Nitratbelastung durch Gülle angeblich deutlich höher als bekannt

Martin Weyand Martin Weyand; Mitglied der Hauptgeschäftsführung und Hauptgeschäftsführer Wasser und Abwasser
Bild: www.bdew.de

Die Aufbereitung von Trinkwasser wird laut Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), immer schwieriger. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung warnte Weyand, dass die Bauern seit Jahrzehnten zu viel Gülle und Mineraldünger ausbringen würden. Die Folge sei ein Überschuss an Nitrat, der das Grundwasser belastet und die Aufbereitung verteuert. Dies dürften auch die Verbraucher in den nächsten Jahren zu spüren bekommen. Wasserpreise könnten stärker steigen als bisher angenommen, warnt er.

Das neue Düngerecht, das Anfang des Jahres von Bund und Ländern verabschiedet wurde, ist laut Weyand kaum geeignet, um die hohe Nitratbelastung zu senken. Das unterirdische Problem ist seiner Meinung nach größer, als offiziell von der Politik eingeräumt werde.

UBA-Daten sind ausschlaggebend

Die Bundesregierung geht davon aus, dass knapp ein Drittel der Messstellen im Bundesgebiet zu hohe Nitratwerte ausweisen, die EU hat Deutschland deshalb verklagt. Aus Sicht der Wasserversorger ist die Lage jedoch noch deutlich schlechter, schreibt die Süddeutsche weiter. Das Problem: Die Versorger berufen sich auf die Daten des Umweltbundesamtes, die aber von vielen Fachleuten als übertrieben und ideologisch geprägt kritisiert werden. Laut der Behörde soll in fast allen von 402 deutschen Kreisen oder kreisfreien Städten zu viel gedüngt werden.

Besonders heikel soll die Lage in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sein, aber auch in einigen Kreisen in Bayern. Entscheidend ist laut Süddeutscher Zeitung dabei für die Versorger nicht die offizielle Obergrenze von 50 Milligramm Nitrat pro Liter, sondern ein Wert von 37,5 Milligramm. Das ist die Marke, ab der die Versorger Maßnahmen ergreifen müssen, um den Zustand des Grundwassers zu verbessern.

"Die Wasserwirtschaft hat eigene Messungen gemacht und zwar dort, wo das Grundwasser auf die Brunnen zufließt", erklärt der Diplom-Volkswirt Weyand weiter. "Dort gibt es zum Teil noch viel höhere Nitratbelastungen, es werden Werte von bis zu 400 Milligramm pro Liter erreicht, der offizielle Grenzwert liegt bei 50 Milligramm. Es besteht dringender Handlungsbedarf."

Unbelastetes Wasser nur noch in großer Tiefe

Gülledüngung Dieses Plakat soll den Verbraucher den Eindruck vermitteln, dass die Massentierhalter ihre Lebensgrundlage - das Wasser - verschmutzen und dadurch die Wasserpreise zwangsläufig steigen müssen.
Bild: www.guelleverschmutzung-stoppen.de
Der Hauptgeschäftsführer warnt, dass man nicht mehr lange in tiefere Grundwasserschichten ausweichen könne. Seien auch diese belastet, müsse man neue Leitungen bauen und das Wasser von weiter herholen oder spezielle Aufbereitungsanlagen errichten. "Das wäre ein sehr kostspieliger Eingriff, in betroffenen Regionen könnte das Trinkwasser dadurch um bis zu 62 % teurer werden", sagt Weyand. Das Umweltministerium warnte zuletzt vor einer Preissteigerung von bis zu 45 %.

DBV-Präsident Joachim Rukwied hatte solche Warnungen zuletzt als reine Polemik, Panikmache und Bauernbashing bezeichnet. Weyand hat dafür kein Verständnis, die Fakten ließen sich nicht wegdiskutieren. "Es kann nicht sein, dass Verbraucher für die Sünden der Landwirtschaft geradestehen", stellt er klar. Zugleich betont er, dass sich Konsumenten keine Sorgen über die Qualität machen müssten. "Die deutschen Versorger stellen sicher, dass die Verbraucher jederzeit hochwertiges Trinkwasser bekommen."

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22 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Lux · 1.
    von Josef Meier · 09.08.2017 - 08:50 Uhr

    Nach dem Bericht der Bundesregierung zum Eintrag von Stickstoff in die Bioshäre (Drucksache 18269 vom 02.06.2017) betrugen die Gesamt-N-Emissionen 1.568.000 t. Davon entfielen 63% auf die Landwirtschaft, 13% auf Verkehr, 15% auf Industrie/Energiewirtschaft und 9% auf Abwässer.

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  2. von Helmut Stocker · 2.
    "Bauern sind Luxus"

    Leserkommentar FAZ vom 06.08.2015 (Kein Fehler, Datum ist richtig geschrieben, also bereits vor zwei Jahren)!!! Wir leisten uns mit unseren Bauern ein teures Vergnügen, EU-gefüttert, von Steuern lebend. Was sie uns bieten, was sie produzieren, kann der Weltmarkt wesentlich billiger liefern. Der Mann, der im Märzen seinen subventionierten Schlepper mit subventioniertem Diesel befüllt und dann im Frühtau sein Feld mit Gülle berieselt, ist pure Nostalgie. Es wäre wesentlich preiswerter, alle Landwirte nach A 16 zu verbeamten. Mit der Auflage, nichts zu produzieren, keine Fremdstoffe mehr auszubringen und keine sog. Nutztiere zu halten. Eine win-win-win-situation: Für den Bauern, für den Steuerzahler, für die Natur. (...) Wenn ein Volk dieser Meinung ist, dann ist es Ihm zu lange zu gut gegangen.

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  3. von Paul Maier · 3.
    Grundlage seien Zahlen aus dem Bundesumweltamt.

    Ausgerechnet diese Behörde, die über viele Jahre durch die gezielte Auswahl von sehr wenigen (belasteten) Meßstellen dafür sorgte, dass die EU Deutschland verklagt wegen angeblich zu hoher Nitratwerte. Grundwasser bildet sich aber nicht nur unter landwirtschaftlichen Nutzflächen, sondern unter allen, nicht versiegelten Böden. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt wo gar nicht gedüngt wird. In der österreichischen Fachzeitschrift "der Landwirt" war zu lesen, dass der Gehalt an Gesamtstickstoff je ha Waldfläche von 100 kg bis zu sage und schreibe 15.000 kg betragen kann. Dass davon nie etwas ins Grundwasser gelangt glauben wohl nur Leute wie Herr Weyand. Wenn die Story der Wasserwirtschaftler stimmen würde, dann müssten die Nitratwerte dort wo der Tierbestand drastisch zurückgegangen ist, wie z.B. in BW, (Von einst 800.000 Kühen auf 340.000, sogar der Schweinebestand niedriger ist als vor 60 Jahren und Geflügel kaum noch gehalten wird sowie auch weniger mineralischer Stickstoff gestreut wird) die Werte extrem gefallen sein. Der Rückgang entspricht aber nicht dem Rückgang der Einträge aus der Landwirtschaft. Bei der Suche nach der Ursache für steigende Nitratwerte wird so verfahren wie bei jenem Betrunkenen, der nachts unter einer Straßenlaterne seinen Hausschlüssel vergeblich suchte. Als ihn ein Polizist, der zunächst bei der Suche half fragte: Haben sie ihn überhaupt hier verloren, antwortete er : Nein, weiter drüben, aber dort ist es so dunkel. Eben an solchen "dunklen" Stellen wird nie nach Nitart gesucht, weil der Landwirt als der allein Schuldige längst feststeht und auch noch viel zu verängstigt ist um sich dagegen zu wehren.

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  4. von Gerhard Eschbaumer · 4.

    Als Schuldigen die Landwirte anzuklagen ist der scheinbar einfachste Weg. Die Problematik ist jedoch wesentlich komplexer wie ausnahmsweise hohe Nitratwerte unter Waldgebieten zeigen. Die Einträge über die Luft werden noch ueberraschen.

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  5. von Gerhard Eschbaumer · 5.
    Überschüsse von 150 kg Guelle je Hektar ?

    Manchmal ist der gedruckten Unsinn so gross, dass man auch mit viel Phantasie nicht darauf kommt, was wohl gemeint ist. Was meint er mit weiterhin sind Überschüsse von 150 kg Guelle je Hektar erlaubt ?

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  6. von Gerhard Eschbaumer · 6.
    400 mg Nitrat/ Liter ?

    Da sollte er schon sagen, wo im Grundwasser ein Gehalt von 400 mg / Liter vorkommt. Dort wäre durch Begegnung auch die N - Düngung erledigt.

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  7. von Heinrich Steggemann · 7.
    Korrektur Haberboschverfahren

    Mit dem Haberboschverfahren wird aus atmosphärischem Stickstoff und Wasserstoff ( nicht Sauerstoff) Ammoniak als Vorprodukt für die Stickstoffdüngerherstellung produziert.

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  8. von Heinrich Steggemann · 8.
    @Gerhard Steffek Düngesalzrecycling

    Wertvolle Stickstoffverbindungen werden in der Kläranlage zu elementarem Stickstoff und Sauerstoff zerlegt. Ein weiterer Teil findet sich im Klärschlamm wieder.In welchem Umfang auch Ammoniak und Co direkt in die Atmosphäre gelangen???? An anderer Stelle werden die Elemente Stickstoff und Sauerstoff aus der Atmosphäre energieaufwändig im Haberboschverfahren zur Stickstoffdüngerproduktion wieder zusammengefügt. Vielleicht haben wir da in der weiteren Zukunft energiesparendere Verfahren ohne Umweg über Kanalisation und /oder Atmosphäre. Grob geschätzt könnte der gesamte Kali in den menschlichen Ausscheidungen Deutschlands immerhin ca. ein Viertel des Mineraldüngers ersetzen je nach Ernährungsgewohnheiten. Wenn man sich das Verhältnis von Phosphor zu Kalium im Klärschlamm anschaut (im Vergleich zu Schweinegülle), liegt für mich die Vermutung nahe, das ein Grossteil des Kali die Kläranlagen über das gereinigte Abwasser verlässt. Der gesamte Sachverhalt wäre sicher mal einen Artikel in der Topagrar wert, im zweiten Schritt könnte dann mal ein Blick auf die Lösung der Schadstoffproblematik geworfen werden.

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  9. von Karl-Otto Ditges · 9.
    Populistisch!

    Manchmal reicht ein einfacher Faktencheck um solche Populisten zu entlarven: Im Umweltbericht NRW aus dem Jahr 2016 heißt es: „Der Grenzwert für Trinkwasser ist mit 50 Milligramm pro Liter identisch mit dem Schwellenwert für den „guten Zustand“ entsprechend der Grundwasserverordnung. Im Jahr 2015 überschritten knapp 14 % der gut 100 über das Land verteilten Grundwassermessstellen diesen Wert (30 % verzeichneten Werte über 25 Milligramm pro Liter)….. Der Trend zu geringeren Nitratkonzentrationen ist aber statistisch signifikant.“ (vgl. S. 100, Umweltbericht NRW 2016). Der Antwort auf die Große Anfrage der beiden Regierungsparteien in NRW (SPD und Grüne) aus dem Jahr 2014 ist zu entnehmen, wie es um den Mineraldüngereinsatz in NRW steht: So wurden 1989/90 noch 272.748 t Stickstoff aus Mineraldünger eingesetzt. Im Jahr 2012/13 waren es nur noch 148.327 t Stickstoff. (vgl. Landtagsdrucksache NRW 16/7576 S.13-14). Also nur rund 54 % des Ausgangswertes. Auf der gleichen Seite ist zu lesen, dass der Stickstoffanfall aus Wirtschaftsdünger ebenso rückläufig ist. Im Übrigen: Wer vermutet, dass es sich um geschönte Zahlen handelt, der muss wissen, dass beide Berichte noch aus des Feder des Hauses von Minister Remmel stammen. Der hat die Zahlen aber ebenso ignoriert, wie die gesamte Wasserwirtschaft!

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  10. von Gerhard Steffek · 10.
    Im Grunde -

    braucht man nur die Frage stellen: billiges und reichliches Essen, oder billiges Wasser? Auf das läuft es doch raus. Wird die Düngung runtergefahren, steht man letztendlich vor dem Problem das dann urplötzlich "Schmalhans" Küchenmeister ist. Manchem würde es ja nicht schaden, aber auf ein gutes Essen will ja dann doch keiner verzichten. Es ist keine Frage, dass man auf beides achten muss, aber was hier wieder betrieben wird ist letztendlich nur Schindluder. Dabei müssen aber auch die Biobetriebe aufpassen. Denn bei dieser Agitation mit dem Güllefass trifft es auch einen Herrn Ostendorff und seine Kollegen. Diese sind doch erst recht auf eine ordentliche Gülleausbringung angewiesen. Für Heinrich Steggemann: der Stickstoff in der Kläranlage wird durch das Nitrifikations/Denitrifikationsverfahren in die Luft "ausgetrieben". Durch die sich im Schlamm befindlichen Bakterien wird hier der organisch gebundene Stickstoff, bzw. das im Abwasser gebundene Ammoniak (NH3) und Nitrat (NO3) wieder in seine gasförmige Gestalt (NO2) umgewandelt und an die Luft abgegeben. Der gleiche Prozess geschieht bei der Gülledüngung auch im Boden. Wobei hier ein hoher Nitratwert auftreten kann wenn der Sauerstoffgehalt im Boden hoch ist. D.h. niedriger Sauerstoffgehalt = niedriger Nitratgehalt. Kali sucht man im menschlichem Abwasser fast vergebens. Da der Mensch wie das Schwein ein "Körnerfresser" ist und beim Getreide Phosphor im Korn und das Kali im Stroh zu finden ist, verhält sich das Abwasser bei diesen Nährstoffen ähnlich der Schweinegülle. Noch dazu sammelt sich das ganze im Klärschlamm und befindet sich somit nicht mehr im gereinigtem/geklärten Wasser.

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  11. von Hermann-Josef Schaller · 11.
    Ist Martin Weyand ein gewissenloser Dummschwätzer ?

    Kann mir das mal einer beantworten.Soviel ich weis müssen doch alle normalen landwirtschaftlichen Betriebe jedes Jahr eine Düngebilanz erstellen,wie kann dann so einer behaupten, nur Großbetriebe müssten Stickstoff-Bilanzen erstellen. Bei den mickrigen Einkommensspannen möchte ich denjenigen sehen, der zuviel an Dünger, seis mineralisch oder organisch , rauswirft.

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  12. von Heino Holt · 12.
    heino holt

    https://www.youtube.com/watch?v=z69gD9qR9YY

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  13. von Heinrich Steggemann · 13.
    Setzt z.B. die Berliner Bevölkerung für ein Jahr aufs Plumpsklo,

    und wir erhalten rund 3,5 Millionen Kubikmeter Wirtschaftsdünger menschlichen Ursprungs. Das sind mehr als 100.000 Lkw Ladungen. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wären ca. 100.000 ha Nährstoffverwertungsfläche nötig. Wo bleiben diese Düngesalze aktuell Herr Weyand ? Es wird an der Teilrückgewinnung von Phosphor aus dem Abwasser gearbeitet, aber wo bleibt der restliche Phosphor? Und was ist mit Stickstoff und Kali? Wenn es im Aussenbereich so dramatisch schlecht um das Grundwasser bestellt ist, warum werden dann die nächsten Trinkwasserbrunnen nicht in den Stadtgebieten am Ort des hauptsächlichen Verbrauchs angelegt? Die Landwirtschaft rechnet demnächst Stoffstrombilanzen. Der BDEW könnte ja mal mit gutem Beispiel vorangehen und auf freiwilliger Basis Stadttorbilanzen rechnen und veröffentlichen.

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  14. von Dirk Heinemann · 14.
    Klärschlamm

    Fast 60% des Klärschlammaufkommens landet in Niedersachsen auf dem Acker zusätzich belastet mit Antibiotika Hormonen Schwermetallen Qecksilber Arsen etc.Des weiteren fließen bei hohen Niederschlägen Klärflüssigkeiten direkt in die Gewässer, Nachgewiesen durch Rückstände in den Fischen. Laut Klärschlammbericht des Landes befindet sich die Qualität des Klärschlamms auf sehr hohem Niveu .

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  15. von Michael Behrens · 15.
    Profit?

    Geht es nicht darum Profit mit dem Lebensmittel Wasser zu machen? Und da die Panikmache rund um die angebliche Nitratbelastung genau richtig! Es wird dann richtig"Kasse" gemacht! Und kann mal der Bauernverband gegen solche plakative Vorverurteilung klagen? Seit Hendricks "Bauernregeln" darf wohl jeder Plakate aufhängen und irgend etwas behaupten! Das Güllefass ist doch schon Synonym für Umweltverschmutzung in der Bevölkerung geworden! Was müssen wir noch alles aushalten, wenn wir uns das alles immer gefallen lassen?

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  16. von Albert Maier · 16.
    Gebürsteter Cheflobbyist

    Wird Zeit, dass man sich dieses gebürstete Bürschchen mal zur Brust nimmt. Interessant ist das Plakat. Die neue, teure, bodennahe Ausbringtechnik wird schon jetzt zum neuen Feindbild aufgebaut, na Klasse!

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  17. von Armin Brader · 17.

    Wir Landwirte sollten mal auf unseren Hänger Bundesweit Plakatte aufhängen wo von einem Kanalrohr Wasser versikert und 30 % dazu schreiben!!

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  18. von Wilhelm Grimm · 18.
    Der BDEW und die Grünen.

    machen gemeinsam Wahlkampf. Deren Netzwerke funktionieren und verunsichern unsere Bevölkerung ganz bewusst. Es zeigt sich, dass wir unabhängige Untersuchungen benötigen. Der UBA-Nitratbericht 20016 bestätigt diese BDEW- Meldung nämlich nicht.

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  19. von Oswald Steinle · 19.
    Dieses Thema langweilt mich ....

    Jeden Tag das selbe Thema in den klatschzeitungeb / Klatschmedien - nichts neues um von den eigentlichen Probleme abzulenken ? Allein die Wortwahl "stinkende Brühe" und "auf Felder kippen" lässt jede sachliche Diskussion unmöglich erscheinen.

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  20. von Josef Meier · 20.
    Nicht nur Gülle.

    Alleine in der maroden Kanalisation von Hamburg versickert mehr Gülle in das Grundwasser als in ganz Schleswig Holstein durch Tierhaltung entsteht und umweltneutral und überreguliert durch zahllose Verordnungen ausgebracht wird. Über die Abgasreinigung durch Ad Blue beim Diesel und auch beim Benziner durch den Kat werden Stickoxyde zu Ammoniak umgewandelt und gelangen direkt auf die Fahrbahn und damit in den Graben und ins Grundwasser. Die Menge beträgt dabei pro Hektar vielbefahrener Autobahn über 200 kg N pro Tag!!!!!!!. Was sagt hierzu unsere neue Düngeverordnung? Warum nimmt sich unser Bauernverband nicht dieser Thematik an? Ist er befangen und traut sich nicht da hinein zu stechen, oder mangelt es wieder nur beim "Fachlichen"?

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  21. von Willy Toft · 21.
    Mit Unterstellungen und Vermutungen baut man kein Vertrauensverhältnis auf!

    Nach dem Motto, wir haben den Schuldigen gefunden, wird nicht mal sachgerecht mehr argumentiert! Da wird das ganze Scenario, an Umweltverbrauch und Umweltverschmutzung, auf die Landwirtschaft abgewälzt. Der Mensch ist ein Umweltnutzer, er verbraucht Ressourcen, und hinterlässt, jeder für sich, auch belastete Luft, Abwässer und jede Menge Müll. Es ist so einfach, immer wieder den Sündenbock einer einzelnen Berufsgruppe anzulasten, um sich dann vielleicht besser zu fühlen!?

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  22. von Harald Finzel · 22.
    Nix neues...

    Die "bis zu 62%" Mehrkosten hatte der BDEW schon vor Monaten rausgehauen, basierend auf abenteuerlichen Worst-Case-Szenarien für Einzelfälle. Auch der Rest des SZ-Artikels scheint nicht mehr zu sein als das sommerlochgerechte Aufwärmen einer alten Story, basierend auf Halbwahrheiten und einseitigen Schuldzuweisungen. Siehe auch https://www.novo-argumente.com/artikel/wer_hat_angst_vorm_boesen_nitrat (Keckl, 10.07.2017) oder https://blogagrar.de/nitrat/agitieren-wasserversorger-gegen-bauern/#more-4635 (Hauschild/Barkmann, 24.07.2017)

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