Deutsches Kalbfleisch: „20 Jahre unfallfrei“

Markus Dammann, Vorsitzender KDK
Bild: Mennerich

Die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK) erinnerte heute mit einer Veranstaltung in Münster an den 20. Jahrestag ihrer Gründung am 4. Juni 1997. Damals war die KDK vor allem eine Reaktion der Branche auf vorherige Skandale, z. B. auf Hormone im Futter. Heute blickt man auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Mit einem ausgefeilten und umfassenden Kontrollprogramm im Rahmen der QS Qualität und Sicherheit GmbH gelingt es, ein sicheres und hochwertiges Produkt für den Verbraucher zu erzeugen. Neben dem Rückstandskontrollprogramm auf unerlaubte Substanzen werden die Futtermittel und der Einsatz von Antibiotika überwacht. ,,Wir haben das Vertrauen in deutsches Kalbfleisch zurückgewonnen, darauf sind wir stolz", so der Kälbermäster und Vorsitzende der KDK, Markus Dammann.

Für die Zukunft sieht Markus Dammann die deutschen Kälberbetriebe gut gerüstet. Diese Einschätzung sei die Folge von vielen Veränderungen in der Branche, sagt er. So erhielten beispielsweise die Stallböden bei Neu- und Umbauten heute alle eine weiche Auflage, in der Regel aus Gummi. Die Fütterung der Kälber habe sich in den vergangenen zehn Jahren ebenfalls spürbar verändert. So bekämen Kälber Raufutter zur freien Aufnahme, zusätzlich zur Milch. Eine über viele Jahre weiter entwickelte Kälberhaltung und -fütterung gewährleiste ein hochwertiges Nahrungsmittel, das höchsten Genuss biete. Ziel der KDK sei es, so Dammann, die Vorzüge von deutschem Kalbfleisch künftig noch deutlicher herauszustellen.

Derzeit vermarkten spezialisierte Schlacht- und Zerlegebetriebe – die Firmen Bahlmann, Brüninghoff und Westfleisch – etwa 280.000 Kälber mit Zertifikat. Die Kälber stammen ausschließlich aus deutschen Milchviehbetrieben und kommen nach den ersten drei Lebenswochen in moderne bäuerliche Kälbermastbetriebe. Kälber der KDK werden in Deutschland geboren, aufgezogen und gemästet, geschlachtet und zerlegt. „Mit viermal "D" schaffen wir die Grundlage für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und für Vertrauen in die heimische Erzeugung", so Dr. Bernhard Schlindwein, Geschäftsführer der KDK.
Der Kontrollgemeinschaft gehören derzeit 130 Betriebe mit 360 Ställen an. lhr Anteil an der deutschen Kalbfleischerzeugung beträgt damit ca. 80 %. Und die Beteiligten sehen gute Chancen, ihre Marktposition weiter zu stärken.


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