EU profitiert von stabilisiertem Welthandel mit Milchprodukten

Der internationale Handel mit Milchprodukten zeigte 2016 eine leichte Belebung, nachdem das Vorjahr von einem ruhigen Verlauf geprägt war. Jedoch fand der Nachfrageanstieg ausgehend von dem vergleichsweise niedrigen Vorjahresniveau statt. Laut den Schätzungen der Food and Agriculture Organization (FAO) ist der Handel im vergangenen Jahr um rund 0,4 Prozent gestiegen.

Insbesondere Butter/Butteröl wurde verstärkt nachgefragt, so dass die Absatzmenge von rund einer Million Tonnen und damit ein Plus von sechs Prozent realisiert werden konnte. Daneben legten auch die gehandelten Mengen von Käse mit 2,5 Millionen Tonnen um vier Prozent zu. Die Teilmärkte Vollmilch- und Magermilchpulver erreichten allerdings nicht das Niveau des Vorjahres.

Zurückzuführen ist der Zuwachs teilweise auf die mengenmäßig bedeutendsten Importeure China und Russland, deren Nachfrage nach Milcherzeugnissen umfangreicher ausfiel als 2015. Die europäische Union als einer der wichtigsten Lieferanten von Milchprodukten konnte von der teils belebten Nachfrage profieren. Ihren Marktanteil baute sie bei Butter/Butteröl auf 24 Prozent aus, ebenso stammte ein Drittel der weltweit gehandelten Mengen an Käse aus der EU.

Demgegenüber konnten der Marktanteil von Magermilchpulver am Welthandel nicht ausgedehnt werden und verzeichnete ein deutliches Minus von sechs Prozentpunkten. Bei Vollmilchpulver blieb der Anteil hingegen relativ stabil. AMI

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Rudolf Rößle · 1.
    Bei

    so niedrigen Milchpreise der Welthandel nicht angekurbelt werden kann, ist er von untergeordneter Bedeutung.

    Das meinen unsere Leser:
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