Reserveantibiotika: Regierung lässt Grüne auflaufen

Die Grünen wollen das Thema Reserveantibiotika weiter befeuern und nach Schwachstellen suchen. Jetzt glauben sie, etwas gefunden zu haben. So gebe es für das Reserveantibiotika Carbapeneme keine Rückstandshöchstmengen.

Das ist nur logisch, antwortet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Denn Carbapeneme sind  bei Lebensmittel liefernden Tieren nicht erlaubt. "Nicht alle Reserveantibiotika sind für die Anwendung bei Tieren zugelassen", heißt es in der Antwort. Die Zuständigkeit für die Überwachung liege bei den Bundesländern. Der Stoff werde beim Menschen auch nur bei strenger Indikation eingesetzt, wenn Standardantibiotika keine Wirkung mehr zeigen.

Darüber hinaus sei der Bundesregierung kein einziger Fall bekannt, bei dem der illegale Einsatz von Carbapenemen bei Tieren nachgewiesen wurde. Zugelassen ist dagegen etwa Baytril.

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7 Leserkommentare Kommentieren

  1. von toddelg · 1.
    "Jetzt glauben sie, etwas gefunden zu haben."

    Ist wohl nicht so weit her mit dem Grünen Glauben. Gegen falschen Glauben hilft in der Regel Wissen.

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  2. von ramsdorf · 2.
    Und bei solchen Inkompetenten Leuten

    sucht der BDM immer noch sein Heil.

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  3. von goodman · 3.

    hier stellt sich eigentlich die Frage, wo hat Herr Dr. Hofreiter seine Doktorarbeit abgeschrieben oder gekauft?!

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  4. von paul-maier · 4.
    Wie es Grünen gelingt mit Ahnungslosigkeit Wählerstimmen zu gewinnen.

    Das zeigt sich besonders in diesem Fall und disqualifiziert damit auch den studierten Biologen Hofreiter gleich mit. Seine Promotion befasst sich ja auch mit einer exotischen Pflanze aus Südamerika. Aber zum Einsammeln von Wählerstimmen von allen möglichen Gutmenschen reichte das allemal aus. Was die Frage des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung betrifft erklärte der Hoftierarzt schon vor Jahrzehnten, dass er bestimmte Wirkstoffe bei Lebensmittel liefernden Tieren nicht einsetzen darf, jedoch bei den anderen sehr wohl. Deshalb stelle ich zum wiederholten Mal die Frage nach Übertragungsmöglichkeiten auf den Menschen. Wenn viele Hunde und Katzen mit Herrchen und Frauchen das Bett teilen stellt dies ein gewaltiges Risiko dar, wohingegen nie ein Bauer sich mit einem Schwein oder Kalb ins Bett legen würde.

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  5. von Slowfoot · 5.
    http://www.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Antibiotika.html

    als Beispiel, aber DIE Liste von Reserv.AB gibt es so nicht. Je nach Anwendung, kann auch ein Reserv.AB das erste Mittel der Wahl sein. Als Beispiel wird bei Grippewellen und dadurch resultierenden schweren Atemwegserkrankungen oft Clindamycin verschrieben. Ist auch völlig unproplematisch, da auch Reserv.AB entwickelt, produziert und verkauft werden müssen. Es sindimRegelfall keine Mittel, die in Tresoren auf den Ernstfall warten. Grundsätzlich gilt: "the more you use it, the quicker you lose it"-- "Reserveantibiotika sind keineswegs besser wirksam als Standardantibiotika. Häufig sind sie deutlich weniger wirksam oder mit mehr Nebenwirkungen behaftet (z.B. Vancomycin vs. Oxacillin). Daher ist bei sensiblen Erregern wichtig, bei Vorliegen der Antibiotika-Resistenzbestimmung die Therapie zu deeskalieren." http://flexikon.doccheck.com/de/Reserveantibiotikum

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  6. von Marlo · 6.
    Wie peinlich ist das denn?

    Hätte man sich als Experte der GAL nicht vorher erkundigen können?

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  7. von schlaumeier · 7.
    ???

    Also kann nun mal jemand Licht ins Dunkel bringen, welche Antibiotika sind den für Tiere und Menschen zugelassen und gelten als Reserveantibiotika? Gibt Unterschiede zwischen Nutz- und Haustieren beim Einsatzsperktrum und ist sicher gestellt, dass auch Haustiere in Zukunft keine Reserveantibiotika erhalten? Bei Baytril dachte ich immer, der Wirkstoff wäre ausschließlich für Tiere zugelassen oder gehört Baytril zu einer Wirkstoffgruppe, die man Menschen vorbehalten sollte? Experten nach vorn

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