Agrarhandel und Ölsaaten geben ADM kräftigen Auftrieb

Archer Daniels Midland Archer Daniels Midland
Bild: Pressebild

Die gestiegene Nachfrage nach Agrarrohstoffen aus den USA und insbesondere Soja hat dem US-Agrarkonzern Archer Daniels Midland (ADM) im zweiten Geschäftsquartal 2018 in die Karten gespielt. Wie der Konzern berichtete, stieg der Umsatz im Zeitraum April bis Juni 2018 im Vorjahresvergleich um 14,2 % auf 17,07 Mrd $ (14,55 Mrd Euro).

Der Nettogewinn konnte auf 566 Mio $ (482 Mio Euro) mehr als verdoppelt werden; der Betriebsgewinn in den verschiedenen Geschäftssegmenten legte insgesamt um gut 40 % auf 902 Mio $ (769 Mio Euro) zu.

ADM-Vorstandschef Juan Luciano geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres fortsetzen wird. Den größten absoluten Gewinnzuwachs verbuchte der Konzern in der Ölsaatenverarbeitung mit 140 Mio $ (119 Mio Euro) oder fast 70 % auf 341 Mio $ (291 Mio Euro). Noch nie sei das Verarbeitungsvolumen an Soja in einem zweiten Quartal so umfangreich gewesen, heißt es in dem Bericht.

Treiber sei die hohe Nachfrage nach Sojaschrot gewesen, zusammen mit einer gesteigerten Produktion und verbesserten Margen in Südamerika. Auch die Veredlung und die Biodieselproduktion seien ertragreicher gewesen als in der Vorjahresperiode.

Im Geschäftsbereich „Origination“, der die Vermarktung und den Transport von Agrarrohstoffen umfasst, stieg der operative Gewinn von ADM im Berichtszeitraum auf mehr als das Dreifache, nämlich auf 189 Mio $ (161 Mio Euro). Vor allem die stark verbesserte Exportnachfrage für Mais, Weizen und Soja sei dafür verantwortlich gewesen, so die Konzernanalysten. Der Getreidehandel habe außerdem von zeitlichen Verschiebungen aus dem ersten Geschäftsquartal profitiert.

Einen deutlichen Zuschlag konnte ADM auch bei den Einnahmen im Bereich „Nutrition“ verbuchen; hier gab es ein Plus von 21 % auf 114 Mio $ (97 Mio Euro). Verbessert hätten sich die Margen sowohl im Bereich der Lebensmittelzusatzstoffe als auch bei den Geschmacksstoffen und im Segment Gesundheit. Abwärts ging es dagegen im Bereich „Carbohydrate Solutions“. Hier meldete der Konzern Profiteinbußen von 11 % auf 249 Mio $ (212 Mio Euro). Negativ beeinflusst worden sei das Geschäft vom Ende der EU-Zuckerquote, das auf die Gewinne mit flüssigen Süßungsmitteln in Europa gedrückt habe.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Christian Bothe · 1.

    Was werden die Grünen und deren Ableger zu solchen Export-bzw.Importaktivitäten sagen und dann noch GVO Soja...Frage mich bloß wo der LEH in der EU+ Deutschland VLOG zertifizierte Produkte einkaufen wird. Nicht das die „Ampelschaltung“plötzlich auf Rot steht beim Discounter...Mit Milch funktioniert das ja noch.Die Schweinemäster wird es freuen,da es nichts besseres wie SES in der Futterration gibt trotz aller Bemühungen beim hiesigen Leguminosenanbau.

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