„Täterin Nr. 1 weg“: Peta empört mit Abschussliste für Agrarpolitiker

Peta Dieses Post hat Peta bei Facebook veröffentlicht
Bild: Screenshot

Ein rotes X liegt über dem grauen Foto der zurückgetretenen Landwirtschaftsministerin aus NRW, Christina Schulze Föcking. Daneben die Bilder von Barbara Otte Kinast, CDU-Agrarministerin aus Niedersachsen und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Dieses Foto mit der Bemerkung „Täterin Nr. 1 weg“ hat die Tierrechtsorganisation Peta am 15. Mai auf Facebook veröffentlicht.

Das Bild ist Teil der Kampagne „Tierqualprofiteure raus aus der Politik“!  Für Kai Seefried, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, ein nicht hinzunehmender Tiefpunkt. Peta rufe quasi zur Hetzjagd auf die Politikerinnen auf, zitiert ihn die Neue Osnabrücker Zeitung. „Dieser Stil ist menschenverachtend“, teilte Seefried demnach mit. Er sieht in der Veröffentlichung einen weiteren Beleg dafür, dass die Gemeinnützigkeit von Peta überprüft werden müsse. „Der Rechtsstaat darf nicht diejenigen noch finanziell fördern, die ein grundlegendes Problem mit unserer Rechts- und Wirtschaftsordnung haben“, heißt es in der Stellungnahme des CDU-Generalsekretärs.  

Empört über die „Abschussliste“ reagiert auch Gitta Connemann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag: „Die Tierrechtsaktivisten von PETA treten Menschrechte mit den Füßen. Mit ihrem Post blasen sie zur Jagd auf Politikerinnen. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel. PETAs Hetztiraden, die persönliche Diffamierungen und der Aufruf, Politiker aus ihrem Amt zu entfernen, sind nur eines - widerlich.“
 
Nach Ansicht Connemanns kennt PETA keine Grenzen in der politischen Auseinandersetzung, die Attacken richteten sich auffallend gegen Frauen. „Es geht erkennbar nicht um Tierwohl, sondern um den Knalleffekt für die eigenen Anhänger und Spender. PETAs Aufrufe zur Selbstjustiz haben rein gar nichts mit Gemeinnützigkeit zu tun – im Gegenteil. Hetze, egal gegen wen, darf nicht steuerlich begünstigt werden“, sagte die Politikerin.

Darum ist Peta sauer

Otte-Kinast hatte u.a. in einem top agrar-Interview dafür plädiert, die Gemeinnützigkeit von Peta und anderen Tierrechtsorganisationen auf den Prüfstand zu stellen. Der Status sichert Vereinen steuerrechtliche Vorteile und wird vom Finanzamt vergeben. Auch die FDP im Bundes- und Landtag fordert das.

Und Bundesministerin Julia Klöckner hatte kürzlich angekündigt, Stalleinbrüche härter bestrafen zu wollen. Edmund Haferbeck, maßgeblicher Kopf von Peta Deutschland, weist dagegen sämtliche Vorwürfe gegen seine Organisation zurück. „Es wird eine regelrechte Hetze gegen Peta erzeugt“, sagte er. „Wir haben es im Agrarsektor mit organisierter Kriminalität zu tun. Die Agrarindustrie ist durch Minister und Abgeordnete in Regierungen und Parlamenten vertreten.“  

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Ulf Henning · 1.

    Die gehöhren vom Verfassungsschutz überwacht

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  2. von Karlheinz Gruber · 2.
    Je mehr Rückhalt man in der Bevölkerung hat

    und je sicherer man ist, daß einem aufgrund des Rückhaltes nichts mehr passiert, umso mehr kann man seine Maske ablegen und das wahre Gesicht zeigen. Allerdings zeigt mir dieses Plakat, daß PETA von einem riesenrückhalt in der Bevölkerung ausgehen kann. Sonst würde man sich nicht so ohne weiteres diese Aktion leisten

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  3. von Andreas Schäfer · 3.
    PETA,die Grünen und alle andern NGOs

    (...) Je größer die Lüge um so eher wird sie geglaubt

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  4. von Gerhard Seeger · 4.
    Zu Ende denken!

    Welchen Aufschrei würde es geben wenn türkische Organisationen derartige Fotos von vermeintlichen Gülen-Anhängern auf einer öffentlichen "Abschussliste" veröffentlichen würden? Was wenn Leute rechter Gesinnung die Fotos linker/grüner Politiker, z.B. Hofreiter, Özdemir oder Wagenknecht so vorführen würden? Welche Reaktion gäbe es wenn Salafisten/Islamisten prominente jüdische Mitbürger auf diese Weise brandmarkten? Die Liste der Möglichkeiten ist lang. In welcher Gesellschaft wollen wir leben, wie weit geht Toleranz, was alles müssen einzelne und wir insgesamt hinnehmen? Das Maß ist längst gestrichen voll, es läuft bereits über. Was fabuliert Herr Haferbeck wenn einer seiner irren Gefolgsleute diesen wenig subtilen Aufruf zu handeln ernst nimmt? In der NOZ hatte er jüngst eine Plattform die gesamte Menschenverachtung seiner Organisation mediengerecht auszubreiten, immerhin war sein Interviewpartner forsch genug ihm einige durchaus provokante Fragen zu stellen.

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  5. von Kurt Brauchle · 5.

    Gibt es auch eine Meinung der anderen Parteien als der CDU/CSU und FDP dazu? Sicher wären alle an vorderster Front mit ihrer Empörung wen solche Aktionen andere Bevölkerungsminderheiten trifft.

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  6. von Paul Siewecke · 6.

    Auch wenn ich kein Freund von riesigen Stallanlagen bin: "organisierte Kriminalität" wie von Herrn Haferbeck betitelt ist etwas anderes: das unbefugte Eindringen und (hoffentlich nur) Filmen in Stallanlagen zum Zwecke der Einnahmeerziehlung (Verkauf an Medien, Spenden"sammlung") und durch zeitliche Verschleppung der Veröffentlichung auch unterlassene Hilfeleistung....

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  7. von Christian Bothe · 7.

    Ich kann mich meinem Vorkommentator nur anschließen. Man sollte diesem Verein von staatlicher und juristischer Seite genau auf die Finger schauen und die Gemeinnützigkeit von PETA prüfen. Die Äußerungen von Haferbeck tragen ja auch nicht gerade zur Entspannung bei. Wie heißt es doch so schön "getroffene Hunde bellen".

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  8. von Andrea Rahn-Farr · 8.
    Der Ursache auf den Grund gehen!

    Der eigentliche Sündenfall der Politik war die Übernahme des Tierschutz-Paragraphen ins Grundgesetz. Darauf bauen jetzt diese "Tierrechts-"Organisationen auf. Denen geht es nie um Tierschutz - sie wollen die Tierhaltung komplett aus Deutschland verbannen. Meine Meinung: Keinen Zentimeter nachgeben! Mit Tierrechtlern gibt es keine gemeinsame Diskussionsebene.

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  9. von Wilhelm Grimm · 9.
    Wie früher im Wilden Westen !

    Ein Gangster ist bereits erledigt, die anderen ZWEI werden noch verfolgt!.

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  10. von Jan Peter · 10.

    Es ist ja schön, das sich jetzt mal einige Politiker aufregen. Aber nur weil PETA gegen Politiker hetzen. Warum haben sich diese Politiker nicht schon in Vergangenheiter nicht mal aufgeregt als PETA gegen Landwirte hetzt.Irgendwie komisch. Daran sieht man was hier in dieser Diktatur der Landwirt wert ist.

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  11. von Paul Maier · 11.
    Minsterin Schulze-Föcking wurde weggemobbt und den beiden anderen droht man damit.

    Nichts anderes belegt die Aktion von PETA. Dass ihre Kolleginnen Otte-Kinast und Klöckner gleich daneben als nächste Opfer dargestellt werden lässt nichts Gutes erahnen. Diese Extremistengruppe scheint vor gar nichts mehr zurückzuschrecken, wenn es darum geht, unliebsame, weil nicht PETA hörige Fachminster(innen) aus der Landwirtschaft zum Rücktritt zu zwingen. Da werden auch Morddrohungen ausgesprochen und wer will sich dann noch diesem Risiko aussetzen. Wenn dieser militanten Gruppe nicht mindestens die Gemeinnützigkeit entzogen wird und damit ihr Geschäftsmodell zu Fall gebracht wird, dann hat dieser Rechtsstaat genau so versagt, wie bei der unkontrolliereten Zuwanderung. Solche Äußerungen, wie auf dem Plakat zu sehen sind, müssten eigentlich zu einer Überprüfung führen, ob PETA nicht sogar verboten werden müsste.

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  12. von Albert Maier · 12.
    PETA

    PETA ist ein offensichtlich menschenverachtender Verein, dem nicht nur die Gemeinnützigkeit entzogen werden muss, sondern der umgehend komplett verboten werden muss!

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