Weitere Verhandlungsrunde der EU mit Mercosur abgeschlossen

Mercosur Mercosur ist die abgekürzte Bezeichnung für den „Gemeinsamen Markt Südamerikas“, gegründet 1991.
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Die Europäische Union hat im März eine weitere Verhandlungsrunde mit der südamerikanischen Staatengemeinschaft Mercosur abgeschlossen. Unter anderem wurden Vorschläge zum Handel mit Agrarprodukten, insbesondere zu Wein und Spirituosen, und zur nachhaltigen Entwicklung sowie der Zugang zu Energie und Rohstoffen verhandelt. Vereinbart worden seien Einfuhr- und Ausfuhrlizenzverfahren für bestimmte Waren, diese wurden aber nicht genannt.

Die größten Meinungsverschiedenheiten habe es hinsichtlich der Vorschläge von Mercosur in Bezug auf die allgemeinen Zollsätze, Subventionen, den Schutz junger Industriezweige sowie hinsichtlich des EU-Vorschlags für ein Verbot von Ausfuhrabgaben gegeben.

Vereinbart worden seien Regelungen zur Herkunftsbezeichnung von Fischereiprodukten; zudem seien Vorschläge zu Herkunftsbezeichnungen für Agrarrohstoffe und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse besprochen worden.

Der zur selben Zeit wie die Verhandlungsrunde aufgedeckte Fleischskandal in Brasilien war, wie ein Sprecher der EU-Kommission gegenüber AGRA-EUROPE erklärte, nicht Gegenstand dieser Gespräche. Allerdings solle das Thema Nahrungsmittelsicherheit in den künftigen Verhandlungsrunden behandelt werden, erklärte die Kommission.

Die wichtigsten Produkte, die die Länder des Mercosur in die EU liefern, sind Agrarprodukte, insbesondere Soja, Kaffee und Fleischwaren. Bei den EU-Exporten dominieren indes Maschinen und Pharmazeutika. Die Verhandlungen zwischen der EU auf der einen sowie Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay auf der anderen Seite laufen bereits seit 1999. Venezuela, das ebenfalls dem Mercosur angehört, nimmt an den Gesprächen nicht teil.

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