Umweltministerium sieht kaum Gefahr durch den Wolf

Jochen Flasbarth Jochen Flasbarth
Bild: www.bmub.bund.de

Das Bundesumweltministerium sieht kein großes Risiko für Menschen durch die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. „Die Gefahr durch den Wolf ist sehr gering“, sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth der taz.am wochenende. Über Jahrzehnte seien keine Angriffe aus Europa bekanntgeworden. "Das gilt auch für Länder mit sehr viel größeren Wolfspopulationen als hier."
 
Das Ministerium erwägt, Deiche und Almen frei von Wolfsrudeln zu halten. „Ich weiß nicht, ob es dort gelingt, durch Zäune oder Hunde Nutztiere vor Wolfsübergriffen zu schützen“, sagte Flasbarth der taz. Die Deiche etwa würden auch von Fußgängern genutzt, denen die Herdenschutz-Hunde gefährlich werden könnten. "Das sind dann möglicherweise Gebiete, wo man die Ansiedlung von Rudeln verhindert, indem man komplette Rudel schießt", so der Staatssekretär.
 
Der Wolf wurde vor etwa 150 Jahren in Deutschland ausgerottet, ist aber im Jahr 2000 wieder dauerhaft zurückgekehrt. Seitdem wächst der Bestand der nun streng geschützten Art. Auch die Zahl der von Wölfen gerissenen Nutztiere nimmt zu. Viele Bauern sehen nun die vergleichsweise tier- und naturfreundliche Viehhaltung auf der Weide gefährdet.

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Der Mann hat ja Recht...

    es gibt nur eine geringe Gefahr für den Menschen. Auto fahren ist gefährlicher. Nur wie will er schliesslich jemanden erklären, der verletzt wurde, oder dessen Kind verletzt oder getötet wurde, dass er einfach nur Pech hatte?

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Sesselpupserweisheit?

    Herr Flasbarth, auf solche schlauen Sprüche können wir verzichten. Der städtische Sofaakrobath im 3. Stock braucht ja auch keine Angst zu haben. Aber was ist mit den Kindern auf dem Dorf, die Abends noch draußen spielen oder von ihren Freunden auf dem Heimweg sind, dem Hundebesitzer der noch eine Runde Gassi gehen muss? Was sagen sie denen, wenn sie nicht mehr unbeschwert ihren Alltag genießen, nicht mehr angstfrei auf die Straße gehen können? Ich finde es eine Frechheit, was ihr Stadtfracken euch einbildet über das Leben der Leute auf dem Dorf zu entscheiden. Hier trifft das alte Sprichwort: "wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis", voll zu.

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  3. von Gebhard Aierstock · 3.
    Kaum Gefahr durch Wolf?

    Siehe Link: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=343023999447585&set=o.883362891713533&type=3&theater

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  4. von Peter Kurth · 4.
    keine Wolfsübergriffe?

    Na ist doch klar Herr Staatssekretär, der Wolf war ausgerottet!!!!!!!

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  5. von Reinhold Klüh · 5.
    Ein Verlust an Biodiversität

    Mit dem daraus folgenden Rückgang der Weidehaltung und dem einher gehenden Rückgang von Kleinviehhalter, werden sich auch Insektenpopulationen verändern, die bekanntlich die Nahrungsgrundlage für die Vogelwelt bieten und das nur damit ein paar Altgestrige ihren Traum von BLONDIE ausleben können.

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  6. von Wilhelm Grimm · 6.
    Tierwohl ?

    Interessiert das Umweltministerium nicht.

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  7. von Hans-Heinrich Meyer · 7.
    Vorsorge Prinzip

    Bei Glyphosat, GVO, moderne Züchtungsmethoden etc. gilt doch dieses Vorsorge Prinzip, warum nicht beim Wolf. In unserem Dorf mit 5500 Einwohnern wurde auf der Dorfstrasse ein Wolf gesichtet. Da komme ich ins Nachdenken. In Ländern mit höherer Wolfsdichte gelten ja vielleicht andere Verhältnisse: - dünner besiedelt - auffällige Wölfe werden entnommen - .....

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  8. von Thomas Imhof · 8.

    Nur bis das erste Kind angefallen wird

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