„Wir machen Euch satt 2.0“ – Der Countdown

Wir machen Euch satt-Demo im letzten Januar
Bild: FragdenLandwirt

Am 16. Januar 2016 findet um 9:15 Uhr auf dem Washington-Platz direkt am Hauptbahnhof Berlin zum zweiten Mal die Demonstration „Wir machen Euch satt“ statt.

Marcus Holtkötter, Nadine Henke und Kathrin Seeger, die drei Initiatoren von www.fragdenlandwirt.de, fordern Bürger und Verbraucher auf: „Redet mit uns, statt über uns“. Sie werben für eine vorurteilsfreie Betrachtung der modernen Landwirtschaft, wollen sachlich und ohne Ideologie diskutieren.

top agrar begleitet die letzten 50 Tage vor der Demo. Wir wollen zeigen, was es heißt eine solche Aktion zu planen, vorzubereiten und umzusetzen. Wie sieht die Vorbereitung aus? An was muss man denken? Wer muss informiert werden? Wie viel Arbeitszeit fällt an?

Die drei Initiatoren werden in einer Art Tagebuch ihre Aktivitäten offenlegen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Eintrag 13.1.2016 von Marcus Holtkötter

Derzeit sind Nadine Henke und ich auf dem Weg nach Berlin. Wir wurden von Minister Schmidt zu einer Gesprächsrunde zu Thema " Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft" eingeladen. An dieser Veranstaltung nehmen neben Landwirtschaftlichen Verbänden auch Träger und Unterstützer von WHES Teil. Wir sind sehr gespannt auf dem Dialog dort und sind froh das dort mit uns geredet wird und nicht über uns. 
Die Zeit im Zug können wir derweil sehr gut Nutzen um Presseanfragen zu beantworten und auch um letzte Organisatorische Dinge zu Planen. 

Was uns besonders freut ist das wir mittlerweile von unzähligen verschiedensten Lokalen Aktionen wissen. Genau so muss es sein wir Landwirte müssen wieder selber Aktiv werden und den Dialog aktiv anbieten. Was Schmidt anschließend sagte lesen Sie hier...
 

Eintrag 11.1.2016 von Bauernverband Schleswig-Holstein

Bauern aus dem gesamten Bundesgebiet werben am kommenden Samstag für eine vorurteilsfreie Betrachtung. Unter dem Slogan „Wir sind dein Lebensmittel.Punkt.!“ fordern sie Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz bei der Diskussion über landwirtschaftliche Themen. Das Motto der Demonstration wird vom Bauernverband in den Sozialen Medien aufgegriffen: Ab heute ist ein Film abrufbar, der die Demo thematisch begleitet.

Eintrag 10.1.2016 von Bernhard Barkmann

Last Minute-Bestellungen

Das Interesse an "Wir machen Euch satt" steigt. Immer mehr Busse und regionale Aktionen kündigen sich an. Viele Schlder werden in kreativer Eigenleistung produziert, aber auch die offiziellen Demo-Artikel wie Banner, Westen, Baseball-Caps und Co. werden rege nachgefragt.

Unsere Logistikpartner GFS-Top-Shop und Schulze-Bremer haben alle Artikel vorrätig. 
Beide Dienstleister arbeiten bei kurzfristigen Engpässen bei einem Produkt zusammen und empfehlen eine Bestellung bis Dienstag Mittag aufzugeben, wenn die Artikel sicher bis Freitag geliefert werden sollen.
In den allermeisten Fällen klappt die Auslieferung innerhalb von 24 Stunden.

Wenn es ganz schnell gehen soll, dann sind Stammkunden sicherlich im Vorteil gegenüber Neukunden.
Der schnellste Weg zum Bestellformular: http://www.wir-machen-euch-satt.de/fanartikel/

Eintrag 7.1.2015 von Marcus Holtkötter

Ganz spontan haben sich Landwirte aus Berlin und Brandenburg bei uns gemeldet die gerne mit dem Schlepper zum Washington Platz kommen würden. Also gestern Abend das ganze bei der Polizei in Berlin noch schnell an und nachgemeldet.

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41 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Andreas Heumer · 1.
    Die FDL lehnt nachweislich jede Groß/Klein - Diskussion ab

    Und dabei ist eine Abgrenzung von Groß und Klein heute Tagesgeschäft in der Landwirtschaft. Der VE Schlüssel rettet Familienbetrieben seit 50 Jahren die Existenz. Wer wie die FDL(Wir machen satt) Diskussionen zu Agrarstrukturen ablehnt, gefährdet Existenzen in der Landwirtschaft. Also nix "nachhaltig" bei "Wir machen euch satt". Wir haben uns intensiv mit den Belangen der Familienbetriebe auseinanderzusetzen. Satt machen alle...

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  2. von Dr. Willi Billau · 2.
    Landwirtschaft zwischen Diskussionsbereitschaft und Existenzangst

    Sehr geehrte Redaktionsteams, nach dem Motto „Landwirtschaft zwischen Diskussionsbereitschaft und Existenzangst“, möchten wir Sie am Samstag, dem 16. Januar um 10°° Uhr nach Griesheim, Pfützenstraße 67, in die Geschäftsstelle des Regionalbauernverbandes Starkenburg einladen. Der Regionalbauernverband vertritt über 3.000 Mitglieder in 5 südhessischen Landkreisen. Von Sonderkulturen bis hin zu Milcherzeugung und Schafhaltung sind alle Sparten der Landwirtschaft vertreten. Im vergangenen Jahr haben die süddeutschen Landwirte im Schnitt Gewinneinbußen zwischen 30 und 35 % verkraften müssen. Es gibt bei den „weniger erfolgreichen Betrieben“ etliche, welche sogar von der Substanz leben. Das ist ungerecht. Seit Jahren sinken unsere Preise und die Margen/Spannen des Discounts nehmen kontinuierlich zu. Das kann nicht so weiter gehen. Der Mindestlohn gilt für uns auch dann, wenn wir für unsere Produkte die Mehrkosten nicht erwirtschaften können. Unsere Produkte sind mehr wert. Wir wollen keine Staatshilfen, sondern der Qualität unserer Waren entsprechende Preise. Doch mit welchen Maßnahmen sollen diese erreicht werden. Darüber wollen wir mit Ihnen reden, und uns Ihren Fragen stellen. Die einen (WHES) fordern eine radikale "Agrarwende“, welche weitreichende Konsequenzen nicht nur für die Bauern hätte und auch ohne gesellschaftliche Änderungen nicht zu realisieren wäre(?), die anderen (WMES) wollen dafür werben, dass man mit modernen gleichwie nachhaltigen Strategien ebenfalls Änderungen vorzunehmen bereit ist, ohne gleich alles Bewährte über den Haufen werfen zu müssen. Darüber wollen wir mit Ihnen als Bindeglied zu den Lesern und damit unseren Verbrauchern diskutieren. Auch wollen wir zusammen darüber nachdenken, wie der Dialog „Verbraucher-Landwirt“ verbessert werden kann! Über Ihr Kommen würden wir uns freuen! RBV Starkenburg Willi Billau Vorsitzender 0172-9143902 P.S: Ein kleiner Imbiss mit regionalen Produkten wird gereicht! Einige (Jung-)Landwirte werden mit Traktoren vor Ort sein und gerne mit Ihnen reden!

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  3. von Eckehard Niemann · 3.
    Unter Bauern in ein wirkliches Gespräch kommen!

    Wirklich zielführend für Bauern wäre es, wenn sich die bäuerlichen Teilnehmer beider Demonstrationen nicht als Gegner begreifen würden. Wirklich lohnend wäre es, wenn eine Form gefunden würde, in eine wirkliche Diskussion der Bauern untereinander (auch ohne Agrarindustrie oder NGOs) zu kommen.

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  4. von Hans Nagl · 4.
    Das eigentliche Problem !!!!

    Ist doch, von uns Bauern selbst verursacht, wir Liefern viel zu viel zu Spott Preisen und rufen (betteln) dann um Subventionen. Wie heißt`s in Bayern "wos nix kost is nix wert ".

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  5. von Rita Kienberger · 5.
    Wer Warnwesten braucht, setzt falsche Zeichen!

    Wer wie ein Müllmann gekleidet ist, sendet doch eindeutig die falsche Botschaft aus.Schade, für den ganzen Berufsstand.Doch typisch für den Bauernverband,egal was er macht,er bringt immer nur eine" glatte Null". Schön wäre es,wenn man sich wirklich ernsthaft mit der derzeitigen Agrarpolitik befassen würde.

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  6. von Erwin Schmidbauer · 6.
    Schlepperschau

    Macht eine Schlepperparade wirklich Sinn? Schliesslich sind Schlepper sehr schweigsam in der Wortwahl und es ist auch unglaublich schwierig, mit den darauf sitzenden Fahrern ins Gepräch zu kommen.

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  7. von Wilhelm Gebken · 7.
    Um was geht es am 16. Januar 2016 in Berlin wirklich?

    Es geht darum wie Deutschland mit der Realität umgeht. Zwei Gruppen die unterschiedlicher nicht sein könnten treffen aufeinander: Bauern, die ihren grandiosen Erfolg der letzten Jahrzehnte mit der Anhäufung und Umsetzung von Erkenntnissen und Wissen erreicht haben, also auf Grundlage der wissenschaftlichen Suche nach "wahr" oder "falsch" auf allen Ebenen, von der Uni bis auf den Acker, wobei es auch zu (korrigierbaren) Irrtümern kommt. Die andere Gruppe unterscheidet nicht nach "wahr" und "falsch" sondern nach "gut" oder "böse". Wissenschaftliche Wahrheiten haben keinen Platz in dieser "Realität". Es gibt dort nur den gefährlich-naiven Glauben an das vermeintlich Gute und den eigenen "heroischen" Kampf gegen das vermeintlich "Böse" was die so unterschiedlichen Gruppen von WHES eint. Daher verwundert mich die Teilnahme religöser und kirchlicher Gruppierungen überhaupt nicht (mehr). Die bäuerliche Gegenveranstaltung ist zwingend erforderlich! Ich wünsche mir, dass es den teilnehmenden Bauern gelingt "des Kaisers neue Kleider" als das zu entlarven was sie sind: "Heiße Luft"

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  8. von Andreas Heumer · 8.
    Kopfschütteln ist ungesund

    In Deutschland leben über 80 Mio. Menschen. Einige Hundert oder Tausend vielleicht sind so radikal gestimmt um zu sagen s.U. „... Bio ist auch Mord...“. Das ist so unwichtig und trifft Landwirte so wenig wie sich Bundeswehrsoldaten von dem Standartspruch „Soldaten sind Mörder“ nicht betroffen fühlen. Beide Demonstrationen sind so unwichtig und treffen sich auf Augenhöhe auf dem gleichen Niveau. ///// Die echten Probleme werden vernebelt. Das Höfesterben. Ursachen der Betriebsaufgaben sind schlechte Preise und Wettbewerbsverzerrungen (Grund und Boden) und immer mehr Bürokratie - Auflagen. Es gibt in Deutschland kein Landwirt der wegen der Demonstration „Wir haben es satt“ seinen Hof aufgegeben hat. Die ISN hat vorgerechnet, dass der Fleischhandel die Verbraucherpreise für Schweinefleisch um 70 Cent angehoben hat, und unsere Erzeugerpreise bewegen sich auf Tiefständen. Ja ja, wir machen satt......... :(

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  9. von Lars Henken · 9.
    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln

    Viele Kommentare hier zeigen doch sehr deutlich, dass die "Wir-machen-euch-satt-Demo" bitter nötig ist. Wer bei den WHES mitmarschiert stellt sich zu Menschen die jede Art der Tierhaltung ablehnen. Ich erinnere mich an Transparente mit Aufschriften wie: "Auch Bio-Tierhaltung ist Mord!" Wie soll man als Tierhalter da mitlaufen ohne sich beleidigt zu fühlen? Was mich aber am meisten stört ist, dass die landwirtschaftlichen Organisationen, die sich den WHES angeschlossen haben mit allen möglichen Mittel versuchen die Leute von WMES zu diskreditieren. Ich finde da passt der Slogan sehr gut: "Redet mit uns , statt über uns."

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  10. von Andreas Heumer · 10.
    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76416132/kopftuch-und-schaechten-beck-fordert-akzeptanz-religioeser-beduerfnisse-von-fluechtlingen.html

    Grüne pro Schächten. "Tierwohl" mal anders

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  11. von Andreas Heumer · 11.
    Herr Schäfer,

    Sie stellen merkwürdige Fragen. Einige sollten einfach nicht so viel Druck in sich aufbauen. Es geht mit dieser Kommentarfunktion darum,dass jeder sein Recht ausüben kann frei seine Meinung zu sagen ohne dass andere persönlich werden bzw. persönliche Anspielungen machen.//////// Ich kann mir das auch nicht erklären, warum sogar studierte Bauern auf einer Demonstration, gegen die „Grüne Woche“ mit laufen. Man muss es aber akzeptieren. Ich kann es aber genau so gut nicht verstehen, anderen Ideologien hinterher zu laufen. Ich meine die Ideologie, dass ein großer Papierwirt mit zehn Angestellten und gut organisierter Verwaltung von Dokumentationen und Zertifikaten und Qualitätssiegeln besser sein soll als der noch überwiegend vorherrschende Familienbetrieb. In dieser von Lebensmittelkonzernen vorangetriebenen Entwicklung sehe ich mehr Gefahren als von der einmal jährlichen „Wir haben es satt Demo“ ausgehen könnte. Deshalb plädiere ich dafür, das der Bauernverband seine Mitglieder anschreibt und befragt ob man sich nicht auch als Familienbetrieb in die öffentliche Diskussion einbringt. Die professionell organisiert arbeitet mit sachlich ruhiger verbindender Sprache. Die Sprache der FDL ist oben zu lesen. Die grenzen Bauern aus, die ihr alleiniges Heil im Beklagen schlechter Preise sehen. Gemeint ist der BDM natürlich. Außerdem sollte man als Einlader Worte wie „Pöbeln“ vermeiden. Das tut man natürlich nicht,wie man andere Dinge nicht machen sollte. Lasst euch einfach beraten... Statt mit so einem platten Motto in Berlin aufzulaufen, rate ich dazu den Dialog mit den Kirchen zu suchen, was ja auf Verbandsebene schon stattfindet um dann wirklich so etwas wie eine "Ernte Dank Kundgebung" zu starten. Zum „Satt machen" gehören viele Dinge wie Wasser, Boden und Klima.///// Jeder Bauer muss mit anpacken. Aktuell macht der ARD Fernsehkoch Tim Mälzer mehr Agrarpolitik als der zuständige Minister. Das kann nicht gut gehen.

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  12. von Thorsten Schäfer · 12.
    Herr Heumer,

    geht es Ihnen um persönliche Profilierung? Bei WMES machen aktive Landwirte mit, die sich öffentlich gegen Diffamierung stellen. Und es spricht nichts dagegen, gewisse Gruppierungen zu benennen, denn genau darum geht es ja! Als Landwirt wird man als Bauernlobby betitelt, warum sollte man die landwirtschafts feindlichen Gruppierungen nicht beim Namen nennen?

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  13. von Andreas Heumer · 13.
    280000 Bauern nicht - 150 bis 300? ja. Richtig Herr Barkmann!

    Es ist die Philosophie von „Frag den Landwirt“(FDL) nach dem Motto zu verfahren „Bist nicht für uns – bist Du gegen uns. Das „hinterher googeln“ und öffentliches Bloßstellen , wie unten zu sehen (Jochen Böhrer FDL) , ist auch ein Markenzeichen der FDL. Ihr seid eine öffentliche Gruppe/Organisation die Öffentlichkeitsarbeit macht. Also öffentlicher geht es nicht. So eine öffentliche Gruppe muss sich auch öffentlich kritisieren lassen. Punkt. Wer dann mit Verleumdungen auf sachliche Kritik von PRIVATPERSONEN reagiert, ist nicht professionell. Überdenkt euer Verhalten, damit euch solche Peinlichkeiten erspart bleiben. So mach ihr die stark, die ihr eigentlich klein halten wollt. Also die die es satt haben.

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  14. von Bernhard Barkmann · 14.

    Jochen Böhrer gehört zu "Frag den Landwirt", andere Landwirte nicht. Es ist jeder eingeladen, sich der geschlossenen Gruppe anzuschließen. Wir respektieren uns gegenseitig- egal ob klein, groß, Nord, Süd, Ost, West, Öko, Konv.- Wer seinen Hof für FDL vorstellt, kann auch "Mitglied" werden. Wer trägt hier eigentlich seine privaten Scharmützel aus? Und versucht Top Agrar in diese hineinzuziehen? Manchmal ist es besser, wenn man schweigt oder zumindest die Kritik an passenden Orten anbringt.

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  15. von Andreas Heumer · 15.
    Jochen Böhrer gehört zu "Frag den Landwirt"

    Weil topagrar seiner Verantwortung nicht nachkommt, können hier persönliche und emotionale Reaktionen und Gegenreaktionen zulasten der Leser und zum Nachteil der Branche ausgetragen werden. Wir Landwirte brauchen keine Minister der Grünen oder einseitig und falsch informierenden Medien - wir können uns perfekt selbst "erledigen". Topagrar sieht sich als Unterhaltungsmagazin und betreibt Rechercheverweigerung. Ein Magazin sollte Nachrichten verbreiten und keine persönlichen Dinge ausbreiten. Das macht RTL schon. Für mich war`s das hier.

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  16. von Phillip Braendle · 16.
    @Jochen Böhrer | Landwirt!

    Guten Abend Herr Böhrer, Warum soll ich kein Landwirt sein nur weil ich mich in meiner Studienzeit für eine gentechnikferie Landwirtschaft eingesetzt habe? Die von Ihnen Angeführte PM ist aus dem Jahr 2010. Sie können gerne morgen früh zum Melken kommen…. Einen schönen Abend, Phillip Brändle

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  17. von Andreas Heumer · 17.
    https://www.youtube.com/watch?v=e_94-CH6h-o

    Nicht nur der Bauernverband sondern auch die Bauern müssen aufpassen. Dass sich über Internet was hoch schaukeln kann und Wut sich 1:1 auf die Computertastatur übertragen kann und eigentlich bodenständige Bauern bis zu Verleumdung und Beleidigung treiben kann, ist nicht neu. Neu ist, wie topagrar damit umgeht. Nein, ich melde mich hier weil ich Parallelen bei der Entstehung der beiden Demonstrationen s.O., zu den Aussagen im Video oben sehe. Die Demonstration „Wir haben es satt“ wäre niemals ohne Internet entstanden. Im Internet sind fast ausschließlich ungeprüfte Informationen und hauptsächlich Meinungen. Monate vor so einer Demonstration schaukeln sich die Internetaktivitäten hoch und man bringt 25000 Menschen, teilweise als Huhn oder Baum verkleidet, auf die Straße… Ich halte es für grundfalsch wenn Bauern sich als Gegendemo auf so ein schmales Brett begeben und dann noch ohne konkrete Forderung. Der Bauernverband hat die Frage zu beantworten, ob man es hinnimmt, dass Lebensmittelkonzerne die Ausführung des „Landwirtschaftlichen Handwerks“ bestimmen und dabei den klassischen Familienbetrieb, der gute Arbeit macht, mit bürokratischen Auflagen an die Wand drückt. Die Initiative Tierwohl war ein erster Schritt in diese Richtung. Der Bauernverband muss sagen, ob er seinen Mitgliedern Tierhaltung zutraut oder ob wir mehr Papier brauchen. Ich hatte das „Vergnügen“ mit den drei Veranstaltern s.oben zu diskutieren und werde mich sicher nicht an so einer Veranstaltung beteiligen, wegen eben der Beantwortung solcher Fragen. Der Bauernverband muss selbst aktiv werden in gewohnter Transparenz. Wie der Wissenschaftler das im Video erklärt hat: „Gruppen sind unkontrollierbar im Netz“

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  18. von Andreas Heumer · 18.
    Nein falsch, es ist bewiesen.

    Es freut mich, wenn die Anzeige ein Missgeschick war und nicht wieder vorkommt. Es ist keine gute Kultur eine politische Auseinandersetzung so zu führen. Herr Holtkötter ist nicht nur im Münsterland so unbedeutend, dass seine falschen Aussagen nicht weiter überprüft oder kommentiert werden müssen. Ich wünsche den Menschen in Berlin gute Gespräche mit Herrn Holtkötter.

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  19. von Marcus Holtkötter · 19.
    Lügen haben kurze Beine Herr Heumer

    Da Nadine Henke sich hier selbst nicht äußern kann möchte ich das hier nun machen. Es ist schade das wenn jemand wegen andauernder Beleidigungen und Angriff gegen einzelne in einer geschlossenen gesperrt werden muss. Schlimm wird es dann aber wenn dieser dann, über die in seinen Augen Schuldige für seinen Rauswurf, von ihm in allen möglichen Internetforen Namentlich genannt und denunziert wird. Er verbreitet wissentlich immer wieder Lügen über Nadine wie auch hier nun wieder. Erklärt wurde es ihm schon mehrmals, leider vergeblich wie es wieder einmal scheint. Nur dieses Mal kann er sich nicht rausreden das er es nicht gewesen ist der dieses geschrieben hat. Abschließend kann man sagen das unsere GEMEINSAMME Entscheidung Andreas Heumer aus der Bauernwiki-Gruppe zu löschen richtig war. Mittlerweile sind dort über 300 Landwirte und landwirtschaftlich nahe mit dabei. Schön ist es das es nur einmal dazu kommen musste das jemand ausgeschlossen wurde.

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  20. von Andreas Heumer · 20.
    "Besinnliche" Worte zu Weihnachten Quelle : s.Oben (Veranstalter)

    Der von Frau Henke angezeigte Biobauer in Westfalen wird sich wundern.________________________________________________ Zitat FDL: Wer wir sind? Landwirte aller Coleur! Bäuerliche Familienbetriebe, ebenso wie erweiterte Familienbetriebe und Mehrfamilienbetriebe oder auch Nebenerwerbslandwirte, dabei ist es uns egal ob der Betrieb nach modernen Maßstäben wirtschaftet oder lieber Bio macht. Ganz einfach die Bunte Vielfalt unserer Landwirtschaft. Wer kann bei uns mitmachen? Jeder der sich hier wiederfindet. Jedoch niemand der Pöbelt, Kollegen schlecht macht und sich ständig über die Preise aufregt und alleine darin sein Heil sucht. Was wir wollen? Einen sachlichen Dialog mit der Gesellschaft. Gerne erklären Landwirte, Bauern warum wir was wie machen. Und auch das unsere Landwirtschaft keine hommogene Masse ist. Den was im Süden richtig ist, muß es nicht im Norden sein. Was in der Ebene passt, geht in den Mittelgebirgen nicht. Was ist Dauergrünland und was sind ackerbaufähige Böden. Deshalb rufen wir auf "Redet mit uns, nicht über uns!"

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  21. von Jochen Böhrer · 21.
    Landwirt?

    https://gentechnikfrei.files.wordpress.com/2010/04/pressetext-zur-aktuellen-situation.pdf Nein!

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  22. von Jörg Meyer · 22.
    Ich war nach der Demo bei den anderen

    und war fassungslos und erschrocken wie widersprüchlich doch die Gruppen waren die dort gemeinsam gegen ihren Feind die "Agrarindustrie" marschierten. Auf meine Nachfragen was denn eigentlich mit Agrarindustrie gemeint sein bekam ich keine nachvollziehbaren Antworten. Anscheinend gibt es ja da nur ein schwammiges gemeinsames Feindbild, in das jeder seine Vorstellungen und Wünsche hineininterpretiert. Schlimm finde ich, dass dort Berufskollegen mit denen laufen, die auf breiter Front gegen die moderne 'Landwirtschaft sind und die keine Gelegenheit auslassen die deutschen Bauern, die auf einen sehr hohen Niveau in allen Bereichen im weltweiten Vergleich wirtschaften, schlecht zu reden. Es wird ja von einigen Gruppen dort so getan als wären die letzten Jahrzehnte der Produktivitätssteigerungen und des technischen Fortschritts in der Landwirtschaft grundsätzlich etwas Böses was ausgemerzt werden muss. Es wird vergessen, dass unser heutiger Wohlstand auch zu einem nicht unerheblichen Teil den zukunftsorientierten Bauern und Bäuerinnen zu verdanken ist. Ach beim Thema Gentechnik war die Fachkenntnis der Aktivisten doch erschreckend dünn: Auf meine Fragen nach dem Unterschied zwischen strahleninduzierte Mutationszüchtung und Gentechnik bekam ich null fundierte Antworten sondern Antworten wie: " Ist doch egal, aber Monsanto...." Ich bin nach hause gefahren mit der Erkenntnis, das bei "Whes" viele Leute demonstrieren weil es anscheinend ein Event ist wo man mal mitläuft um hipp zu sein....

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  23. von Phillip Braendle · 23.
    Ich bin Bauer und habe es satt!

    Guten Tag, untenstehend schreibt die Redaktion auf einen Einwand eines Nutzers, dass es doch nur fair wäre wenn die „Wir haben es satt – Demonstrationen“ auch einen Block bekommen würde, folgendes: "Die "Wir machen Euch satt"-Demo ist eine echte Initiative der Bauern, der Basis selbst, während die "Wir haben es satt"-Demo von Vereinen und Nichtregierungs-Organisationen veranstaltet wird. Diese Eigeninitiative der Berufskollegen wollen wir begleiten." Hierzu folgendes: Mein Name ist Phillip Brändle. Ich bin Landwirt auf einem Hof in Süddeutschland. Unser Hof hat sowohl Ackerbau und Feldgemüse als auch Milchvieh. Ich erwirtschafte 100% meines Einkommens aus der Landwirtschaft. In meiner knapp gesäten Freizeit engagiere ich mich im Organisationsteam der Demonstration „Wir haben es satt!“. Meine Hauptverantwortung liegt hierbei in der Koordinierung und Mobilisierung der Bäuerinnen und Bauern, die mit dem Trecker zur Demo kommen. Zu behaupten die Demonstration wäre eine reine Initiative von Verbänden ist schlicht falsch und wird uns Bäuerinnen und Bauren die wir uns bei "Wir haben es satt" engagiert nicht gerecht. Beste Grüße, Phillip Brändle

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  24. von Andreas Heumer · 24.
    Weder „bäuerlich“ noch "industriell“

    Wenn man sich verantwortlich fühlt für „Frag den Landwirt“, sollte man keine rhetorischen Fragen stellen sondern Antworten geben. Der Gesetzgeber hat sich längst festgelegt und hat im Baurecht Grenzen gesetzt. Wer heute diese Grenzen überschreiten will muss gut argumentieren können um solche Vorhaben durchzusetzen. Herrn Niemann kann man auch mit Lebenserfahrungen beruhigen. Der Begriff Agrarfabrik ist über 40 Jahre alt. Mit der Käfighaltung meinten viele außer landwirtschaftliche Investoren in die Eierproduktion einsteigen zu müssen, ohne Erfahrung im Umgang mit lebenden Tieren zu haben. Die Investoren waren Zahnärzte, Fabrikanten u.a.. Weit über die Hälfte sind grandios gescheitert. Teilweise stehen die Stall-Ruinen heute noch herum. Ob diese industrielle Tierhaltung überleben kann ist davon abhängig, wie der Chef mit Mitarbeitern umgeht und die Mitarbeiter mit den Tieren. Gibt es in der Kette Fehler, geht es in die Insolvenz. Aktuell ist bei Milchbauern zu sehen, dass Große am Meisten an den schlechten Preisen zu knacken haben. Man könnte sagen, es regelt sich von allein. Ist aber auch nicht ganz richtig, weil die teilweise sehr großen Ställe interessant sind für die so genannte „Drittverwertung“. Also Investoren steigen ein wie vor 40 Jahren. Dies lässt sich nicht verhindern und ist die Folge der Lockerungen im Baurecht und falscher Investitionen. Man sollte das Leitbild des Bauernverbandes befolgen und Junglandwirte gut beraten und die Leitplanken so stellen, dass ihnen Einkommen und Anerkennung für die kommenden 40 Jahre sicher sind. Lebensqualität und Familie sollte auch beachtet werden. Bestandsobergrenzen könnten ein Mittel sein. Man kann solche Überlegungen nicht einfach ablehnen mit rhetorischen Fragen o.ä. . Die Demonstranten hinter Herrn Niemann sollten einfach mal langsam konkret werden was sie wollen und was nicht. Die Allgemeinschauplätze sind keine Grundlage für Diskussionen.

    Das meinen unsere Leser:
  25. von Marcus Holtkötter · 25.
    Ja was ist denn nun Industriell und was Bäuerlich?

    Ja bei vielen der Forderungen kann man als Landwirt klar mitgehen. Nur wenn man mal schaut wer alles die "Wir haben es satt" Demo mit viel Geld und Ideologie unterstützt sollte man doch aufpassen mit wem man sich da einlässt. Ich für meinen Teil möchte nicht mit jemanden auf die Straße gehen der verlangt das die Tierhaltung abgeschafft wird oder mich gar als mörder bezeichnet. Da wird gleich der Einwand kommen das dieses nicht gewünscht ist. Tatsache ist aber das diese Gruppierungen auch im letzten Jahr mit dabei waren und nun auch wieder zu Demo aufrufen. Auch wer sich die Liste der Unterstützer/ Träger durchliest wird sehr viele finden die nicht unbedingt für ihren freundlichen Umgang mit uns Landwirten bekannt sind. Interessant währe es doch jetzt auch zu erfahren wer ist den die Industrielle Landwirtschaft? Und nun nicht wieder rumeiern, bitte mal eine klare Aussage treffen! Wir stehen für den Dialog und eine vielfältige Landwirtschaft. Egal ob groß oder klein, bio oder konventionel, Vollerwerb oder Nebenewerb, Agrargenossenschaft oder "Einzelkämpfer". Denn genau das ist die Lanwirtschaft in Deutschland absolut vielfältig und unterschiedlich. Sie lässt sich nun mal nicht über einen Kamm scheren.

    Das meinen unsere Leser:
  26. von Andreas Heumer · 26.
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/agrarwende-demonstranten-gegen-massentierhaltung-und-gentechnik-fotostrecke-122957-6.html

    Werden interessante Gespräche... :)

    Das meinen unsere Leser:
  27. von Eckehard Niemann · 27.
    Nach der einen Demo zur anderen Demo...

    Das finde ich gut, dass die Demo "Wir machen Euch satt" schon um 9.15 Uhr beginnen soll. Dann bleibt ja noch genügend Zeit, sich bei der Demo oder der Abschlusskundgebung von "Wir haben es satt" selber zu informieren, inwieweit die Befürchtungen, Vorurteile oder auch die Vorbehalte gegen diese Veranstaltung wirklich berechtigt sind oder nicht. Es wäre gut, wenn dies zu sachlichen Diskussionen führen könnte. ----- Hier die Ankündigung von "Wir haben es satt": ------ "Wir haben Agrarindustrie satt! Komm zur Demo am 16.1.2016 in Berlin! Los geht's um 12 Uhr. Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern erzeugt oder von Agrarkonzernen, die auf Agrogentechnik und Tierfabriken setzen und zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt produzieren? --- Wir fordern einen anderen Weg! Wir wollen ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit! Agrar- und Ernährungspolitik müssen sich an den Interessen der Menschen, Tiere und Umwelt, nicht der Konzerne orientieren. Dafür gehen wir auf die Straße! Wir sind Bäuerinnen und Bauern, konventionell und bio, gemüseanbauend und tierhaltend; Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Verbraucherinnen und Verbraucher, wir sind NaturschützerInnen und TierschützerInnen, Aktive aus der Entwicklungszusammenarbeit und Erwerbsloseninitiativen; FleischesserInnen, VegetarierInnen und VeganerInnen. Wir sind Menschen vom Land und aus der Stadt, aus Nord und Süd. Was uns verbindet: wir fordern den Stopp der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion und eine Förderung bäuerlicher Betriebe!" ------ Klingt eigentlich oder größtenteils eigentlich ganz vernünftig und zukunftsweisend für Bäuerinnen und Bauern, finde ich.

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  28. von Rene Rempt · 28.
    Nichts verstanden???

    Den Veranstaltern von "Wir machen euch satt" geht es nicht darum, das Rad zurück zu drehen oder sich nicht an den Markt anzupassen. Es geht eher darum, wie der Dialog geführt wird. Die Landwirte fühlen sich verletzt bzw. nicht wertgeschätzt. Ein Bsp.: Ich kenne viele Menschen in Ostdeutschland die sagen die DDR war kein Unrechts-Staat. Diese Aussage stammt vor allem von Menschen in einem Alter von Ende 50 bis 90 Jahren. Sie empfinden die DDR nicht als Unrechts-Staat, weil das Ihre eigene Lebensleistung schmälern würde. Ihr Leben und Wirken hätte keinen Sinn. Genauso ergeht es den Landwirten, wenn die Schreihälse ausrufen: "Ihr seid alles Umweltzerstörer und Tierquäler. Und die perfekte Alternative liegt allein in der Bio-Produktion." Ich glaube nicht, dass die Verbraucher komplett nur Bio möchten. Ich habe mich mit vielen Menschen unterhalten und die sagen: "Veränderung ja, aber bitte bezahlbar." Durch eine massive Umstellung der Produktion auf Bio würde es einen ähnlichen Preisverfall wie in der konventionellen Landwirtschaft geben. Selbstvermarktung ist auch nicht für alle das Heilmittel, denn auch dieser Markt ist begrenzt. Außerdem ist unser Markt nicht geschützt und der Weltmarkt scheißt auf unsere Werte und Produktionsvorstellungen. Flankierende Maßnahmen wie eine Marktabschottung sind durch die WHO Richtlinien verboten (Strafzahlungen oder eigener Marktsabschottung wären die folge). Sehen Sie sich die Strom Importe aus Frankreich (Atomstrom!) an oder die Eier Importe aus der Ukraine (alte Legebatterien). Ist es nicht besser, selber die Produktion in der Hand zu haben? PS: Ich will kein Atomstrom. Langsamer Umbau mit Verstand ist besser, als dieses schwarz-weiß denken. Sprechen Sie MIT den Landwirten, nicht über Sie.

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  29. von Matthias Zahn · 29.
    Stellt euch mal vor....

    McDonalds, VW oder Lidl würden, nach aufkeimender Kritik, gegen ihre eigene Kundschaft einen Protestmarsch ansetzen!? Motto "Hey du blöder Verbraucher-krieg dich wieder ein!". Wir müssen unsere Interessen wahren ganz klar. Aber durch Konfrontation und den Aufbau von Feindbildern wird das nicht gelingen. Lieber bei WHES mitgehen und Aufklärungsarbeit leisten. "Kannst du deine "Feinde" nicht besiegen, verbünde dich mit Ihnen!" Wir leben in einer Marktwirtschaft und da heist es Kundenwünsche erfüllen sonst geht man unter. Wir produzieren an der Nachfrage vorbei mit teilweise zweifelhaften Produktinsmethoden und beschweren uns dann über schlechte Preise und den willen der Bevölkerung nach Artgerechter Tierhaltung. Dieses Jahrzehnt wird geprägt sein von einem Umbruch in der Landwirtschaft und einer ganz neuen Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Der Wind wird rauher - darauf müssen wir uns einstellen. Trotzreaktionen bringen da gar nichts.....

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  30. von Bernhard Hellweg · 30.
    Wir haben es satt.....

    ....was für ein perfides Motten von satten Menschen in einer Welt auf der es noch reichlich Hunger gibt. Dagegen macht das Motto "wir machen euch satt" doch Hoffnung, trotz der gerade niedrigen Agrarpreise. Es ist ein Versprechen von Seiten der Bauern. Toll...

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  31. von Doris Peitinger · 31.
    Mehr Gedanken um die tatsächlichen Zusammenhänge

    Die Teilnehmer der "Wir haben es satt" Demonstration gehen auf die Straße. weil ihnen an einer vielfältigen und von Bauern produzierten Ernährung gelegen ist. Dies zeigt ganz deutlich die Forderung nach fairen Erzeugerpreisen. Während die "Wir machen Euch satt" Teilnehmer alles beim Alten lassen wollen und als Ablenkungsmanöver den Verbrauchern pauschal vorwerfen, sie würden ihre "Arbeit mit Leidenschaft" nicht genug würdigen, um ihren Frust irgendwie loszuwerden. Anstatt sich mal mit dem Markt zu beschäftigen und diesen so zu gestalten, dass diese leidenschaftlichen Arbeit auch entsprechend entlohnt wird. Dabei wird auch noch so getan, als ob diese Idee von der Basis käme. Die sicherlich wieder anwesenden Bauernverbandsfunktionäre und nachgelagerten Stufen, die diese Sattmacher abfüttern, zeigen, von wo der Kerngedanke für den Frustabbau, der lange genug in den Grünen Blättern verbreitet wurde, ausgegangen ist. Und dass es dabei rein darum geht, die jetzige Billigpolitik, die allein (!) auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wird, fortzuführen. Wer sich hier noch vor diejenigen wirft, die ihm täglich Verluste bescheren, sollte sich mehr Gedanken um die tatsächlichen Zusammenhänge machen.

    Das meinen unsere Leser:
  32. von Matthias Zahn · 32.
    Falscher Weg!

    Auf einem Direktvermarkterseminar hörte ich mal folgenden Satz: "Je näher Sie am Verbraucher sind, und je mehr Sie auf das Wohlwollen Ihrer Kundschaft angewiesen sind, desto eher müssen Sie und Ihr Unternehmen lernen, dass Sie Kundenwünsche zu erfüllen haben und sonst gar nichts!" Gute Unternehmen nehmen Kritik auf, reagieren darauf und stehen hinterher evtl. besser da als vorher. McDonalds ist hier ein gutes Beispiel. Vor Jahren noch wegen Fastfood in der Kritik ist es heute ein Treffpunkt für Famllien und Menschen jeder Altersklasse. Inzwischen mit Bioprodukten und wesentlich besserem und deutlich positiven Image! Und jetzt kommt der Witz - das Kerngeschäft ist nach wie vor Fastfood! Wenn sich die Landwirtschaft weiter gegen den Willen der Bevölkerung stellt wird sie überrannt werden morgen in einer neuen Welt aufwachen. Die Bauern, die bei WHES mitdemonstrieren haben die Zeichen der Zeit verstanden. Die die dagegen demonstrieren, versuchen verzweifelt das Rad zurück zu drehen. Es wird nicht gelingen! Klar müssen wir uns positonieren und uns in die Disskussion einbringen aber das ist der falsche Weg!

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  33. von Andreas Heumer · 33.
    @ Redaktion

    Diese Worte lese ich von Ihnen: Zitat:" Diese Eigeninitiative der Berufskollegen wollen wir unterstützen." (...) Der Bauernverband und andere Organisationen wie Genossenschaftsverband etc. , sehen sich immer "Lobbyismusvorwürfen" ausgesetzt. Diese Vorwürfe sind so ziemlich an den Haaren herangezogen und man könnte sie fast als Verschwörungstheorien abtun. Ich würde es sehr bedauerlich finden, wenn top agrar mit Worten wie "wollen wir unterstützen" sich in den Strudel solcher Vorwürfe begibt. Guter Journalismus hält immer Abstand zu handelnden Personen - auch in der Landwirtschaft. Wenn hier so ein großes Kino aufgemacht wird, gehört auch umfangreiche Recherche dazu. Wie stehen Aktivisten zu Bio-Kollegen? Wie zu kleinen Betrieben? Wie steht es um Fairness, sind Anzeigen bei Behörden ein Mittel der Auseinandersetzung? Was ich fragen will ist, wird das Leitbild des Bauernverbandes beachtet oder nicht. Genau dieser Bauernverband deckt das ganze Spektrum ab - von Nebenerwerb bis zum Biobauern. Das ist ein Pfund mit dem man wuchern kann. Ich sehe ein Risiko bei immer mehr Selbstläufern im Berufsstand, die ganz spezielle Interessen verfolgen. Es geht auch um die Frage: "Wer macht satt". Leben und leben lassen...

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  34. von Bernhard Barkmann · 34.

    Natürlich (ist) wird der deutsche Verbraucher satt. Zu Zeit sogar für einen historisch kleinen Teil seines Einkommens. Gleichzeitig machen wir in der Landwirtschaft Verluste. Daran wird die "Wir machen Euch satt"-Demo kurzfristig und wohl auch mittelfristig nichts ändern, leider. Aber dennoch meine ich, ist es wichtig, dass möglichst viele Landwirte und Unterstützer Flagge zeigen. Flagge zeigen, dass bei aller z.T. berechtigten Kritik die vielen Landwirte und Landfrauen tagtäglich ihren Beruf mit Leidenschaft leben und arbeiten- und das durchaus gut. Die umfangreiche Kritik, die aus den bunten Demozug der "Wir haben es satt"-Demo (WHES) nach außen dringt ist (vorsichtig gesagt) überspitzt, Fakten werden verdreht oder sind schlicht falsch! Bereits im Vorfeld positionieren sich viele der teilnehmenden und unterstützenden Organisationen mit ihren Kampagnen und haben mMn nicht das Wohl der meisten Bauern und auch Verbraucher im Sinn. Bei der WHES wollen sich einfach immer noch viel zu viele auf Kosten der überwiergenden Mehrheit der Landwirte profilieren! Aus diesem Grund braucht es ein Zeichen, dass ganz sich viele Bäuerinnen und Bauern von der WHES distanzieren. Und wie im Eingangsartikel bereits beschrieben: die WMES findet zentral in Berlin UND parallel dazu in den Regionen statt. Wer also nicht die Zeit findet, nach Berlin zu reisen, der hat vielleicht die Möglichkeit vor Ort an einer kleinen Aktionen teilzunehmen. Und da ist mir die absolute Zahl der mobilisierten Teilnehmer eher zweitrangig. Wichtig ist, dass an vielen Stellen in der Republik für sich eine kleine Öffentlichkeit geschaffen wird und vielleicht sogar die Lokalpresse darüber berichtet. Ich lade alle Leser ein, sich in irgendeiner (kreativen) Weise sich im Sinne von "Wir machen Euch satt" einzubringen! Über einige Aktionen wird hier an dieser Stelle bestimmt noch berichtet werden. Ich bin selber gespannt...

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  35. von Andreas Böggering · 35.
    War schon klar

    das diejenigen mit ihren vereinen die nichts auf die Beine bekommen haben hier am lautesten wettern!

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  36. von Schuchmann GbR · 36.

    Werden die Landwirte von Wir haben es satt auch bei ihren Vorbereitungen von TA begleitet? Wäre gerecht

    Anmerkung der Redaktion:
    Die "Wir machen Euch satt"-Demo ist eine echte Initiative der Bauern, der Basis selbst, während die "Wir haben es satt"-Demo von Vereinen und Nichtregierungs-Organisationen veranstaltet wird. Diese Eigeninitiative der Berufskollegen wollen wir begleiten.

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  37. von Alfred Gmelch · 37.
    Wir machen euch satt..............!!

    Überlegen wir mal, was denkt sich dabei der Verbraucher dabei? "Ja ich bin doch satt, was habt ihr für Probleme? Mir als Verbraucher passt die Sache doch. Wenn ihr es nicht fertig bringt, für eure Produkte am Markt mehr zu erlösen, sind doch nicht wir schuld, oder? Die Lebensmittel sind doch in Hülle und Fülle da, besser kann es mir doch nicht gehen, also lasst mich in Ruhe". Ich finde diese Demo absolut in Ordnung, nur mir stellt sich die Frage: bringt sie wirklich etwas? Müssten wir uns nicht mehr darauf besinnen, unsere Probleme selbst zu lösen. Wir können doch von den Verbrauchern wirklich nicht erwarten für unsere erzeugten Produkte (Lebensmittel) freiwillig mehr zu bezahlen, wenn wir sie ihnen buchstäblich nachwerfen. Die Verbraucher wissen sehr wohl, dass ihnen Lebensmittel in bester Qualität angeboten werden. Es ist ihr legitimes Recht, danach Ausschau zu halten und dort einzukaufen, wo ihre Lebensmittel in bester Qualität am billigsten angeboten werden. Deshalb ist es unsere Aufgabe Markt konform zu produzieren. Wir haben nicht das Recht zu jammern unsere Verkaufspreise wären zu niedrig, wenn wir selbst nichts unternehmen, den Markt zu kontrollieren und eben der Nachfrage entsprechend produzieren. Jedes Produkt, egal wie es heißt, verliert an Wert, wenn es im Überfluss vorhanden ist. Leider auch die Lebensmittel.

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  38. von Forst Genossenschaft Hardegsen · 38.
    Ihr seit auf dem Holzweg

    Eines ist gewiss bei der aktuellen Lage, die Bürger sind satt, so satt, dass wir viel zu viel "Fraß" haben und deshalb der Preis so miserabel ist, aber die Bauern verhungern (im übertragenen Sinn). Liebe Leute, ich finde Ihr seit mächtig auf dem Holzweg, jedenfalls deutlich schlimmer als die andere Fraktion von "wir haben es satt". Bei denen gäbe es auch viel zu kritisieren, aber immerhin sind die näher an der Realität als Ihr. Das sieht man auch an den Teilnehmerzahlen.

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  39. von Andreas Heumer · 39.
    Der Zweck heiligt die Mittel. - Medienaufmerksamkeit -

    Wir machen mit der Schweinemast nicht nur satt, sondern wir binden jedem verkauften Schlachtschwein noch einen 10 oder 20€ Schein an den Schwanz. Dies ist umso bitterer, wenn man keine Wertschätzung unserer Arbeitsergebnisse erfährt und einige sogar so weit gehen und schreien: „Wir haben es satt“. Wir sehen am 16. Januar auf beiden Seiten eine große „Bullshit – Rhetorik“ in Berlin und die Erde dreht sich am 17. Januar weiter . Auch wenn mir das Motto der „echten“ Bauern nicht gefällt, so hoffe ich dennoch, dass die Gegendemonstration mit den gelben Westen wenigsten von den Medien aufgenommen wird und zum Nachdenken führt. Auch die Redaktion der Wochenzeitung DIE ZEIT sollte die Gelegenheit nutzen um mit Bauern zu sprechen. Ich kann aber auch verstehen wenn man das nicht macht, weil man die Sprache aus der „Frag den Landwirt – Ideologie“ erst mal aushalten muss. Schön, dass top agrar sich 50 Tage Recherche vornimmt. Wir werden da sicher erfahren, wie sich die Mitgliederzahlen der FDL so entwickelt haben und wer sich eigentlich das unsägliche Motto „Wir machen euch satt“ ausgedacht hat.

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  40. von Egge Mansholt · 40.
    Noch eine Erweiterung, damit der Verbraucher es auch nachvollziehen kann

    Wir machen euch für einen Hungerlohn satt, weil wir zu blöde sind , den Markt im Griff zu kriegen.

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  41. von Rita Kienberger · 41.
    "Wir haben es satt!" - finde ich besser!

    Die Belange der Bäuerinnen und Bauern sind doch ein gutes Motto! Wer auf die Straße geht,wird wahrgenommen.Die derzeitige Agrarpolitik des "Wachsen oder Weichen" hat keinen gesellschaftlichen Rückhalt.

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