Sarah Wiener: Ackerbau und Tierhaltung für Bienensterben verantwortlich

Sarah Wiener Sarah Wiener
Bild: www.sarahwiener.de

Die Deutsche Umwelthilfe und die Köchin und Imkerin Sarah Wiener fordern eine Abkehr von der intensiven Landwirtschaft. „Das Sterben der Bienen ist vor allem auf die intensive Landwirtschaft und die industrielle Tierhaltung zurückzuführen. Überdüngung, giftige Pestizide sowie Monokulturen nehmen den Bienen wichtige Lebensräume und Nahrungspflanzen und beeinträchtigen ihre Gesundheit“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

1990 habe es noch 1,1 Mio. Honigbienen-Völker in Deutschland gegeben. Heute sei die Zahl auf 700.000 geschrumpft. Auch die Hälfte der rund 560 Wildbienenarten sei stark bedroht. „Das Bienensterben betrifft nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch uns. Ohne die Leistung der Bestäuber werden Lebensmittel knapper und damit auch teurer“, so die Kritiker.

Sie laden daher die Presse zu einem Gespräch ein, um über die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft auf die biologische Vielfalt zu informieren. Anschließend möchten die Umwelthilfe und Sarah Wiener erklären, welche politischen Hebel in Bewegung gesetzt werden müssten, um die Bestäuber und die Lebensmittelvielfalt zu retten.

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16 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Kindl · 1.
    Gute Küche ohne Landwirtschaft?

    Dieser Kommentar einer unwissenden Grünen erschüttert doch niemanden. Ins Stammbuch geschrieben: Bleib hinter deinem Herd, und lass die Bauern in Ruhe!! Gibt sowieso bessere Köche als Sarah Wiener!!!!!

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  2. von Werner Hirsch · 2.
    Lebensmittel werden teurer?

    Durch BioLandbau wie Ihn Frau Wiener betreibt werden Lebensmittel für Konsumenten teurer. Das ist gut so. Wenn durch konventionelle Bauern die Bienen sterben (Was der nächste Blödsinn ist - wieso sterben die Bienen dann auch ich den Grünlandgebieten wo keine PSM verwendet werden?) und dann das Volksfutter teurer wird ist es auf einmal Böööössse. Liebe Frau Wiener: Zuerst denken, dann.....!

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  3. von Alfons Hümmer · 3.

    Die Zahl an Bienenvölkern, die wir ermitteln können, ist die Zahl der Bienenvölkern aller Imker in Deutschland. Wie viele Bienenvölker sich nicht unter Aufsicht von Imkern befinden, wissen wir nicht. Jedes Jahr schwärmen Bienenvölker, die nicht eingefangen werden. Die Befruchterleistung von Wildbienen und Hummeln und anderen Insekten ist wesentlich größer als die der Zuchtbienen. So ist die Befruchtungsleistung vom Rapsglanzkäfer im Raps nicht zu unterschätzen. Ein Schädling ist der Rapsglanzkäfer nur dann, wenn er vor der Rapsblüte auftritt. Ab Blütenöffnung verhilft er dem Landwirt zu einem guten Rapsertrag. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Lebensmittel knapper werden müssen! Nur dann steigt der Preis und damit die Achtung vor Lebensmittel. Nur das was teuer ist, wird in unserer Gesellschaft geachtet. Und weshalb behauptet man, dass es Aufgabe der Landwirtschaft sei, die Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen? Und wieso müssen diese Lebensmittel dann auch noch billig und gleichzeitig hochwertig sein? Keiner behauptet, dass es Aufgabe der Autoindustrie sei, die Bevölkerung mit billigen aber hochwertigen Fortbewegungsmittel zu versorgen?

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  4. von Rudolf Rößle · 4.
    Bayer

    hat massiv für Pflanzenschutz im Privatgarten geworben. Anwendung ohne Ahnung? Weshalb wird nicht Naturschutz im Privatgarten gefordert? ...Weil es halt jeder sauber haben will.

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  5. von Wilhelm Grimm · 5.
    Mit Bienen läßt sich sehr gute Öffentlichkeitsarbeit machen.

    Das haben die Grünen mal wieder toll gemacht, wie immer. Und wir halten mit Selbstanklagen und Selbstmitleid dagegen? Wie immer?

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  6. von Gerhard Steffek · 6.
    Wie in der übrigen Landwirtschaft auch,

    beim Geld hört sich die Freundschaft auf. Wenn ich beim Imker ein Glas Honig kaufe, bin ich 5 - 6 Euro los. Kaufe ich beim Discounter so zahle ich ca. 2,50 Euro. Da braucht man sich doch nicht wundern, wenn, wie Alexander Audrit schrieb, es keinen Nachwuchs mehr bei den Imkern gibt. Und ohne Imker keine Bienen, höchstens noch die Wildbienen, aber die sind ja leider nicht so effektiv. Somit liegt wohl eher das Problem wiedermal am Geiz des Verbrauchers. Aber dem dies unter die Nase zu reiben ist natürlich nicht so Populär. Lieber schimpft man da mal wieder auf die Bauern, das ist so üblich und erheblich einfacher. Dabei hätte sie wirklich allen Grund die Klappe zu halten. Denn wenn ich selber ein Biogasanlage in einer Größenordnung von ca. 700 ha betreibe, dann gehöre ich doch auch zu diesen "Bienenvernichtern. Da gibt es ein chinesische Sprichwort: "Je hohler das Gefäß, umso lauter tönt es". Sie sollte es lieber mit Honig füllen.

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  7. von Volker Grabenhorst · 7.

    Seit wann haben wir es nötig, und von Schulabbrechern, die keinerlei Berufsausbildung. geschweige denn ein Studium absolviert haben, belehren zu lassen? Die einzige Kompetenz dieser "Dame" ist es, Koteletts zu panieren.

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  8. von Berthold Lauer · 8.
    Zum Nachdenken

    Hat sich Frau Wiener mal Gedanken darüber gemacht, was Bienenhaltung heute eigentlich bedeutet? Bienenhaltung ist Intensivtierhaltung in Reinform. Die Natur bzw die Evolution hat sie in dieser Form ganz bestimmt nicht vorgesehen. Dass Bienen in Völkern mit sehr vielen Individuen leben sichherlich, aber wie viele Völker werden denn z.Bsp. von Berufsimkern in engster Nachbarschaft gehalten? Der Übertragung von Krankheiten und insbesondere der Verschleppung der Varoamilbe sind Tür und Tor geöffnet, und das Ganze bei oftmals sträflich vernachlässigter konsequenter Bekämpfung, weil ja eh die Landwirtschaft schuld ist! Natürliche Regulationsmechanismen wie "Schwärmen" werden verhindert. Königinenhandel mit Versand in "Streichholzschachteln" ist ein florierendes Geschäft. Ganze Lastwagenladungen mit Bienenvölkern werden unter Mißachtung von Hygiene und Quarantäne von Sizilien bis Norderney verfrachtet um das Jahr bestmöglichst auszunutzen. Für mich gibt es kaum eine intensivere Massentierhaltung als Imkerei. Damit kann ich leben, aber bitte keinen Heiligenschein und andere diskreditieren!!!

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  9. von Alexander Audrit · 9.
    Gibt es den überhaupt noch genügend "Nachwuchsimker"?

    Ich bin selbst Landwirt, vermehre Hybridraps und habe ein gutes Verhältnis zu allen umliegenden Imkern! Besonders bei dieser Art der Saatgutvermehrung ist die Biene zur Bestäubung notwendig. Es ist ganz leicht ein wenig Rücksicht auf einander zu nehmen! Trotz Pflanzenschutz gab es hier noch nie ein Problem und oft stehen die Bienenvölker bei uns ganz in der Nähe oder gar im Bestand. Die Imker selbst berichten immer wieder über die großen Probleme mit der Varoa Milbe und besonders über zu wenig Nachwuchsimker. Ich selbst kenne nur einen einzigen unter 40 Jahren, alle anderen sind über 70 und kaum einer hat einen Nachfolger......könnte das nicht auch ein Problem sein? Hackt nicht immer so auf den Bauern rum. Industrielle Landwirtschaft und Massentierhaltung sind in Deutschland nämlich kein Problem! Wer so etwas behauptet lügt!!

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  10. von Friedrich Enslin · 10.
    Handeln statt reden

    Wenn Frau Wiener selbst 20 Bienenvöker betreuen würde, hätten wir jetzt 700.020 Bienenvölker.

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  11. von Paul Maier · 11.
    Die jüngsten, veröffentlichen Zahlen zeigen einen Anstieg der Bienenvölker.

    Für Frau Wiener scheinen das aber fake news zu sein. Ihre diesbezügichen Äußerungen geben nur den allgemeinen Trend in diesen (grünen) Kreisen wieder, die für jedwede beobachtete oder auch nur behauptete Veränderung in unserer Umwelt einzig und allein die Landwirtschaft verantwortlich machen will. Waren es nicht die Bienenzüchter selbst, die bedenkenlos Bienenköniginnen aus aller Herren Länder einführten um ihre Zucht zu optimieren und dabei quasi huckepack die Varoa Milbe ebenfalls ins Land holten, der die hiesigen Bienenstämme schutzlos ausgeliefert sind? Frau Wiener betreibt ja eine Gastromonie und sollte dort in einem sonnigen Herbst einmal genau hinsehen, wie eine der Wildbienenarten, nämlich die Wespen, versuchen sich an den Kuchen ihrer Gäste gütlich zu tun. Gegen die importierten Bienenschädlinge scheinen diese resistent zu sein. Bei der ganzen Diskussion über den Artenschwund wird übersehen, dass die Landwirtschaft nur ca. die halbe Fläche des Landes bearbeitet, wovon nicht alles Ackerland ist. Gut ein Drittel ist mit Wald bedeckt und auf den ständig wachsenden Siedlungs- und Verkehrsflächen beträgt der Artenschwund 100 %. Soeben ist die Stadt München dabei viele hundert Hektar landwirtschaftliche Fläche als neues Siedlungsgebiet auszuweisen und die dortigen Bauern zu vertreiben. Vor Jahren beobachtete ich an einem in voller Blüte stehenden Zwischenfruchtbestand an einem sonnigen Nachmittag zwar Schmetterlinge, jedoch kaum eine Biene. Die waren zu dieser Jahreszeit von den Imkern wohl schon eingefüttert worden und hatten es deswegen nicht mehr nötig auszufliegen.

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  12. von Gerd Schuette · 12.
    Da hat sich mal jemand die Mühe gemacht und genauer hingeschaut...

    https://kreuzberger-bienen.de/2014/11/17/bienensterben-das-sagen-die-fao-statistiken/

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  13. von Gerd Kempken · 13.

    Wenn man keine Sendung im Fernsehen hat ,lässt man sich vor den Grünen Lügenkarren Spannen um noch ein wenig Beachtung zu finden:einfach Erbärmlich!

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  14. von Harald Finzel · 14.

    Frau Wiener möchte sich doch erstmal selbst erklären, warum sie unter http://www.gut-kerkow.de/ den Besitz einer Biogasanlage verschweigt, die vermutlich weiterhin einen wesentlichen Anteil der Ernteprodukte ihrer rund 750 oder 900 Hektar schluckt. Der Vorbesitzer - Gott hab ihn selig - ging damit offen um: http://archive.is/1gcx8 "Es werden täglich 25 t Rindermist, 20 t Maissilage, 1 t Getreide mit 10 t Rindergülle und 50 t Rezirkulat (Material aus dem Fermenter) gemischt und in den Fermenter gepumpt."

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  15. von norbert noack · 15.
    Malen mit Zahlen!

    Wenn ich mir den Wiki Artikel zur Deutschen Imkerei anschaue komme ich zu anderen Zahlen. Laut Sarah und Deutsche Umwelthilfe soll es derzeit rund 700.000 Bienevölker geben. Laut Wiki sollen es aber 2016 745.835 Bienenvölker gewesen sein und 2015 699.187. Kann es sein das die Sarah den Anstieg von fast 50.000 Bienevölkern innerhalb eines Jahres Unterschlagen will und mit veralteten Zahlen arbeitet? Auch wird vergessen das die Zahl der Bienevölker seit 2009 bis auf ein Jahr, stetig ansteigt. Und selbst vor über 100 Jahren nahm die Zahl der Bienevölker ab. Von im Jahre 1900 2.605.350 auf im Jahre 1913 2.311.277. Was ein Verlust von fast 300.000 Bienenvölkern in nur 13 Jahren ausmacht oder pro Jahr 22.621. Und damals gab es wohl kaum die von der Umwelthilfe und Sarah Wiener kritisierten Pestizide, Kunstdünger und Monokulturen.

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  16. von Matthias Fink · 16.

    Man beachte!! Lebensmittel werden teurer!!!!

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