Schon wieder Autowerbung mit Kuh-Vergleich

Mercedes hatte es mit einer Anzeige vorgemacht, jetzt zog Renault nach: Auch die Franzosen bedienen sich einem Kuhvergleich und behaupten, die Emissionen einer Kuh seien für die Ozonschicht etwa so schädlich wie die eines Kleinwagens.

Dagegen wehrt sich DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden Achim Schaible und fordert ihn auf, die Kampagne zu stoppen. Die Formulierung sei ein „völliger Fehlgriff“. Im Gegensatz zu Elektroautos und Modellen mit Verbrennungsmotoren würden Kühe nur soviel Klimagas freisetzen, wie durch das Grünfutter zuvor gebunden worden sei. Diesen Kreislauf brauche man auch bei Pkw. Als weltweit agierendes Automobilunternehmen sei Renault zudem auf den Klimaschutzbeitrag der Biokraftstoffe angewiesen, sage dazu aber öffentlich nichts.

Born betonte, die Landwirtschaft sei bereit und in der Lage, über die Biokraftstoffe einen relevanten Klimaschutzbeitrag für den Verkehrssektor zu leisten. Dann müssten die Unternehmen der Automobilindustrie statt konfrontativer Anzeigen aber einen partnerschaftlichen Umgang mit der Landwirtschaft pflegen. (AgE)

Besagter Werbespot

Mehr zur bereits zurückgezogenen Kampagne von Mercedes:
Mercedes Benz zieht Werbung zurück (8.2.2012)
Werbekampagne verärgert Bauern: Weniger Emissionen als eine Kuh? (27.12.2011)

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von eekaiser · 1.

    Wenn ich nicht irre, dann geht bei Kühen das schlimme Abgas aber vorne raus und nicht hinten.

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  2. von xf1 · 2.

    Die Kohleförderung ist auch nicht eingerechnet, und man kann nur Leistung mal Zeit mit Leistung mal Zeit vergleichen. Die geschönte Fahrleistung ist uninteressant. Gas als Ursprungsenergie für Elektroautos halte ich für unsinnig, weil Gas selber ein Speichermedium ist, was den Akku im Auto überflüssig macht - es kann als direkter Brennstoff dienen. Selbst GR€€NP€ACE hat schon lange erkannt, daß Elektroautos Dreckschleudern sind, obwohl sie meines Erachtens nicht an einer intakten Umwelt interessiert sind und mit falschen Zahlen rechen. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=elektroautos%20sind%20dreckschleudern&source=web&cd=9&ved=0CI0BEBYwCA&url=http%3A%2F%2Fwww.greenpeace.de%2Fthemen%2Fverkehr%2Fpresseerklaerungen%2Fartikel%2Felektroautos_sind_kein_beitrag_zum_klimaschutz%2Fansicht%2Fbild%2F&ei=5nVoT-nCEsfZtAaOv9DuBw&usg=AFQjCNF6KhkTlN8Bnvyk-5JfLEAbyQNwmg&cad=rja

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  3. von alorie · 3.
    @xf1:

    1 kwh aus Diesel mal in der Regel 6 l/100 km = 270g/kwhx6Liter á 10kwh= 1620g/100 km. Das gleiche nochmal in Förderung Transport. Bei Elektroantrieb 1,41 kwh/100km (Opel Ampera (Herstellerangabe lt ADAC))= 3000x1,41:4230. Sollte also der Strom zur Hälfte aus Gas stammen und der Rest aus Braunkohle, liegt der CO2 Ausstoß schon wesentlich niedriger...

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  4. von xf1 · 4.
    Elektroautos werden noch lange Dreckschleudern bleiben.

    1 kWh Strom aus Kohle ist 1000g CO2. Wirkungsgradverlust Akku laden - entladen - Antrieb ist je nach Akkuzustand ca. 2 Drittel - also 3000g/CO2 pro kWh. 1kWh aus Diesel hat einen Ausstoß von ca. 270g/kwh, also gut ein Zehntel.

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  5. von alorie · 5.
    Nix mehrfaches höher.

    Sofern Produktion der Elektroautos mal außer acht gelassen wird, ist der Ausstoß in etwa gleich. Bei Benzin im Tank haste etwa 15% Gesamtwirkungsgrad wenns gut geht. Bei E-Antrieb kommste denn schon auf 50-80% im Fahrzeug. Natürlich mußte dreimal soviel Energie ins Kohlekraftwerk stecken als im Auto ankommt. Beim Benzin bleibt aber auch die Hälfte auf der Strecke (Förderung, Raffinerien, Transport)...

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  6. von xf1 · 6.
    Elektroautos sind Dreckschleudern.

    Solange der Mehrbedarf an Strom für Elerktroautos aus Kohlekraft abgedeckt werden muss, liegt der CO2-Ausstoß bei gleicher Fahrleistung um ein Vielfaches höher. Die Entwicklung und die Technologie sind wichtig und richtig, aber dabei sollte man es vorerst auch belassen.

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