Großbrand bei Wiesenhof gelöscht

Feuerwehr Großbrand bei Wiesenhof in Lohne
Bild: Youtube
Zwei Hallen des Geflügelfleischherstellers Wiesenhof in Lohne sind am Ostermontag abgebrannt. Nach NDR-Angaben handelt es sich um eine Produktions- und eine Anlieferungshalle. Lebende Tiere sind nicht betroffen, weil der Schlachthof über Ostern geschlossen war. Daher waren auch nur wenige Mitarbeiter vor Ort.

Das Feuer war am frühen Montagnachmittag ausgebrochen. Anwohner berichteten von dumpfen Schlägen und kleineren Explosionen. Die Polizei Vechta sprach am Montag von einer „chaotischen Lage“. Bis zu 520 Rettungskräfte waren daraufhin im Einsatz. In der letzten Nacht waren noch 100 Mann vor Ort, berichtet der NDR weiter. Der Brand ist inzwischen gelöscht.

Laut Angaben der Rettungskräfte gleiche das Betriebsgelände nun einem riesigen Trümmerfeld. Der Schaden beläuft sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Wo genau und warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Untersuchungen werden nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort auch noch Tage oder sogar Wochen dauern. Eventuell können Fachleute heute aber schon erste Bereiche betreten.

Der Schlachtbetrieb für Hähnchen ist vorerst aber nicht mehr möglich. Schlachttiere würden sofort zu anderen Standorten umgeleitet, teilte Wiesenhof mit. Täglich wurden in Lohne bis zu 370.000 Hähnchen geschlachtet. Die rund 1.600 Mitarbeiter sollen am Nachmittag auf einer Betriebsversammlung über den Stand informiert werden.  

Erst am Ostersamstag war es bei dem Geflügelschlachter zu einem Zwischenfall gekommen. In einer Produktionshalle war Ammoniak ausgetreten. Nach Angaben der Polizei musste die Halle geräumt werden. Die Ursache war zunächst ungeklärt. Möglicherweise habe sich das Ventil einer Leitung gelöst, hieß es bei der Polizei.

Unten finden Sie erste Youtube-Videos sowie hier einen Videobericht von Focus...

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Grimm · 1.
    Alles Zufall ?

    Ich weiß es nicht, aber ein ungutes Gefühl bleibt. Es gibt offenbar zu viele Sympathisanten mit klammheimlicher Freude.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Georg Keckl · 2.
    Alles Zufall?

    Ungutes Gefühl: Es brennen etwas viel, zufällig leere, Ställe und ruhende Fabrikationsanlagen ab in letzter Zeit und nie weiß man, wie das kam. Als der aus unbekannten Gründen abgebrante Schlachthof in Bogen (Bayern) wiederaufgebaut wurde, wurde der Baukran besetzt und ein riesiges Transparent aufgerollt: "Bis jede Schlachtfabrik stillsteht: Protest, Sabotage, Widerstand" http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/tieraktivisten-wiesenhof-bogen-protest-100.html . Die Ankündigung von Sabotageakten blieb straffrei, dabei wäre das das gemeinschaftsgefährlichere Vergehen gegenüber der Störung der Baustelle. Aber da hat sich eine Sympathiesantenscene am Rande der Legalität entwicklet, die auch mit "Schutzgeld", aufklärenden Gesprächen, nicht umgestimmt werden kann, eher ermutigt wird. So ist das leider. Da muß man schon nicht so nette sozialpädagorgische Worte finden. Die Baukranbestzer sehen sich nur als zwar "leicht" illegale, aber moralisch korrekte Vollstrecker der guten Foderungen und es wird sich auch nicht abgetrennt von ihnen, sondern klammheimlich bis offen Beifall geklatscht. Hier ist eine andere Tonlage in der Berichterstattung vonnöten für das Allgemeinwohl. Das ermutigt die Scene immer weiter, das "Gute" zu bewirken. Grüße: Georg Keckl

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