Polizei zeigt Bauern wegen Sonntagsarbeit an

Traktor im Dorf Traktor im Dorf (Foto zeigt nicht geschilderten Fall)
Bild: Polizei

Insgesamt drei Landwirte aus dem Gemeindebereich von Altmannstein (Kreis Eichstätt) wurden am Sonntag von der zuständigen Polizeiinspektion Beilngries angezeigt, weil sie auf ihren Äckern tätig waren. „Unter gewissen Umständen ist dies zwar erlaubt, unterliegt aber strengen Regularien“, erklärt ein Polizei-Sprecher, führt aber zugleich aus: „Bei keinem der Landwirte lagen die entsprechende Voraussetzungen vor.“ Alle von ihnen ausgeführten Arbeiten seien aufschiebbar gewesen und hätten an einem Werktag verrichtet werden können, meldet das Portal pfaffenhofen-today.de.

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23 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Christop Bommes · 1.
    Musterland Bayern?

    Von der Landesregierung bis ins hinterste Hintertupfingen - Realitätsverlust pur! Von wegen Bundesland Nr. 1! Die Schieflage dort bekommt auch kein KULAP wieder hin....Bayern bleibt das Schlusslicht in der Landwirtschaft.

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  2. von Peter Gastegger · 2.
    Lassen wir uns alles gefallen?

    Ob es notwendig ist oder nicht kann nur der Landwirt selbst wissen. Nicht gefallen lassen, weiter arbeiten. Sonst wird das einmal ein Problem für uns. Was ist mit anderen Berufen wie z.B. Wirt, Polizei Pfarrer und Ärzte, solle die am Wochenende arbeiten dürfen? Macht Euch nicht lächerlich. Was ist wenn eine 38 Stunden Woche für Landwirte kommt, ist das auch richtig? Wollt ihr wirklich den Kommunismus?

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  3. von Hans-Gerd Stevens · 3.

    von Hans-Gerd Stevens Ich weiss ja Nicht was die drei landwirte dort gemacht haben das es zur Anzeige gekommen ist. Aber auch ich stelle immer wieder fest so auch dieses Jahr das in unserem Dorf sonntags Gülle oder Substrat gefahren und mit der Feldspritze Pflanzenschutz maßnahmen durchgeführt wurden. Das sind dann oft Betriebe die um jeden Preis zupachten und die dann von den anstehenden Frühjahrsarbeiten,und das zieht sich dann bis zum Herbst hin,überlastet sind.Wir haben als Landwirte in der Öffentlichkeit,durch was auch immer mit einem schlechten Ruf zu kämpfen,und den müssen wir uns selber nicht noch verschlimmern. In dem von mir geschilderten Fall fand es in Ortsausgangslage und an dem Sonntag statt wo auch noch im Ort und umliegende Orte Konfirmation und Kommunionen der Kirchen waren. Gehts noch?

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  4. von Joachim Löber · 4.
    Sonntagsarbeit

    Ich bin sprachlos wie die Sonntagsarbeit in den Kommentaren verteidigt wird. Warum machen wir uns zu Sklaven, frisches Gemüse kann es auch erst ab Dienstag geben. Wir Bauern setzen unsere eigene Lebensqualität aufs Spiel! "Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage" Und das macht etwas mit unsere Psyche.

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  5. von Werner Danzeisen · 5.
    Sontagsarbeit

    ist "nur für unaufschiebbare Erntearbeiten" erlaubt, und das schon sehr lange!!. Das sagt mir, der Spargel- und Erdbeeranbauer darf seine "Erntesklaven" bei "jedem Wetter" auch Sonntags arbeiten lassen, damit im LEH immer alles verfügbar ist. Der Auto, Motorrad und Flugsportler darf ja auch Sonntags (ungestraft) seinen "Lärm" raushauen. Der Landwirt, der seinen Beruf "zum Hobby" gemacht hat, sei es aus Geldmangel in den Nebenerwerb gegangen, oder erfolgreich aus "Leidenschaft" am Arbeiten soll dann die Sonntagsruhe stören?????????? Natürlich darf man schon auch die "Sonntagsruhe", dort wo die Leute wohnen und sich von Ihrer Arbeit erholen, achten!!!!!!!!! Da muss vielleicht nicht gerade nachts oder am Sonntag daneben gearbeitet werden.

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  6. von Alexander Kirchherr · 6.
    Wir sind alle zu satt

    Leider gibt der Artikel keine Details darüber preis, was die Landwirte für Arbeiten verrichtet haben. Bei mir im Büro hängt jedoch ein großer Spruch an der Wand, welcher diesen Artikel treffend kommentiert: "Jeder Mensch hat Probleme! Nur: Der Satte hat Tausend, der Hungernde nur Eines!"

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  7. von Hans Nagl · 7.
    Sonntag?

    Es gibt auch ein Sonntagsfahrverbot für LKW und es ist auch gut so. Wann ist genug wirklich genug ? Oder hat dann der Tag dann 25 Stunden ?

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  8. von Karlheinz Gruber · 8.
    vergessen zu fragen

    Wenn Sonntagsarbeit verboten ist, wie ist es dann mit den Unternehmern im Büro, die noch Kalkulationen machen, Dem Banker, der in der Zeitung die Börsenwerte liest, usw. Sonntagsarbeit nur für den Bauern verboten, weil der draußen in der Natur arbeitet? Sichtbar und Störend für die Bevölkerung. Oder werden jetzt alle Büros dann auch noch auf illegale Sonntagsarbeiter in allen Branchen gefilzt. Wäre doch mal ein Ansatz. Auch Politiker sind am Sonntag unterwegs und halten "Geistreiche Reden". Die könnte man auch gleich mit dazu verbieten, oder per Anruf bei der Polizei unterbinden. Das wäre doch mal eine Bereicherung.... WIESO STELLEN WIR NICHT TAFELN AUF AUF DENEN STEHT: " ICH ARBEITE AUCH AM SONNTAG; DAMIT SIE AM MONTAG NOCH FRISCHES ESSEN AUF DEM TISCH HABEN?" AUCH ICH WÄRE LIEBER JETZT BEI MEINER FAMILIE!!! Wäre eine Möglichkeit; vielleicht etwas in der Bevölkerung wachzurütteln

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  9. von Karlheinz Gruber · 9.
    Die Bauern haben es selber in der Hand

    Einfach den Kommunen kein Bauland mehr zu verkaufen, und gut ist es mit den Gscheidhaferln. Ich will mir hier nichts anmaßen, aber das Gesetzt gibt es wirklich und schon lange. Aber es wurde bisher nur nicht aus der Schublade geholt. Aber anscheinend jetzt auf einmal. Die Frage ist, haben die Landwirte direkt an den Wohngebieten gearbeitet (enormes Konfliktpotenzial) oder in der freien Gegend. Ich denke jedoch, daß es fast keinen Bauern gibt, der Sonnstags freiwillig auch noch voll mallocht und sich nicht mal einen Tag frei nimmt. Da aber die Wetterberichte zum schönen Teil nur dahingehend stimmen, daß immer die Sonne scheint (egal wie viele Wolken davor sind), ist bei der Aussaat jeder Landwirt froh, wenn diese gemacht wurde und die Grundsteine für ein erfolgreiches Ernten gelegt worden sind. Wie gesagt, dem Wetterbericht voll zu trauen ist eine Sache, Baugrundstücke für seine "neuen Freunde" zu verkaufen eine ganz andere. Und diese Sache mit der Sonntagsarbeit wird noch schlimmer werden. Das Gesetz ist da, und jetzt wird es umgesetzt....!!

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  10. von Michael Wittmann · 10.
    Bauernverband

    Was sagt da eigentlich unsere Vertretung - der Bauernverband - dazu?

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  11. von Hans Merk · 11.
    Wenn unser "zukünftigzurwahlstehender" Herr Ministerpräsident

    keine anderen Aufgaben für seine Polizei hat soll er die Firma auflösen und sparen. Ist halt doch einfacher Bauern zu drangsalieren als in Hamburg oder Kreuzberg für Ordnung zu sorgen. Auf dem Dorf fühlen sich unsere Blaumänner verständlicherweise stark. Anders als in NogoÄreas in den Innenstädten welche der Libanesenclan beherrscht. Meine Hoch äh Verachtung für soviel Tapferkeit.

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  12. von Harald Finzel · 12.
    Lasst mal die Kirche im Dorf...

    Das Feiertagsgesetz in Bayern gibt der Polizei grundsätzlich recht, zumal es schwer sein dürfte, im April "unauafschiebbare" Feldarbeiten zu finden - insbesondere bei der aktuellen Wetterlage (die auch schon am letzten Wochenende angekündigt war). Und solange nicht angegeben ist, ob die Bauern ihrer Tätigkeit irgendwo in der tiefsten Pampa nachgingen, wo niemand belästigt wurde, oder direkt am Ortsrand die Anwohner in welcher Weise und aus welchem Grund auch immer in deren Sonntagsruhe gestört haben, sehe ich keine Berechtigung, am Sachverstand der Polizei zu zweifeln.

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  13. von Dittrich Thomas · 13.

    Bodenbearbeitung und Aussaat müssen nicht am sonntag sein ,

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  14. von Fritz Sassenscheid · 14.
    von Fritz Sassenscheidt Senjor Polizei zeigt Bauern wegen Sonntagsarbeit an

    Das passt doch genau ins Bild unserer Gesellschaft jeder Laie kann beurteilen wie Landwirtschaft betrieben werden muss.Anstatt dagegen Vorzugehen ergeht sich der Bauernverband in Leisetreterei .Durch Arbeitsüberlastung getrieben arbeiten die Bauern Sonntags Sie würden ihn auch lieber in Muße genießen. Alle Abläufe gläsern zu machen ist der falsche Weg.Keine Andere Branche legt ihre Produktionsabläufe offen. Ganz im Gegenteil Mitarbeiter werden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Es ist doch gewollt durch immer mehr Auflagen und den erzeugten Kostendruck die Existenz der kleineren Betriebe zu Vernichten und als Hohn vorzuhalten die Produktionstechnik nicht zu beherrschen und als Versager abzustempeln. Wobei die Geförderten ohne Eigene Meinung aber mit dem Glück gerade ins Förderungsraster zu passen mit dem Bauernverband in ein Horn Stoßen ohne sich bewusst zu sein beim nächsten Wachstumsschritt selber auf der Strecke zu bleiben und mit ihren Schulden Untergehn genau wie die von Ihnen Selbst betitelten Versager. Das wirkliche Ziel dieser Politik ist doch andere Betriebsformen zu schaffen Durch die Methanhysterie geschlossene Ställe mit Abluftreinigungsanlagen dieses kann nur eine Konzerrnlandwirtschaft leisten große Ställe eigenem Tierarzt und die Heute so gelobte Einsicht in alle Abläufe bleibt Außen vor wie auch in anderen Bereichen D D R Nummer 2.

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  15. von Hans-Hermann Nohring · 15.
    Ernteschutzgesetz

    Bei uns in Franken gilt das Ernteschutzgesetz von 1846. Dem Markgrafen von Ansbach war die Ernte und die Versorgung der Menschen wichtiger als das Beten.

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  16. von Johann März · 16.

    und das auch noch in Bayern!?

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  17. von Kurt Brauchle · 17.

    Polizei naja.... Aber wer im April schon so eingespannt ist, dem hauts irgendwann den Vogel raus.

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  18. von Hans Nagl · 18.
    Frage ??

    Welche unaufschiebbare Arbeit gibt es im April ? Ist es für das Image der Bauern gut Sonntags zu Arbeiten ?

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  19. von Gerhard Seeger · 19.
    Haben die Polizisten...

    ... etwa auch an einem Sonntag gearbeitet, schließlich haben sie die Landwirte "ermittelt" und angezeigt. Diese Tätigkeiten waren mit Sicherheit "aufschiebbar". Leider zeigt dies wieder einmal überdeutlich; gibts ne Keilerei mit der Gefahr für die eigene Gesundheit oder anderes Unangenehmes hat leider niemand Dienst oder die zuständigen Beamten müssen erst noch ihren Dienstwagen betanken, kann man ein Strafmandat ausstellen sind alle vorne mit dabei. Ich hege größten Respekt für unsere Polizisten, für die hier zuständigen leider nicht. Ich habe jüngst der Polizei Cloppenbuirg zwei Kneifzangen angeboten mit denen sich die Streifenpolizisten, welche einen Bauernjungen der mit dem Schlepper auf dem Weg zur Schule war, angehalten haben, die Hosen anziehen können. Leider keine Reaktion. Ich würde diese daher auch gerne der Polizei Eichstätt zur Verfügung stellen. Bitte Anzahl, Adresse und ggf. Größe der Hosen angeben.

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  20. von Wilhelm Gebken · 20.
    Observationen von gefährlichen Personen werden an den Wochenden wegen Personalmangel eingestellt,

    während man offenbar genügend Zeit für solchen Unsinn übrig hat. Oder liegt das einfach nur daran, dass es ungefährlicher ist Bauern zu schikanieren anstatt IS-Gefährder zu beschatten?

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  21. von Henrik Plaas-Beisemann · 21.
    50 % aller Betriebe sind Nebenerwerbsbetriebe

    So kann man die natürlich auch platt machen. Macht das Schule, wäre das ein verheerendes Zeichen für die Agrarstruktur. Aber das Problem ist altbekannt, schon Jesus wurde von Pharisäern bei der Ernte behelligt.

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  22. von Oswald Steinle · 22.
    Ist das ein verspäteter Aprilscherz ?

    Seit wann entscheidet die Polizei welche landw. Arbeiten aufschiebar sind und welche nicht ? Ich empfehle den Landwirten die Polizei anzuzeigen ...

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  23. von Alexander Audrit · 23.

    Haben die sonst nix besseres zu tun? Diese Beamten gehören fristlos entlassen! Wie weit sind wir hier in Deutschland? Kein Landwirt arbeitet an einem Sonntag wenn es nicht notwendig ist und die Beurteilung ob aufschiebbar oder nicht sollt man doch den Landwirten überlassen. Das ist eine Bodenlose Frechheit.

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