Schwedische Behörden geben 22 Wölfe zum Abschuss frei

Schweden Schweden reduziert wieder seine Wolfsbestände
Bild: Archiv

In Schweden hat die Jagd auf Wölfe begonnen. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden können in der Zeit vom 2. Januar bis zum 15. Februar zur Bestandsregulierung landesweit insgesamt 22 Tiere entnommen werden.

Medienberichten zufolge sind im Rahmen der „Lizenzjagd“ bis zum 4. Januar bereits elf Beutegreifer erlegt worden. Vorausgegangen war der Aktion wie schon im vergangenen Jahr ein heftiger Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Maßnahme. Tierschützer hatten die aus Bestandserhebungen abgeleiteten Abschussquoten der Regionalbehörden in Zweifel gezogen und waren mit einem Verbotsantrag bis vor das Oberste Verwaltungsgericht gezogen. Dieses wies den Antrag in der Vorwoche allerdings in letzter Instanz zurück.

Im vergangenen Jahr waren im Zuge der „Lizenzjagd“ insgesamt 25 Wölfe zum Abschuss freigegeben und auch getötet worden. Die schwedischen Behörden weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für jede Region strenge Vorschriften gelten würden, die einen „günstigen Erhaltungszustand“ der Wolfpopulation garantierten.

Mit der Bejagung soll der Bestand auf einem Niveau gehalten werden, das sowohl dem Wolf als auch dessen typischen Beutetieren und der Landwirtschaft den nötigen Freiraum erhält. Anfang 2017 wurde die Population an Wölfen von der schwedischen Regierung auf insgesamt rund 340 Tiere geschätzt.

Mehr zum Thema:

Lesen Sie mehr

2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.

    Die EU war schon in den letzten Jahren wenig begeistert wegen der schwedischen Wolfsjagd und hat sogar Maßnahmen dagegen angekündigt. Offensichtlich ist das im Sande verlaufen!

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Konsequenz!

    Schweden hat: 447 Td. km², 10 Mio. EW, entspricht 22 EW/km² und ca. 340 Wölfe. Deutschland hat: 357 Td. km², 82 Mio. EW, entspricht 231 EW/km² und ca. 60 Rudel Wölfe (entspricht 60 x 6 zumindest 360 Wölfe). Allein diese kleine Gegenüberstellung sagt doch schon wieder aus, wie wir Deutschen aus den eigenen Reihen heraus verarscht werden und uns das auch noch gefallen lassen. Aber wie heißt es so schön "Besserwisser entstehen in der Umgebung von Unwissenden oder durch das höfliche Schweigen der Wissenden". Es wird Zeit, daß der Wissende auch mal was sagt und nicht immer auch noch nach dem Motto verfährt "der Klügere gibt nach". Sonst wird man in unserem entsprechenden Umfeld dadurch schnell zum Dümmeren.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren