Schmidt will die Grüne Woche inhaltlich aufwerten

Schmidt beim Eröffnungsrundgang Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt beim Eröffnungsrundgang der IGW 2016 umrundet vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller und Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV).
Bild: IGW
Die Grüne Woche soll weg von ihrem Image einer internationalen „Fress- und Trinkmeile“ kommen. Landwirtschaftsminister Schmidt will aus ihr ein Gesprächsforum der Gesellschaft über Agrarpolitik machen. Eigene Akzente will er mit dem Tierwohllabel und dem Bundeszentrum für Ernährung setzen.

Ende kommender Woche öffnet die Internationale Grüne Woche (IGW) ihre Pforten. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat dazu angekündigt, die Messe aufwerten zu wollen. „Die IGW soll ein fundiertes Gesprächsforum der Gesellschaft über Agrarpolitik werden“, sagte Schmidt kürzlich vor Journalisten in Berlin. Er halte die IGW dafür bisher noch nicht für ausreichend genutzt, so Schmidt weiter.

BMEL kommt mit Tierwohllabel und Bundeszentrum für Ernährung raus

Er selbst will auf der IGW zwei Initiativen vorstellen. Seit Wochen kündigt er zur Messe weitere Details zum staatlichen Tierwohllabel an. Außerdem wird Schmidt die Messe nutzen, um das Bundeszentrum für Ernährung offiziell aus der Taufe zu heben. Des Weiteren will er dort über sein Grünbuch, das er Ende Dezember 2016 präsentiert hat, diskutieren.

Essen und Trinken und Information reihen sich aneinander

In den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin reihen sich zur IGW traditionell Stände mit Essen und Trinken aus der ganzen Welt aneinander. Begleitend dazu gibt es ein Fachprogramm mit agrarpolitischen Foren. Fester Bestandteil sind jedoch mittlerweile auch einige reine Informationshallen über Landwirtschaft, Ernährung, Ländlicher Raum und Nachwachsende Rohstoffe. Dazu zählt etwa der Erlebnisbauernhof, den das Forum Moderne Landwirtschaft gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und vielen weiteren Partnern aus der Agrarbranche organisiert.

Schmidts Motto lautet: „Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“

Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist mit einer eigenen Halle vertreten. Das Motto der diesjährigen Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft lautet „Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“. Es ist das gleiche Motto, das Schmidt auch seinem Grünbuch vorangestellt hat. Laut dem BMEL soll die Halle ihren Fokus auf eine moderne und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, ländliche Räume als Lebens- und Arbeitsraum sowie auf Ernährungskompetenz und kluger Konsum richten.

Alle Altersgruppen sollen angesprochen werden

Schmidt will mit der Schau „alle Altersgruppen gleichermaßen erreichen". Deshalb gibt es vom BMEL auch eine Kinderinternetseite mit dem Namen „Durchblicker“, die Kinder mit auf Entdeckungsreise in Sachen Ernährung und Landwirtschaft nehmen soll. Im Familien- und Schülerforum sollen Schüler- und Erwachsenen-Rallyes durch die gesamte BMEL-Halle führen und bei den Angeboten zum Mitmachen animieren.

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Hans-Hermann Nohring · 1.
    Initiativen und Ankündigungen ohne Ende

    wann kommt mal was Konkretes?

  2. von Gerd Uken · 2.
    Der Bundestagswahlkampf ist eröffnet

    Schmidt auf der Grünen Woche und sein Staatssekretär ja schon 2 Tage vor Weihnachten m..Frau Connemann. Wem nützt die Bundeszentrale???Was ist von den Hilfen nach 1,5 Jahren Krise angekommen? BG Beitrag kommt da wirkt der Zuschuss dann für alle!? 600Mio € schlummern in der EU undnwartenndarauf abgerufen zu werden sagte letztens jemand aber Hogan sitzt es aus genauso wie Schmidt es auch getan hat. Schweinebauern und Milchbauern sind diejenigen gewesen die Milliarden verloren haben - alles nur W Getöse mehr ist es nicht.

  3. von Karl-Heinz Mohrmann · 3.

    Die nächste Krise für die Erzeuger wird kommen sollten die versprochenen Leitplanken nicht durch die Politik gegen den Widerstand des MIV und DRV eingesetzt werden. Dann ist es mit voller Absicht und sehenden Auges der Politik und der CDU CSU..

  4. von Karl-Heinz Mohrmann · 4.

    Die nächste Krise für die Erzeuger wird kommen sollten die versprochenen Leitplanken nicht durch die Politik gegen den Widerstand des MIV und DRV eingesetzt werden. Dann ist es mit voller Absicht und sehenden Auges der Politik und der CDU CSU..

  5. von Karl-Heinz Mohrmann · 5.

    Wo bleibt die versprochene Stärkung der Milchbauernfamilien in der Verwertungskette. Aktuell bleibt weiterhin das alleinige wirtschaftliche Risiko bei den Milcherzeugern???

  6. von Steffen Hinrichs · 6.
    Alles Wahlkampfpropaganda für den Verbraucher

    Was hat Schmidt denn in seiner Amtszeit geleistet ? Den Strukturwandel beschleunigt und sich für eine moderne Landwirtschaft stark gemacht ! Aber wo bleiben die auskömmlichen Preise für unsere Produkte und das halten von bäuerlichen Existenzen ? Wird es durch das Tierwohllabel auch kostendeckende Preise für den Erzeuger geben ?

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