Skandalträchtige Darstellung in den Medien echtes Problem

Die falsche Darstellung der Landwirtschaft in den Medien ist mittlerweile eines der größten Probleme für den Berufsstand. Viele Verbraucher haben immer noch die Bilder der alten Landwirtschaft im Kopf. Sie wissen kaum, wie die moderne und arbeitsteilige Landwirtschaft heute wirklich aussieht und welche komplexen Wechselwirkungen dahinterstehen.
 
„Vor diesem Hintergrund fällt eine Skandalisierung leicht. In den Medien zählen zugespitzte Überschriften und Skandalisierungen häufig mehr als eine sachliche Berichterstattung. Ähnliches gilt für einige NGOs wie Natur- und Tierschutzvereine.“ Das erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Mittwoch auf dem Bauerntag in Erfurt.
 
Schon vor drei Jahren habe Rukwied nach eigener Aussage Klartext geredet und dafür teilweise Kritik geerntet. Heute seien die Bauern genau in der angekündigten Veränderung. In diesem Zusammenhang berichtete Rukwied von zwei Interviews vom Mittwochmorgen beim Morgenmagazin sowie beim WDR. Die Moderatoren seien direkt mit der Frage auf ihn zugekommen, ob der DBV bereit sei, Nein zu sagen zu Massentierhaltung, Umweltverschmutzung etc. „Ich habe JA gesagt, Ja zu unserer Landwirtschaft wie sie heute ist, mit all ihren Leistungen für Nachhaltigkeit, den Bemühungen um mehr Tierwohl und die Maßstäbe, die die Branche heute setzt“, so Rukwied in der Erfurter Messehalle.
 
Man solle sich nichts vormachen. Auch viele ökologisch, gentechnikfrei und regional erzeugten Produkte würden heute in Verfahren erzeugt, die öffentlich und medial unschwer als „Agrarindustrie“ oder „Massenproduktion“ dargestellt und verunglimpft werden könnten. „Den Sektor oder die Nische, die vor jeglicher öffentlicher und medialer Kritik gefeit ist, gibt es offenbar nicht mehr. Tatsache ist: Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Tierschutz hängen objektiv gesehen nicht von der Betriebsgröße ab“, erklärte er.

Rukwied ist überzeugt, dass wir auch in Zukunft wettbewerbsfähige Landwirte und Bauernfamilien haben. „Wir werden selbstbewusst und eindeutig auftreten, klar und deutlich zeigen, dass es Grenzen gibt, die inzwischen schon überschritten wurden. Wir werden zeigen, wofür wir stehen“, rief Rukwied den knapp 600 Delegierten der Bauernverbände zu.

Lesen Sie dazu folgende interessante Meldung:
Skandalträchtige Darstellung in den Medien echtes Problem (23.4.2015)
 

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von eniemann · 1.
    Leere Floskeln im Interesse der Agrarindustrie

    Peinliche und schädliche Redereien aus dem gesellschaftlichen Abseits der Agrarindustrie - zum Schaden der Bauern...

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  2. von toddelg · 2.
    Vor 30 Jahren

    gab es großes Theater, damals zogen die Schweißroboter bei VW ein - der Untergang des Arbeiter wurde prophezeit. Maschinen leisten die Arbeit, Menschen werden überflüssig hieß es... Heute arbeiten bei VW mehr Roboter und mehr Arbeiter als je zu vor.

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  3. von paul-maier · 3.
    Es ist schon komisch,

    nach welchen Kriterien die heutige Landwirtschaft beurteilt wird. In der Industrie käme niemand auf den Gedanken die früheren Zustände wieder herstellen zu wollen, so wie man sie heute in zu Museen umgestalteten, alten Fabriken mit Transmissionen noch sehen kann. Warum wird dort der heutige Zustand als Fortschritt angepriesen, aber bei der Landwirtschaft muss unbedingt das Rad zurückgedreht werden. Dabei wird besonders bei der Tierhaltung geflissentlich jede bereits umgesetzte Verbesserung geleugnet und der Eindruck erweckt, dass in den früher üblichen, kleinen Betrieben alles bestens gewesen wäre. Wer alt genug ist weiss, dass in solchen Behauptungen genau so viel Wahrheit steckt, wie in den Beteuerungen der allermeisten Verbraucher für angeblich bessere Tierhaltung mehr bezahlen zu wollen. Der Wahrheit kommt man als Beobachter an den Kassen der Diskounter viel näher.

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  4. von preuße · 4.

    Wenn der DBV nach dem handelt, was Rukwied hier sagt, ist das sicher ein erster Schritt. Man muß aber hinterfragen, warum wir in den Medien so dargestellt werden. Richtig, ein Grund, wahrscheinlich sogar mit der schwrwiegenste ist, das wir nur noch blind auf immer mehr Wachstum gesetzt haben....

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  5. von lürade · 5.
    Angriff ist die beste Verteidigung !!!

    Wir stehen mit dem Rücken an der Wand und haben keine andere Chance. Und die Wadenbeisser aus unseren eigenen Reihen sind zwar störend, werden aber zukünftige Veränderungen in der Landwirtschaft nicht aufhalten können.

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  6. von bothechristian · 6.

    Sehr gut,was H.Rukwied auf dem Bauerntag sagte.Manche Kommentatoren leben scheinbar auf einem anderen Stern...Man sollte wirklich wieder an CMA oder ähnliches denken,um die heutige LW und ihr Image entsprechend fachlich und sachlich darzustellen.

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  7. von Rhönerblut · 7.
    Kennt den Ruckwied

    die Wechselwirkungen in der Milchviehhaltung? Wenn, dann ist die Milchpolitik des DBV unerklärlich!!!!!!!!!!!

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  8. von Franzi13 · 8.
    Bla Bla Bla.........

    Und wo leben die Schweine Hühner Puten und auch bald die Kühe. In Massen nur nach Stückzahl von Billiglöhnern ohne Ahnung betreut und einem der die Verantwortung und Risiko trägt und ein Investor der die Kohle eintreibt und nur nach Zahlen geht. Ja meine Herren was sie geschaffen haben werden sie nicht mehr los die Medien haben dermaßen von recht wenn sie die Finger in die Wunden legen weil diese Art von Landwirtschaft will die Bevölkerung nicht.will.

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