Fischverzehr sinkt auf tiefsten Stand seit 2004

Die Verbraucher in Deutschland essen weniger Fische und Meeresfrüchte. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte, sank der Pro-Kopf-Verzehr gegenüber 2011 um 1,3 kg oder gut 8 % auf 14,4 kg. ; weniger Fisch wurde demnach zuletzt im Jahr 2004 verspeist. Hauptgrund für den Nachfragerückgang war das geringere Angebot bzw. die höheren Preise.
 
Im Vergleich zum Vorjahr waren mit knapp 1,2 Mio. t rund 9 % weniger Fischereierzeugnisse am Markt verfügbar. Im Schnitt mussten die Verbraucher gegenüber dem Vorjahr einen Preisanstieg von 5,6 % akzeptieren. Seit 2005 haben sich Fische und Meeresfrüchte gar um 32 % verteuert, während der Preisauftrieb für Nahrungsmittel insgesamt gleichzeitig „nur“ 22 % ausmache.
 
Der geringere Fang der heimischen Fischer ließ den Selbstversorgungsgrad Deutschlands weiter sinken. Einschließlich der Anlandungen deutscher Schiffe in ausländischen Häfen lag dieser im Jahr 2012 nur noch bei 19 % und unterschritt damit erstmals die Marke von 20 %.
 
Nach Angaben der BLE war auch im vergangenen Jahr der Alaska-Seelachs mit einem Verbrauch von durchschnittlich 3,1 kg/Kopf der beliebteste Speisefisch der Deutschen, gefolgt von Hering mit 2,4 kg. Allerdings blieben auch diese Fischarten nicht vom Nachfragerückgang verschont. Jeweils rund 200 g weniger als im Vorjahr verspeisten die Bundesbürger Seelachs, Pangasius und Lachs; bei Hering, Thunfisch, Rotbarsch und Makrele kamen im Schnitt etwa 100 g auf den Teller. Der Verbrauch von Süßwasserfischen ging laut BLE um insgesamt 600 g zurück, womit aber immer noch fast jeder vierte verzehrte Fisch in Deutschland ein Süßwasserfisch war. (AgE/ab)
 

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