Biberschäden: SPD Bayern fordert besseren Schadenersatz für Grundbesitzer

Markus Rinderspacher Markus Rinderspacher
Bild: bayernspd-landtag.de

Die Zahl der Biber in Bayern hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, von rund 9.000 Stück im Jahr 2006 auf 20.000 (2016). Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher hervor.

Gleichzeitig steigt die Zahl der getöteten Biber kontinuierlich an, 2016 wurden bayernweit 1.435 Entnahmen durch die Behörden genehmigt.

„Der Biber genießt europaweit höchsten Schutz, Entnahmen dürfen nur in begründeten Fällen, beispielsweise zur Sicherung der Verkehrssicherheit, genehmigt werden und so muss es auch in Zukunft bleiben!“, stellt Rinderspacher klar. Der SPD-Fraktionschef distanziert sich von Forderungen bestimmter Gruppen, den Schutzstatus des Bibers abzusenken.

Rinderspacher fordert stattdessen eine Neugestaltung der Ausgleichszahlungen der Biberschäden, welche bislang nicht komplett durch die Staatsregierung übernommen werden. Die Ausgleichsquoten betrugen in den vergangenen Jahren zwischen 62 und 80 Prozent, die bereitgestellten Haushaltsmittel beliefen sich jährlich auf 450.000 Euro.

„Ohne einen praxistauglichen Ausgleich von Schäden wird die Akzeptanz immer weiter schwinden, hier muss endlich reagiert werden – mit Haushaltsmitteln und den Vorgaben zur Schadensregulierung!“, betont Rinderspacher. Er kündigte einen parlamentarischen Vorstoß an, die Mittel zu erhöhen und die Vorgaben zu vereinfachen.

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