Regionales liegt im Trend

Gemüse Gemüse
Bild: Archiv

Nach dem BMEL-Ernährungsreport 2016 legen etwas mehr als drei Viertel (76 Prozent) der 1.000 vom Forsa-Institut repräsentativ befragten Bundesbürger Wert darauf, dass Lebensmittel aus ihrer Region kommen. 61 Prozent achten auf Produktinformationen wie zum Beispiel die Angaben zu den Inhaltsstoffen oder zum Nährwert.

Für 58 Prozent ist es vor allem wichtig, dass die Produkte preiswert sind. Nur etwa ein Drittel aller Befragten bevorzugt Produkte bestimmter Marken (38 Prozent) bzw. orientiert sich an bestimmten Siegeln (33 Prozent). 28 Prozent probieren gerne neue Produkte aus, die sie in der Werbung kennengelernt haben.

Mit dem Alter ändern sich Einkaufsverhalten und Prioritäten: Je älter die Kunden werden, desto wichtiger wird, dass die Lebensmittel aus der Region kommen. Gleichzeitig achten die Verbraucherinnen und Verbraucher ab 30 Jahren beim Einkauf auch stärker auf Angaben auf Verpackungen, wie zum Beispiel Siegel, Inhaltsstoffe und Nährwert. Die jungen Erwachsenen bis 29 Jahre lassen sich beim Einkauf bevorzugt von Preis (68 Prozent) und Werbung (43 Prozent) leiten.

Mengenanteil der Discounter, Anteil 2015 in Deutschland in %

Grafik DBV-Situationsbericht 2016/17

Potentiale für Regionalität noch nicht ausgeschöpft

Bundesweit gibt es unzählige Marken, Qualitätszeichen und Siegel, die Regionalität betonen. Der Begriff „regional“ wird in der Bevölkerung allerdings unterschiedlich interpretiert, heißt es im DBV-Situationsbericht 2016/17. Unter Region verstehen Verbraucher nicht das Gleiche. Sie reicht von einem Umkreis von 10 bis 50 km, über das Bundesland bis hin zu Deutschland. Mit regionalen Lebensmitteln verbinden Verbraucher Geschmack und Qualität, aber auch Frische und Förderung der regionalen Wirtschaft.

Die meisten regionalen Produkte werden im Lebensmitteleinzelhandel gekauft. Eier, Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte sind die Top-Five der im Umland erzeugten Waren, auf die Verbraucher besonders gern zugreifen. Verschiedene Studien belegen, dass die Potentiale von Regionalität noch nicht ausgeschöpft sind.

Wachsende Bedeutung der Direktvermarktung frischer Lebensmittel

Insgesamt gaben deutsche Haushalte 2015 rund 63,1 Milliarden Euro für frische Lebensmittel wie für Obst, Gemüse, Kartoffeln, Eier, Fleisch, Geflügel, Fleischwaren/ Wurst, Brot/Backwaren, Milch/ Milchprodukte, Käse, Margarine, Speiseöl, Mehl und Zucker aus. Die landwirtschaftliche Direktvermarktung macht davon mit rund 2,8 Milliarden Euro einen Anteil von 4,4 Prozent aus. Der Umsatz aus der Direktvermarktung frischer Lebensmittel hat sich in den letzten Jahren tendenziell in etwa behauptet. Der Verkauf über das Internet bietet weitere Absatzpotentiale.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Georg Rensmann · 1.
    Zeitungen und Berater haben häufig

    daneben gelegen. Also ich kenne nur ganz wenige, denen es wichtig ist das es "REGIONAL" herkommt. Leute denkt dran, "Regional", wie groß ist der Durchmesser. Regional kann auch Europa sein, wenn wir die Erde betrachten. Außerdem leben wir in der EU !!!!!!! Regional zerstört auch die Zusammengehörigkeit in der EU, siehe Brexit.

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  2. von Wilhelm Bee · 2.
    Und 95%

    handeln/kaufen ausschließlich nach dem Preis! Alles andere ist lediglich Geschwurbel.

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