Söder und Heidl unterzeichnen Digitalisierungspakt

Söder Staatsminister Söder und Bauernpräsident Heidl unterzeichneten gemeinsam den Digitalisierungspakt für die Land- und Forstwirtschaft
Bild: BBV

Vom Melkroboter über den selbstfahrenden Traktor bis zu digitalen Grundstücksdaten: die Digitalisierung verändert die Arbeit auf den Bauernhöfen und das Leben auf dem Land. Um diese gezielt zu fördern, unterzeichneten jetzt Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder und BBV-Präsident Heidl einen Digitalisierungspakt.

„Die Digitalisierung und Automatisierung ist wesentlicher Schlüssel für die erfolgreiche Landwirtschaft von morgen. Zusammen mit dem Bayerischen Bauernverband haben wir deshalb ein maßgeschneidertes Digitalisierungspaket für unsere Land- und Forstwirtschaft entwickelt“, sagte Söder bei der Unterzeichnung des „Digitalisierungspaktes Land- und Forstwirtschaft“ mit Heidl in Sulzemoos.

„Mehr als 60 Prozent der bayerischen Bevölkerung lebt auf dem Land. Unsere vielfältig strukturierten Familienbetriebe und alle Menschen im ländlichen Raum dürfen bei der Digitalisierung nicht abgehängt werden“, unterstrich Bauernpräsident Heidl. „Mit dem Digitalisierungspakt wird ein entscheidender Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern geleistet.“

Durch den Digitalisierungspakt soll der Einsatz von digitalen Technologien in der Landwirtschaft gefördert werden. Ein wichtiger Bestandteil: Landwirte können künftig den Fahrzeugpositionierungsservice (FPS) kostenfrei nutzen. Durch das neue Smart-Farming-Paket des Digitalisierungspaktes fallen keine Nutzungsgebühren mehr für den amtlichen Dienst zur Fahrzeugpositionierung der Vermessungsverwaltung an. Für die Kennungseinrichtung zahlen Sie bloß einmalig eine Anmeldegebühr von 50 Euro.

Durch Satellitennavigation wird so eine zentimetergenaue Steuerung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen ermöglicht. Die nötigen Korrekturdaten werden von der Vermessungsverwaltung individuell berechnet und dem Nutzer bereitgestellt. „Satellitengestützte Maschinensteuerung macht die Bewirtschaftung von Flächen einfacher, präziser und liefert einen wertvollen Beitrag für die Natur und Umwelt“, sagte Söder. „Dank des Einsatzes von Minister Söder kann eine wichtige Forderung des Bauernverbands umgesetzt werden: das RTK-Signal ist künftig kostenfrei und damit auch für kleinere Betriebe leichter einsetzbar“, so Heidl.

Der Digitalisierungspakt enthält auch ein Angebot für Jagdgenossen. „Das Jagdkataster der Vermessungsämter ist das Herzstück bei der Führung und Verwaltung einer Jagdgenossenschaft“, sagte Söder. Mit der neuen, stark vergünstigten Kostenstruktur für Jagdkataster wird die Land- und Forstwirtschaft um rund 300.000 Euro pro Jahr entlastet.

Aktuelle Daten der Eigentumsverhältnisse der jagdbaren Flächen sind die Basis für ein geordnetes Jagdwesen und die Erfüllung der jagdrechtlichen Aufgaben einer Jagdgenossenschaft. Jagdkataster sind zum Beispiel Grundlage für Abschussplanungen und die Berechnung des Jagdpachtschillings. Das hilft bei aktuellen Themen wie dem Umgang mit Schwarzwildschäden oder der Regulierung von Wildunfällen im Straßenverkehr.

Das Digitalisierungspaket steht der Land- und Forstwirtschaft bereits ab dem 1. Oktober 2017 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf www.vermessung.bayern.de

söder Zur Unterzeichnung des Digitalisierungspaktes kamen Minister Söder und Bauernpräsident Heidl auf den Hof von Familie Huber in Sulzemoos; Bild: BBV

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von H. Bogen · 1.
    Und der Landwirt bezahlt's eben doch

    Es mag zwar kostenlos sein das Angebot aber nicht umsonst, den wo Daten fließen können Daten auch gespeichert werden. Aber darüber wie gläsern sich jeder Präsentiert denkt heute ja kaum einer mehr nach, oder schon mal die Datenschutzerklärung von Apple gelesen die ist ihren Namen nicht wert. Aber Bequemlichkeit hat ihren Preis hat schon meine Urgroßmutter gesagt, nur die Währung hat sich geändert.

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