Argentinien will Ausfuhrabgabe auf Sojabohnen senken

Der Export dürfte von der Senkung profitieren
Bild: Archiv

Die argentinische Regierung wird die Ausfuhrabgabe auf Sojabohnen ab 2018 schrittweise senken. Das entsprechende Dekret hat Landwirtschaftsminister Ricardo Buryaile Anfang dieser Woche im Offiziellen Amtsblatt veröffentlicht. Demnach soll der Zolltarif für die Ausfuhr von Sojabohnen ab Januar 2018 bis Dezember 2019 um monatlich 0,5 Prozentpunkte von jetzt 30 % des Warenwertes auf dann 18 % verringert werden. Nur für Ware aus zehn nördlichen Provinzen, die nicht zu den Hauptanbaugebieten gehören, soll die Abgabe schon ab dem kommenden März um 5 Prozentpunkte gesenkt werden, um den höheren Transportkosten der dortigen Produzenten Rechnung zu tragen.

Die Neuregelung hatte der Minister bereits im vorigen Herbst angekündigt. Damals gab er die ursprüngliche Planung, die Abgabe schon im laufenden Wirtschaftsjahr 2016/17 um 5 Prozentpunkte zu verringern, wegen Haushaltsproblemen auf. Soja gehört zu den wenigen Produkten, auf die in Argentinien noch Ausfuhrabgaben erhoben werden. Für Weizen, Mais, Sonnenblumen, Sorghumhirse und Fleisch hatte Staatspräsident Mauricio Macri die Zahlungen schon kurz nach seinem Amtsantritt im November 2015 vollständig abgeschafft, um die heimische Wirtschaft durch die Ankurbelung des Exportes zu beleben. AgE

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