Provozierendes Buch greift vegetarischen Mainstream an

Laut den Autoren ginge es der Erde nicht besser, wenn alle Menschen Veganer wären.

Unter dem Titel „Don’t Go Veggie! - 75 Fakten zum vegetarischen Wahn “ haben drei Kenner der Agrar- und Ernährungsbranche Argumente gegen die fleischlose Ernährung gesammelt.

Die Autoren sind der wissenschaftliche Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E.), Udo Pollmer sowie Georg Keckl vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) und der Sozialwissenschaftler und gelernte Landwirt Klaus Alfs.

In ihrem Buch bringen die drei Experten dem Hirzel Verlag zufolge ihr Misstrauen gegenüber „der schönen neuen Veggie-Welt“ zum Ausdruck, verbirgt sich ihrer Ansicht nach doch hinter dem gut Gemeinten oft wenig Gutes. Sie bezweifelten beispielsweise, dass es moralisch besser sei, kein Fleisch zu essen, und fragten sich, warum so viele vegetarisch Lebende aggressiv auf kritische Nachfragen reagierten. Zudem widerlegten die Autoren die Behauptung, dass es der Erde besser ginge, wenn alle Menschen Veganer wären.

Ihre Feststellung „Denkt man den Veganismus konsequent zu Ende, bedeutete seine Universalisierung das Ende unserer bisherigen Zivilisation“ würzen Pollmer, Keckl und Alfs laut Verlag mit „starken Argumenten“. Dies verbänden sie mit dem Wunsch nach Aufklärung und Toleranz und einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Fakten, weg von den oft geschwungenen „moralischen Keulen“.

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von tinos tinos · 1.
    vegan

    Das bisschen Fleisch was ich noch esse, schieße ich mir selber.

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  2. von user10 · 2.
    Als weitere Lektüre empfehle ich (vor allem den ideologisch verblendeten)

    das Buch: "Landwirtschaft und Bauerntum auf dem Hümmling" von Dr. J. Böckenhoff-Grewing aus dem Jahre 1929! Der Hümmling wurde damals aufgrund seiner Armut ausschließlich BIO bzw. BIO-VEGAN bewirtschaftet. Ich wünsche jedem Hasser der modernen Landwirtschaft, dass er mindestens ein Jahr in einer derart zerstörten Landschaft ein Praktikum absolvieren darf! Übrigens: Heute ist diese Gegend trotz seiner ehemals unfruchtbaren Heide - und Moorböden eine der produktivsten Landwirtschaftsregionen Deutschlands, mit einem sehr hohen Waldanteil und den größten Moorschutzgebieten Deutschlands. Die ganze Region befindet sich als "Naturpark Hümmling" in der Gründungsphase. Ursache für diesen enormen Aufschwung: Der "Emsland-Plan" von 1951, modere Ackerbaumethoden und die sogenannte "Massentierhaltung"!

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  3. von ramsdorf · 3.
    Interessante Lektüre

    vor allem kommen da Gesichtspunkte die man vorher gar nicht so auf den Schirm hatte, gut als Argumentationshilfe. Welches Buch man nehmen sollte um sich Vegan zu ernähren? Blutmilch von Roumald Schaber, Substanzlos und setzt nicht an!

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  4. von schlaumeier · 4.
    schön zu lesen

    bei manchen Thesen war ich selbst überrascht, dass man Dinge auch von ganz anderen Seiten her als allgemein bekannt, begreifen kann. Ich habe neue Denkansätze bekommen. Kann ich jedem ideologisch geblendeten empfehlen..

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  5. von braku · 5.
    Polmer

    ist schon bei der BSE Krise aus dem Rahmen gefallen und hat als einer der wenigen die damalige Hysterie angezweifelt. Seine damaligen Ansichten hat auch vielen nicht gepasst. Wie man inzwischen sieht, hatte er mit vielem Recht. Der Mann gefällt mir.

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  6. von cairon · 6.
    Gelesen und für gut befunden....

    Ich habe es gelesen und muss sagen, dass es zwar recht provokant geschrieben, aber sehr informativ ist. Ich kann es nur empfehlen.

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  7. von bananenbaer · 7.
    Eines darf man wohl konstatieren...

    ... der missionarische Eifer ist eher unseren fleischlosen Mitmenschen eigen. Selten höre ich dass jemand deutlich darauf hinweist dass er Fleisch isst. Dat iss eben so. Oft hört man aber dass, meist eine Frau, gerne auch mit Doppelnamen, sich laut hörbar darauf hinzuweisen genötigt sieht dass im soeben bestellten Salat aber auch bitte kein Streifen Hähnchenbrust zu sein hat, sie wäre schließlich Vegetarierin. Fleisch mache aggressiv, ist ein oft gehörtes Argument vieler Veganer und Vegetarier. Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Pol Pot waren Vegetarier, diese drei Zeitgenossen zählen wohl auch nicht zu den friedfertigsten Leuten die die Zeitgeschichte hervorgebracht hat.

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  8. von milton06 · 8.
    Hab es gelesen- TOP und danke an die Autoren dafür!

    Ich kann das Buch jedem Landwirt nur empfehlen. Es ist eine einzigartige Sammlung von Daten und Argumenten, die man in jeder der "go vegan"-Debatten gebrauchen kann (auch alltagstauglich)!

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  9. von xf1 · 9.
    Die paar Veggies sind doch kein Problem

    zumindest solange sie sich ihres ökologischen Fehlverhaltens, und der Abhängigkeit vom Rest der Gesellschaft bewusst sind, und ihren Glauben in Demut leben. Problematisch sind nur jene, die glauben, damit das ökologische Gleichgewicht in wanken bringen zu können, und ihre Religion in missionarischem Eifer ausleben zu müssen. Vielleicht wäre wie bei Tabak und Alkohol eine Altersgrenze sinnvoll, damit nicht Kinder das Opfer ihrer verblödeten Eltern werden können.

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  10. von gutescholle · 10.
    Böse Veganer

    Ja, ja, die bösen Veganer! Da ist es schon ein Glück, dass die Fleischesser überhaupt nie aggressiv auf kritische Nachfragen reagieren. Und dann wäre es noch interessant zu wissen, auf wessen Lohnliste die drei Experten stehen.

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  11. von user10 · 11.
    Wenn sich alle vegan ernähren würden,

    müssten wir zur Düngung wieder das beliebte "Plaggenstechen" einführen. Nach einigen Jahren ist das dann wie Lüneburger Heide ohne Heide, also Wüste.

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  12. von detmarkleensang · 12.
    Ich will mich ab jetzt vegan ernähren.

    Welches Buch kann man da empfehlen? > Eigentlich egal, die schmecken alle gleich.

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