Berliner: Norddeutsche Silvestertradition

Neben den klassischen Berlinern mit Marmeladenfüllung gibt es auch Varianten mit Schoko- und Vanillecreme oder Eierlikör.
Bild: Hingst

In vielen Bäckereien Norddeutschlands gibt es an den Tagen vor Silvester nur eine Art von Kuchen zu kaufen: Berliner. Die Hefebollen, die in anderen Regionen Deutschlands auch Pfannkuchen, Krapfen, Kräppel, usw genannt werden, werden meistens nachmittags zum Kaffee oder nach Mitternacht zum Abschluss des Abends verspeist.
 
Das in Fett ausgebackene Hefegebäck wird mit Puderzucker bestreut, mit buntem oder weißem Zuckerguss überzogen und ist klassischerweise mit Marmelade oder Pflaumenmus gefüllt. Doch auch Varianten mit Vanillecreme, Schokocreme und Eierlikör-Füllung sind in vielen Bäckereien erhältlich.
 
Die Tradition, unter den leckeren, zuckersüßen Berlinern auch einen mit Senf gefüllten zu verstecken, um sich  einen Spaß mit der Silvester-Runde zu erlauben, ist jedoch stark rückläufig. In vielen Bäckereien kann man aber immer noch die Spezial-Krapfen bestellen. Auch selber backen ist in der Fritteuse oder einem hohen Topf in Öl möglich.
 
Warum es in Norddeutschland Brauch ist, zu Silvester Berliner zu verspeisen ist nicht ganz klar. Naheliegend ist jedoch, dass das Fettgebäck ein gute Grundlage für das eine oder andere Glas Sekt, Bier oder Wein bietet. Außerdem spendete das gehaltvolle Gebäck den Menschen in früheren Zeiten nahrhafte Energie  für  die Auffüllung der Reserven in kalten Wintermonaten. 

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