Schmidt begrüßt hohe Butterpreise

In der Milchkrise warb Schmidt für das Trinken von Milch, nun begrüßt er die hohen Butterpreise.
Bild: DBV

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat den deutlichen Anstieg der Butterpreise begrüßt. Er forderte eine ausreichende Beteiligung der Landwirte an den Zuwächsen.

„Unsere Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können“, sagte er der Märkischen Oderzeitung. Noch vor rund einem Jahr seien die Preise für Butter und Milch eindeutig zu niedrig gewesen. Schmidt forderte eine ausreichende Beteiligung der Landwirte an diesen Zuwächsen. Er erwarte, „dass unsere Bauern von den aktuellen Butterpreisen einen fairen Anteil bekommen“, betonte er.

Inzwischen kostet die günstigste 250-Gramm-Packung Butter bei den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd sowie Lidl 1,99 Euro. Das ist laut Angaben des Milchindustrie-Verbands (MIV) der höchste Stand seit mindestens 50 Jahren. Seit Mai ist der Butterpreis für Verbraucher damit um 80 Cent gestiegen.

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Hermann Kamm · 1.
    Hoher Butterpreis hoher

    Käsepreis, und der Erzeuger Milchpreis immer noch keine 40 Cent. Da machen andere richtig Asche, nur nicht unsere Erzeuger.

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  2. von Gerd Uken · 2.
    Es wird keinen Schmidt mehr geben

    Da profiliert sich jetzt jemand andere

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  3. von Matthias Zahn · 3.
    Heuchler!

    Alles nur leere Worte. Bisher wurden noch keine Probleme im Milchsektor angegangen. Mit Schmid ist die nächste Krise vorprogrammiert! Aber dann gibts bestimmt wieder ein paar warme Worte....

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  4. von Renke Renken · 4.
    Wahlkampfgetöse,

    sonst nichts. Kein Problem wirklich angegangen und gelöst. Keine Lösung für fast 400 000 to MM-Pulver. Null Lösungsansatz für die nächste Krise (die hoffentlich nie kommt). Sechs! Setzen!

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  5. von Dieter Müller · 5.
    Was geschieht nach der Bundestagswahl mit dem Mount Everest an Milchpulver?

    Auch wenn aktuell der höchste Butterpreis seit der Einführung des Euro verlangt wird, vom höchsten Erzeugerpreis sind die Landwirte/innen noch weit entfernt. Auch wenn derzeit weder in Europa noch im Export Magermilchpulver gesucht wird, so müssen die Auslagerungen in absehbarer Zeit beginnen. Die Auswrkungen auf unsere Erzeugerpreise kann sich jeder/jede selbst ausrechnen. Wären jedoch die Mittel für die Einlagerung und die Lagerkosten, am Anfang der Milchkrise, für mengenreduzierende Maßnahmen ausgegeben worden, dann wäre ein Erzeugerpreis von 40 Cent plus X Realität.

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  6. von Gerd Uken · 6.
    Die Politik hat den größten Fehler ja selbst

    begangen in dem sie im Dezember 2015 die Obergrenze der MMP Intervention gestrichen hat , die bekanntlich bei 120.000 to. Lag . Dadurch konnten ja erst diese 350.000 to Pulver angehäuft werden. Und keiner weiß wohin damit. Als Minister könnte ich jetzt auch Lächeln-600 Mio. ausgegeben und die Bauern haben 1,7 Mrd. € Verluste eingefahren. Wenn wir die Menge nicht steuern können sondern in Fallenden Märkten noch mehr produzieren dann können wir das nächste Szenario schon vorher sehen. Da hilft auch der gute Butterpreis jetzt nicht weil wir das Pulver noch an der Backe haben! Aber es ist Wahlkampf und so macht man halt Gute Miene nicht war Herr Schmidt.

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  7. von Steffen Hinrichs · 7.
    Diese Steigerung bräuchten wir auch bei unseren anderen Produkten

    Denn seit 1950 sind die Löhne um fast 1600% gestiegen ,aber die Butter um 112% und das auch nur in den in den letzten Monaten . Das Milchpulver ist aber noch immer auf interventionsniveau .

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  8. von Willy Toft · 8.
    Nachdem nun viele Betriebe das Handtuch geworfen haben, endlich ein Lichtblick...

    beim Milchpreis. Ob die Politik hier mitgeholfen hat, nach über 2 Jahren desaströsen wirtschaftlichen "Zusatz", hier die Weichen zu stellen, wage ich doch sehr zu bezweifeln. In Teilen mag das eine oder andere mitgeholfen haben, die Produktion zu drosseln, aber der erlöste Milchpreis als solches, hatte wohl den größten Einfluss bei den Marktteilnehmern die Produktion zurückzunehmen. In einem hat Herr Schmidt zweifelsfrei recht, die Bauern müssen von der Produktion leben können.

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