Report Mainz über die Müllentsorgung in Biogasanlagen

Am 20. Mai berichteten wir über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück bei niedersächsischen Biogasanlagenbetreibern. Sie sollen illegal Abfälle der niederländischen Firma Kamstra in ihren Anlagen entsorgt haben.

Nun hat sich das ARD-Magazin Report Mainz dem Thema gewidmet und kommt zu dem Schluss, dass die Anlagenbetreiber offenbar genau wussten, das ihnen Sondermüll geliefert wird. Ein Insider bestätigt, dass es hierbei um Millionenbeträge gehe.

Im Fall der Biogasanlage Werlte versucht die Staatsanwaltschaft Osnabrück nun, den Verantwortlichen den Verstoß nachzuweisen, was allerdings kaum möglich ist, da die Firmen sich die Lieferscheine selbst ausstellen. Die Osnabrücker gehen davon aus, dass Farb- und Ölschlämme in den Anlagen entsorgt und später mit den Gärresten auf die Felder gelangt sind.

TV-Beitrag

Hintergrund:
Illegale Müllentsorgung in Biogasanlagen? (20.5.2014)


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5 Leserkommentare Kommentieren

  1. von otten1212 · 1.
    Bitte bei der Wahrheit bleiben

    Bei dem furchtbaren Unfall in der Biogasanlage im Landkreis Rotenburg/Wümme ist von den regulär zu vergärenden Substrat in hoher Konzentration Schwefelwasserstoff freigesetzt worden. Dieses Gas ist hoch toxisch. Dieser Unfall ist extrem tragisch und hätte nie passieren dürfen. Aber der Unfall hat nichts, aber auch gar nichts mit illegaler Müllentsorgung zu tun.

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  2. von bernhardtv · 2.
    da zeigt sich wieder

    dass papier mehr als geduldig ist. und unsere gelehrten vertreten ja nur die eine weise - hauptsache das papier ist ordnungsgemäss beschriftet. also warum meckern wir? wir haben doch alle mitschuld an den miseren die dadurch erst entstehen. und solang man auf der seite der nutzniesser ist will man ja auch dass es so bleibt. anstatt sich hinzustellen und klar und deutlich stellung gegen solche mit verlaub schweinereien und korrupten machenschaften zu beziehen. wer die wahrheit sagt mus halt wegsaniert werden. weiter so...

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  3. von Franzi13 · 3.
    Pfarrer , Bauer und Lehrer waren früher angesehene Leute-

    Die ihren Beruf als Berufung verstanden wußten. Heute gieren sie allesamt nur noch nach dem Gelde. Dann kommt sowas halt raus. Tolle Unternehmer!!!!!!!

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  4. von revoluzzer · 4.
    An den Agrarverhinderungsminister

    auf jeden Fall gehören alle Flächen auf die etwas von diesen Sondermüll ausgebracht worden sein könnte , gesperrt. es darf bis zur entgültigen Klärung weder Aufwuchs in Biogasanlagen noch ins Futter geschweige in Nahrungsmittel kommen . Das ist Verbraucherschutz . Und das haben sogar unsere dunkelschwarzen bayerischen Erbregenten damals geschafft.

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  5. von revoluzzer · 5.
    is net so schlimm

    Hatten wir in Franken, genauer gesagt Landkreis Ansbach im Ort Reuth bei Neuendettelsau vor 10 Jahren auch schon. Ein gewisser Herr Peter Kraft hat damals jede Menge Giftstoffe und Sondermüll durch seine Minibiogasanlage geschleust und auf die Felder seiner Verpächter ausgebracht. Das Landratsamt hat geschlafen , der Bursche saß kurz in Knast, die Sanierung mit Erdaustausch haT der Freistaat und - wo was zu holen war - die Verpächter bezahlt. Die Umweltsau hat bis heute seinen Hof (das ist aktiver Täterschutz wie es das Gesetz will) obwohl dies eine der teuersten Umweltschäden in Bayern war. Im Ort stehen heute 2 oder 3 weitere Biogasanlagen , der Landkreis Ansbach hat die höchste Biogasanlagendichte überhaupt und ich freu mich über jeden gierigen Verpächter der mit so einer Scheiße auf die Nase fällt, zumal meines erachtens die Dunkelziffer in Punkto illegaler Abfallentsorgung in Biogasanlagen durch unfähige Kontrollbehörden, hilfswillige Gutachter und geduldiges Papier enorm höher ist. Aber drangsaliert ruhig weiter die kriminellen Tierhalter die ihre Tiere in Antibiotika baden um die Volksgesundheit zu ruinieren.

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