Schmidt sieht Renaissance der kleineren und mittleren Betriebe kommen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lädt zur Debatte über sein zum Jahresende vorgestelltes Grünbuch ein.
Bild: photothek/ Thomas Köhler

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ruft die Landwirtschaft zu einem stärkeren Dialog mit der Gesellschaft auf. In der Agrarförderung will er sich künftig stärker auf regionale und bäuerliche Strukturen und die Tierhaltung konzentrieren. Um die Bürokratie zu händeln, soll es im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) einen „Praktikerbeirat“ geben.

Schmidt stellte am Freitagmittag in Berlin sein das ganze Jahr über erarbeitetes Grünbuch Ernährung, Landwirtschaft, Ländliche Räume vor. Es soll nach seinen Worten der Fahrplan für die zukünftige Agrarpolitik und für die gesellschaftliche Akzeptanz in die deutsche Landwirtschaft sein. Die Landwirtschaft sieht er im Dialog mit der Gesellschaft stärker gefordert. „Die Betroffenen sollten aktiv auf die Gesellschaft zu gehen“, sagte er. Er stelle immer noch eine „gewisse Sprachlosigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft“ fest. Die Landwirtschaft könne sich aus seiner Sicht nur entwickeln, wenn sie von einer breiten Gesellschaft akzeptiert werde. Mit seinem Grünbuch wolle er „den Blick für das Machbare“ schaffen. Es sei Ergebnis von Dialogen mit allen Beteiligten und trage seine eigene Handschrift.

Schmidt will sich kleineren und mittleren Betrieben zuwenden

Schmidt sieht in der Agrarpolitik eine Rückbesinnung auf die kleineren und mittleren Betriebe herauf ziehen. Die Preiskrise in der Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahren habe gezeigt, dass das Prinzip „wachse oder weiche“ an ein Ende gekommen sei, so Schmidt. „Die Anforderungen an die Landwirtschaft kommen nicht mehr nur vom Markt“, sagte er. Deshalb sehe er eine „Renaissance der mittleren und kleineren Betriebe kommen“. Schmidt will das vor allem in der Bodenpolitik und in der Agrarförderung beachten. Außerlandwirtschaftlichen Investoren etwa soll der Zugriff auf landwirtschaftlichen Grund und Boden erschwert werden. Außerdem will er rechtlich die Anteilsverkäufe an landwirtschaftlichen Betrieben durch landwirtschaftsfremdes Kapital angehen.

Mehr Direktzahlungen für viehhaltende Betriebe

Für die Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 legt sich Schmidt auf die Fortführung des 2-Säulen-Modells aus Direktzahlungen und Agrarprogrammen in der Zweiten Säule fest. Allerdings sollen die Direktzahlungen nicht mehr einheitlich für alle Betriebe je Hektar bezahlt werden, sondern stärker ausdifferenziert werden. Er wolle vom reinen Gießkannenprinzip bei den Direktzahlungen „ein Stück wegrücken“, sagte Schmidt. Vor allem die Tierhalter sollen anteilig mehr Direktzahlungen erhalten. Die Tierhalter hätten die höchsten Herausforderungen bei den Investitionen und Anforderungen zu bewältigen, so Schmidt. Das solle sich in der Agrarförderung nieder schlagen. „Es ist erforderlich, dass die Direktzahlungen stärker bäuerliche, viehhaltende Betriebe fördern, die wegen der Preisvolatilitäten und der gesellschaftlichen Ansprüche besonders gefordert sind“, ist die entsprechende Passage im Grünbuch formuliert. Damit soll „flächengebundene Tierhaltung und regionale Wertschöpfung“ unterstützt werden, heißt es weiter. Schmidt will die Agrarförderung nicht an der Rechtsform von Betrieben fest machen, ließ aber durchblicken, dass er sich zur GAP-Reform Großunternehmen, die durch ihren Besitz von Grund und Boden Anrecht auf Direktzahlungen haben, ansehen will.

Neuer Praktikerbeirat soll das BMEL beraten

Neben den bisherigen wissenschaftlichen Beiräten im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will Schmidt künftig einen „Praktikerbeirat“ schaffen. Dieser soll die Auswirkungen der gesetzgeberischen Regulationen evaluieren, so Schmidt.

Das Grünbuch Ernährung, Landwirtschaft, Ländliche Räume im Wortlaut finden Sie hier.

Deutscher Bauernverband bewertet Grünbuch positiv

DBV DBV
Bild: Logo
Der DBV begrüßt das vorgelegte Grünbuch. Dies betrifft auch die Forderung nach einem künftigen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und ländliche Räume. Zudem teilt der DBV das klare Bekenntnis des Bundesministers zu Direktzahlungen und zur Zwei-Säulen-Struktur der Agrarpolitik. Gerade die zurückliegende Preiskrise habe, wie der DBV betont, nochmals verdeutlicht, dass die Direktzahlungen einen elementaren Anteil landwirtschaftlicher Einkommen absichern.
 
Der Verband will das Grünbuch nun sorgfältig prüfen. Einige Punkte, wie etwa die notwendige Stärkung der Landwirte und ihrer Zusammenschlüsse in der Lebensmittellieferkette bzw. die Verantwortung der Handelsketten, seien in dem Papier nicht hinreichend thematisiert. Letztendlich kommt es nach Einschätzung des DBV auch für das Grünbuch und damit verbundene Maßnahmen darauf an, dass Veränderungen den bäuerlichen Familien wirtschaftliche Perspektiven und Investitionschancen bieten. 

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26 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Ernst Storm · 1.
    herr Schmidt,minister

    herr Schmidt sollte einmal zahlen nennen.wieviel muß ein Familienbetrieb verdienen um zu leben, zu investieren,zu reparieren und Altenteil zu zahlen? meine zahlen sind 60000,80000 oder 100000! ernst Storm

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  2. von Helmut Stocker · 2.
    Verlassen die Bürokraten das sinkende Schiff ?

    Warum jetzt auf einmal einen Praktikerbeirat? Hat man widererwarten festgestellt, dass Theoretiker es einfach nicht draufhaben? Oder befürchtet man etwa, dass der schwarze Peter ohne Praktiker (Beirat) in kürze bei den Bürokraten allein hängen bleibt? Hoffentlich erlebt die Zielgruppe (die kleineren und mittleren Betriebe) die Kursänderung noch, bevor sie am "Point of no Return" angelangt sind. Ich wünsche den Praktikern des "Beirates" angezählte Theoretiker die nicht allzu Beratungsresistent sind. :-) Zum Schluss haben die Praktiker die Stricke in der Hand. Passt da mal gut auf !!! Ich wünsche allen eine gute Hand bei Ihren Entscheidungen im kommenden Wahljahr 2017.

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  3. von Theo Strake · 3.
    Praktikerbeirat

    Wer kommt darein? Hört sich ja toll an .Und ab sofort mindestens einen Sachkundenachweis für alle Entscheidungsträger ! Wir wollen endlich eine vernünftige Agrarpolitik ohne sinnlose Auflagen und Bürokratiewahnsinn. Wann gehts los? Wenn man früher schon vernünftige Entscheidungen aus der Praxis einbezogen hätte und einigen Pappnasen kein Stimmrecht wäre heute vieles anders.

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  4. von Volker Göller · 4.
    Gute Vorsätze

    Wie das so ist mit guten Vorsätzen und Versprechungen für das Neue Jahr. Meist werden sie schon nach wenigen Tagen gebrochen.

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  5. von Doris Peitinger · 5.

    Dass das ungerechte System der Direktzahlungen verändert werden muss, ist mehr als notwendig. Nur: Welcher Verband und welche politischen Parteien haben sich bis jetzt immer dagegen gestemmt? Sollte hier so plötzlich ein Umdenken stattfinden? Kommt mir, wie einige Vorredner schon sagten, eher wie Wahlkampfgetöse vor. Und darüber hinaus kann dies nie (!) einen kostendeckenden Preis ersetzen. Deshalb müssen dringend sinnvolle Kriseninstrumente installiert werden. Davon leider kein Wort! Leider glaube ich auch, dass dieser "Praktikerbeirat" eine ähnliche Alibifunktion haben wird, wie diese Milchgipfel, bei denen man auch unter sich war. Aber vielleicht sehe ich ja viel zu schwarz und 2017 wird tatsächlich ein Jahr, in dem wenigstens teilweise zum Wohl der Bauern agiert wird? In diesem Sinn wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  6. von Wilhelm Gebken · 6.
    Mein Tip an alle Bauernfamilien:

    In Zeiten wie diesen, in denen die Verrückten die Krone aufhaben, kann es nur eine einzige Devise geben: Haltet Euer Land zusammen und sorgt dafür dass Eure Hofstellen ihren Status nicht verlieren. Trennt Euch von der Sklavenarbeit in denTretmühlen, die auch nach 30 Jahren nichts anderes einbringen werden als abgeschriebene aber wertlose Gebäude, eine ruinierte Gesundheit und zerstrittene und depressive Familien. Wer glaubt, die Aufgabe und Verpachtung des Hofes zu derzeit hohen Preisen sei die Lösung für seine Probleme, hat die Rechnung ohne den Fiskus gemacht. Spätestens im Erbfall zahlt die hinterbliebene Bauernfamilie die Zeche, mit tlw.mehr als 50% des z.Zt. sehr hohen Wertes. Woher soll das Geld kommen, ohne auch noch das restliche Land zu verlieren um die Steuern bezahlen zu können? Falls sich das Blatt wendet, immer größere Betriebe entstehen und die Bodenpreise wieder fallen, werdet ihr genau wie die Alteigentümer im Osten Knebelverträge unterschreiben müssen, die kaum Pacht einbringen und Euch nach Ablauf der Pachtzeit zum Verkauf zwingen werden. Ich wünsche Euch allen einen Guten Rutsch und in 2017 den richtigen Blick für das Wesentliche.

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  7. von Gerd Uken · 7.
    Ein frohes neues wünsche

    ich auch und möge Erleuchtung einkehren bei unserem Herrn Schmidt, nicht nur Wahlkampfgetöse!

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  8. von Dr. Willi Billau · 8.
    Allein mir fehlt der Glaube!

    Es gab bisher in allen politischen Systemen Strukturwandel (Kambodscha und Nordkorea ausgenommen) der zu unerträglicher Macht- und Kapitalkonzentration führte. Immer wenn es unerträglich wurde, beendeten Revolutionen und Kriege das dominierende System. Kriege wollen wir nicht, also müssen die sich der Steuerzahlungen entziehenden Großkonzerne mehr zur sozialen Verantwortung herangezogen werden. Der Strukturwandel findet ja nicht nur in der LW, statt, sondern bei Metzgern, Bäckern, Handwerksbetrieben, u.s.w.. Oft sind die letzteren von einst selbstständig agierenden Familienbetrieben zu Dienstleistern (Kiemenputzern) von Saturn, Media-Markt etc. degradiert. Wer Kleinstrukturen erhalten will, muß ihnen ein von dem Marktgeschehen unabhängige Einkommensquelle bieten. Erstens müssen Sie dafür sorgen, dass die AGZ nicht von der EU kastriert wird, denn gerade die kleinstrukturierten Betriebe in den Mittelgebirgslagen Süddeutschlands brauchen diese. Ein Milchpreis von 40 Cent mag für Gunstlagen gut ausreichen, aber benachteiligte Lagen kommen damit nicht klar. Hier müssen Jobs in Landschaftspflege und Naturschutz geschaffen werden, und diese dürfen nur an landwirtschaftliche Familienbetriebe (Milchviehhalter!) vergeben werden. Da Großbetriebe mit hoher Flächenausstattung sehr von der Fixkostendegression profitieren, werden Sie ums umverteilen nach unten und auf die Junglandwirte nicht herumkommen. Bei sich ergebenden Protesten würde ich die Höhe der Prämien an die Zahl der angestellten Arbeitsplätze koppeln. Auch muss die Privilegierung enger gefasst werden: In den Ballungsgebieten Rhein/Main/Neckars kaufen immer mehr fachfremde Investoren dringend benötigte Flächen, weil die Tochter irgendwoher eine landw. Ausbildung nachweisen kann und man einen Reitbetrieb aufmachen will.! Nischen waren schon immer die Rettung für die Kleinbetriebe Süddeutschlands. Die Möglichkeit im Rahmen der regionalen Produktion an Edeka oder Rewe direkt zu verkaufen, sollte ausgebaut, aber streng überwacht werden, damit sich nicht nur wieder Großstrukturen einnisten. Die Existenzgründung oder Fortführung von aus Altersgründen aufgegebenen Betrieben sollte gefördert werden. Die Politik sollte sich von der Förderung von Bauten/Technik, die zur Produktionsausweitung führen, verabschieden. Die meisten Verwerfungen an den Märkten rühren von staatlichen Fehllenkungen. Lieber in Tierwohl, Abluftfilter, Güllelager, abdriftarme Technik, fördern und die Bauern da entlasten, wo man sie kritisiert. Dies sind nur ein paar der Gedanken eines Bauern, der seine Familie, sein Land und vor allem seine Bäuerinnen und Bauern liebt! Diese einmalige Berufsgruppe darf nie aussterben, sie soll allerdings auch einmalig bleiben! Willi Billau, Regionalbauernverband Starkenburg, www.billau-jungpflanzen.de

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  9. von Jörg Meyer · 9.
    Die Welt und Agarpolitik scheinen sích im Kreis zu drehen?

    Vor über 20 Jahren wollte man schon mal CCC verbieten, die Tertmühlentheorie und die Haushaltstheorie wurden diskutiert und nun kommt das ganze wieder auf den Tisch? Ich denke hier gehts um Wahlkampfvorgetöse und am Ende geht alles wieder seinen Weg, leider oder zum Glück, dass mag jeder für sich selbst entscheiden, aber ändern wird er es nichts, aber es wird immer komplizierte und anspruchsvoller werden und das verrückteste an der ganzen Geschichte ist, dass diejenigen die den Trend bekämpfen und aufhalten wollen mit verschiedensten Forderungen ihn beschleunigen in einigen Bereichen und sich selbst schaden und in anderen Bereichen einfach nur allen schaden..

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  10. von Renke Renken · 10.
    Alles bla , bla....

    man merkt, es seht ein Wahljahr ins Haus - und da macht sich schon mal einer Sorgen um seinen gut dotierten Chefsessel.

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  11. von Detmar Kleensang · 11.
    Ist schon interessant...

    Grad die Betriebe, die in Amtszeit Herr Schmidts am stärksten zu leiden hatten, sollen seiner Meinung nach künftig einen höheren Stellenwert erhalten? Freilich erst ab dem Jahre 2020! Wenn Herr Schmidts neuerliche Gedankengänge denn auch so umgesetzt werden würden! Andernfalls... Pech gehabt, war wohl nix! In der schwersten und längsten Krise in der Landwirtschaft war Minister Schmidt schlicht und ergreifend untätig. Die wenigen Dinge, die er anpackte, packte er von der falschen, den Bauern nicht nützlichen Seite, her an. Der Markt lief über, die Preise fielen auf die Hälfte des zur Kostendeckung nötigen Niveaus. Die Bauern hatten keinen Einfluss auf den Markt. Sie sollten laut Herr Schmidt auch keinen Einfluss auf den Markt bekommen. Die Marktpartner sahen auch keine Notwendigkeit in Markteingriffe zur Stabilisierung landwirtschaftlicher Einkommen. Wozu auch? Die Verarbeitungsindustrie schaut erst auf ihr eigenes Einkommen. Selbst in Genossenschaften. Ergo blieb nur noch einer, der Einfluss auf den Markt hätte ausüben können: Die Politik, allen voran Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt! Dies allerdings hatte er geflissentlich unterlassen! Die Folge daraus ist der Strukturbruch, den wir jetzt erleben: Kleine und mittlere und selbst ganz große Betriebe gehen über die Klippe. Viele kleinere bis mittlere Betriebe haben einen langsamen Ausstieg bereits beschlossen. Noch gibt es sie, aber 2020, wenn Minister Schmidts Agrarwende kommen soll, wird es sehr viele davon längst nicht mehr geben. Gibt es dann eine Renaissance von der Renaissance? Oder ist Schmidts Beitrag hier doch nur Wahlkampfgeplänkel, um sich eine weitere Amtszeit zu erschleichen, wo er genau weiß, dass seine jetzigen Aussagen zur Umsetzungszeit ab 2020 keinerlei Bedeutung mehr haben werden?

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  12. von Erwin Schneiderbauer · 12.
    Alles nur Wahlkampf, sonst nix

    Schmidt bereitet sich auf eine Schwarz Grüne Koalition, ab 2017, schon sorgfältig vor.............

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  13. von Andreas Puckert · 13.
    Wunschdenken

    Es wäre schön wenn es so wäre.Der Herr Minister sollte seine Rosa Brille abnehmen und einmal zu den Betrieben fahren über denen es spricht. Wahlkampfgetöse stört hier nur.

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  14. von Gerd Schuette · 14.

    Schmidt im Wahlkampfmodus. Und hinterher...? Same procedure as last year?

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  15. von Steffen Hinrichs · 15.
    Würde mich ja gerne zum Fachbeirat zur Verfügung stellen

    Aber Schmidt nimmt ja doch wieder nur solche Vertrauten aus dem DBV ,MIV oder Raiffeisenverband den mit aktiven Bauern traut er sich nicht an einem Tisch .

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  16. von Willi Kremer-Schillings · 16.
    Ein Praktikerbeirat...

    ...der auch Einfluss hat? Wäre doch eine gute Sache. Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie er den paritätisch besetzen will. Wer bewirbt sich freiwillig? Mir fallen hier immer wieder die gleichen Kommentatoren auf. Jetzt ist eure Chance gekommen! Bewerbt euch!

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  17. von Rudolf Rößle · 17.
    Landwirtschaft

    heute ist nur noch ein Gewürge und Hängepartie, mit viel Arbeit und Ärger.

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  18. von Thomas Egolf · 18.
    Ist dieses der Plan?

    Herr Minister Schmidt: "Die Landwirtschaft könne sich aus seiner Sicht nur entwickeln, wenn sie von einer breiten Gesellschaft akzeptiert werde." Wenn die Landwirtschaft weiterhin am Tropf des Staates hängt und weiterhin von gewissen Verbänden diskeditiert wird, wird Sie nie von der breiten Gesellschaft akzeptiert. Das heißt: Die Landwirtschaft in Deutschland hat also eigentlich keine Zukunft sich zu entwickeln, in welche Richtung auch immer! Frohes Neues Jahr!

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  19. von Wilhelm Gebken · 19.
    Ich widerspreche den Vorkommentatoren

    Schmidt hat den derzeitigen Strukturwandel nicht zu verantworten. In der Landwirtschaft liegen Ursache und Wirkung oft sehr weit auseinander. Z. B. die Aufgabe der vielen Sauenbetriebe hat eine gewisse Renate Künast zu verantworten, nämlich mit ihren Auflagen zur Gruppenhaltung, Spaltenbreite, usw. aus ihrer Amtszeit und das ist schon sehr lange her. Sie hat in ihrem Verordnungswahn leider vergessen dafür zu sorgen, dass die Landwirte spätestens zum Jahre 2015 gegnügend finanzielle Mittel für die Umstellung bekommen. Dann die unselige erste Düngeverordnung, die die organische Düngung auch für Grünland auf 170 kg/N begrenzt hat und damit zunächst den Todesstoss für das Grünland gebracht hat und mit langer Verzögerung auch für die Milchviehbetriebe. Ca. 600 € Mehrkosten pro ha plus Umstellung vom anspruchslosen Norddeutschen Niederungsrind zu den arbeitsintensiven Turboholsteins sind kein Pappenstiel. Was hat Schmidt mit diesem Wahnsinn zu tun, war er damals schon Minister? Wie soll er diese Zusammenhänge, die offenbar selbst Bauern und erst Recht den Ministerialbeamten mit bedingungslosem Alimentationsanspruch nicht geläufig sind in so kurzer Zeit erfassen? Mit seinem Grünbuch (ich habs noch nicht gelesen) hat er (hoffentlich) die Basis für eine gesunde Kommunikation geschaffen. Damit wäre dann der Anfang geschafft. Ich hoffe, unser nächster Landwirtschaftsminister heißt Christian Schmidt. Ich hoffe, unser nächster Bundeskanzler heißt nicht Angela Merkel.

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  20. von Gerd Uken · 20.
    So lange ich zurückdenken kann

    und das war bis in die 70er Jahre hat der BV immer gepredigt wachsn oder weichen........uns wurden immer die gr..Betriebe im Osten vorgehalten. Was er jetzt vorr hat ist ja die Quadratur des Kreises wie will er denn die kl. Betriebe die nicht in einer Gunstregion stützen, mehr kann es ja nicht sein. Oder wie genau will er ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen ohne das die EU Kommissare gleich drohen werden. Wäre morgen nicht Silvester ich hätte glatt gedacht es könnte der erste April sein- oder anders gesagt wer hat da was geraucht????? So lange wir es nicht hinbekommen kostendeckende Preise zu bekommen-ä so lange werden immer noch Betriebe ihre Pforten schliessen. Da sind es aber nicht unbedingt die klein strukturierten, denn die haben auch andere Möglichkeiten ausserlandwirtschaft.

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  21. von Bernhard Kremling · 21.
    Zu spät

    Dieses Rennen gilt als verloren. Kleine und mittlere Betriebe unterstützen - die haben doch schon ihren Abschied geplant. Dank der Politik, die den NGOs nachrennt, anstatt auf Fachleute zu hören. Früher kamen die Landwirtschaftsminister aus der Landwirtschaft (Ertl, Kiechle, Funke, um die drei letzten zu nennen). Das Kastrationsverbot bei Ferkeln ist doch das aktuelle Beispiel. Kleine Betriebe können keine getrenntgeschlechtliche Mast machen und werden sich auch nicht mit der Narkose beschäftigen, sie steigen aus der Schweinehaltung aus. Die Ferkel werden dann außerhalb Deutschlands erzeugt, oder kommen aus den übrig gebliebenen Großbetrieben.

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  22. von Steffen Hinrichs · 22.
    Für den Verbraucher sieht das ja auch toll aus

    Aber für die Landwirtschaft hat Schmidt seit seiner Amtszeit den größten Strukturwandel zu verantworten und doch auch nach 2 Jahren Milchkrise keine vernünftigen Lösungen für auskömmliche Preise in der Landwirtschaft

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  23. von Willy Toft · 23.
    Hat Herr Schmidt zuviel mit den Grünen diskutiert?

    Wer kleinere Betriebe halten und haben will, muss ein staatliches Grundgehalt in der Landwirtschaft einführen. Alles Andere würde sonst der Markt richten! Investitionen für das Tierwohl können nur von Wachstums- Betrieben gestemmt werden. Hat er einen Tagtraum gehabt?

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  24. von Josef Fischer · 24.
    Realitätsverlust

    Sehr geehrter Herr Minister Schmidt, ich habe das Gefühl das Sie jeden Bezug zur Realität verloren haben. Gerade die Betriebe, welchen Sie eine Renaissance bescheinigen werfen das Handtuch wegen einer übermäßigen Bürokratie und beschissenen Preisen für ihre Produkte.

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  25. von Friedrich Meierjohann · 25.
    Oh Shit Herr Schmidt

    Was immer sie getrunken haben, ich nehme das Gleiche. In diesem Sinne, guten Rutsch.

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  26. von Josef Doll · 26.
    Da muss aber viel geschehen

    Da wird in einem Beitrag geschrieben daß die Wachstumschwelle innerhalb von 4 Jahren von Hundert auf Zweihundert ha gestiegen ist!! Es ist Fakt das die größere Maschine immer mehr leistet als die größere vorher. Der 100 er leistet 2 drittel mehr als ein 50 PS Traktor, der 200 leistet .............. !! Und was machen die meisten Auflagen und Verordnungen Sie verursachen hohe Kosten die meist nur mit der Aufgabe oder einem Neubau zu lösen ist. Ja der muss dann auch die Größe haben weil Sie sich erst dann auch lohnt . Außerdem muss auch jeder Neubau diese gewisse Größe haben oder ?? Wie sonst erklärt es sich das immer weniger Betriebe immer mehr Tiere als vorher in ihren Ställen haben ??

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