen. Nebst dem Nichtbeachten der Roten Ampel. Von daher haben die Polizisten alles richtig gemacht. Würde da ein Kind an der Ampel gefährdet worden sein oder schlimmer, wäre das Echo hier sicherlich ganz anders. Auch wer hier so seine Problem mit dem Steuerrecht oder den Führerscheinklassen hat, engagiere sich doch, um dies zu ändern!

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  12. von Michael Behrens · 12.
    Sturm/Flut/Schnee/Feuer!!!

    Dieses Vorgehen macht einen Fassungslos!!! Wenn dann bei der nächsten Flut Sandsacke transprtiert werden müssen, Erdwälle aufgeschoben werden müssen, bei nächsten Sturm Bäume und sonstiges beseitigt werden muß, beim nächsten Schneechaos stecken gebliebene Autos geborgen und Straßen geräumt werden müssen, beim nächsten Busch/Moor/Waldbrand Löschwasser in unwegsames Gelände muß, ja dann sollen wir untätig bleiben??? Weil der landwirtschaftliche Zweck fehlt??? Ich hab letztens einen LKW raus gezogen, hätte ich wohl auch nicht dürfen? Ich hab zwar die Fahrerlaubnis der alten Klasse 2, aber der eingesetzte Trecker hat eine grüne Nr.!!! Das vorgehen der Polizisten liegt doch am allgemeinen Shitstorm auf die Landwirtschaft. Eine Verwahrnung wegen der haltelinie hätte doch wohl vollkommen gereicht!!! Armes Deutschland!!!

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  13. von Michael Wittmann · 13.
    Wie hoch wird hier die Strafe?

    Hier würde mich schon mal interessieren, wie dieser Fall weitergeht. Alle paar Jahre ändert sich das Führerscheinrecht in Bezug auf die Landwirtschaft. Keiner blickt mehr durch.... Es freuen sich nur die Fahrschulen .... L, T, CE,....Reine Geldmacherei das alles. z.B. Wenn man den Führerschein T macht, wird man mit zugelassenen Hänger geprüft. Macht man danach dann mit 18 den Pkw-Führerschein, muss trotzdem nochmal zusätzlich der BE für größere Auto-Anhänger gemacht werden. Wie kann man sich sowas ausdenken? Wer mit dem Schlepper Hänger fahren kann, wird es doch auch mit einem Pkw können

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  14. von Gerd Uken · 14.
    so weit so gut

    Es handelt sich um fahren ohne Fahrerlaubnis und der Halter ist auch noch mit dran Strafmaß bis zu 180 Tagessätzen. Es müsste dringend was geändert werden alleine schon wegen Brauchtum. Selbst wenn man den Schlepper mit schwarzer Nummer fährt dann darf man m. Wissens nicht mal einen Hänger mit grünem Kennzeichen dahinter hängen

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  15. von Armin Brader · 15.

    Mit den Regelungen zum T-Führerschein verletzt meiner Meinung nach der Staat grob fahrlässig seine Fürsorgepflicht seiner Bürger gegenüber, eine Führerscheinklasse sagt darüber aus welche Fahrzeugklasse ich fahren darf und Ausgebildet bin sie zu beherschen und nicht der Zweck der fahrt. Es ist inzwischen nicht mehr so klar zu unterscheiden zwischen gewerblich und landwirtschaftlichen Zweck das spielt beim führen eines Fahrzeuges aber keine rolle, entweder darf ich ein Fahrzeug fahren oder nicht. Aber Rechtstaat war gestern!

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  16. von Hans Merk · 16.
    Ist halt doch einfacher einen Bauernbub aufzuhalten

    als linke autonome Krawallmacher in Hamburg oder messerstechende weil traumatisierte Migranten!

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  17. von Wilhelm Gebken · 17.
    Die schulische Ausbildung ist Voraussetzung für die landwirtschaftliche Tätigkeit

    Wenn der junge Mann nicht Lesen kann, kann er auch nicht die Bedingungen für den Führerschein T kennen und auch nicht die steuerrechtlichen Voraussetzungen für das grüne Kennzeichen. Es ist somit unerheblich , ob er mit dem Traktor zu einer Veranstaltung der Landwirtschaftskammer zum Düngerecht fährt oder ob er zur Schule fährt um zunächst den mathematischen Dreisatz zu lernen, damit er dem Vortrag zur DüngeVO folgen kann. Fazit: Bei der Fahrt handelt es sich also definitiv um eine landwirtschaftliche Tätigkeit.

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  18. von Wolfgang Reiner · 18.
    Nicht für jeden Schlepper

    braucht man die Klasse T. Bis 40 kmh reicht auch die Klasse L. Die Klasse T beinhaltet auch L. Diese beschränkt sich nicht auf die Landwirtschaft.

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  19. von Johannes Wessela · 19.
    An Lars Henken

    Zusätzlich zur Führerscheinklasse CE entfällt die Steuerbefreiung, also wird ein schwarzes Kennzeichen benötigt.

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  20. von Jens Geveke · 20.
    ...Das Thema ist noch größer...

    Da gab es doch letztes Jahr eine Initiative, den Zweck der T-Klasse zu erweitern. Das Thema ist nämlich noch etwas größer: Jede Oldtimer-Fahrt mit einem Schlepper aus den 70er, die nicht dem landschwirtschaftlichen Zweck dient, der mehr wie 2,8t wiegt ist dann auch mit Auto-Führerschein eine Fahrt ohne Fahrerlaubnis. Und um das Dorfleben zu fördern, bzw. Ernteumzüge/Erntefeste/Historische Vorführungen oder einfach mal den Spass am Restaurieren und Erhalten bei Jugendlichen zu fördern, sollte man den Zweck der T-Klasse erweitern und und das Dorfleben nicht vom Juristen bestimmen lassen... Aber die Initiative ist letztes Jahr gescheitert.

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  21. von Lars Henken · 21.
    Nur für landwirtschaftliche Zwecke?

    Habe ich das jetzt richtig verstanden, so lange ich aus einem landwirtschaftlichen Grund unterwegs bin, reicht T ansonsten brauche ich CE oder darf ich landwirtschaftliche Maschinen dann gar nicht einsetzen? Angenommen ich möchte meinen Hof Pflastern und hole mit dem Traktor einen Anhänger Sand, dann dient diese Arbeit dem landwirtschaftlichen Betrieb und Führerschein T reicht aus. Will mein Nachbar seinen Hof pflastern und fragte mich, ob ich ihm einen Anhänger Sand im Rahmen der Nachbarschaftshilfe einen Anhänger Sand hohle, so brauche ich CE insofern der Nachbar kein Landwirt ist? Die nächste Frage ist dann ja auch die Steuerbefreiung. Wäre der Junge jetzt zur landwirtschaftlichen Berufsschule gefahren, hätte er wieder nur T gebraucht, dann wäre es ja ein landwirtschaftliche Zweck gewesen?

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  22. von Gerhard Seeger · 22.
    Auf dem Teppich bleiben ...

    Womöglich ist das Mopet des Schülers nicht angesprungen und um in die Schule zu kommen hat er den Schlepper genommen, das wird er aber nicht jeden Tag tun. Statt den Schüler anzuzeigen hätten sich die Beamten auch über seine Verantwortung zur Schulpflicht freuen und es bei einer Ermahnung belassen können. Bei allem gebührenden Respekt für unsere Polizisten, die machen auch nicht immer einen angenehmen Job, bin ich bereit der Polizei Cloppenburg für die beiden Beamten zwei Kneifzangen zu stiften mit denen sie sich ihre Hosen anziehen können.

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  23. von Gerd Schuette · 23.
    Die Absicht wird bewertet...

    Er sagt die Wahrheit und bekommt eine Anzeige. Sagt er, daß er eine ldw Maschine abholen will dann darf er weiter fahren?

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