Großes Erdbeerangebot drückt auf die Preise

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Bild: QS GmbH

Der deutsche Erdbeermarkt befindet sich aktuell fest in der Hand der heimischen Erzeuger. Wie aus dem Marktbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervorgeht, trafen die Früchte „fast monopolartig“ aus deutschem Anbau auf den hiesigen Großmärkten ein.

Der Vermarktungsanteil lag in der Woche zum 3. Juni bei 97,5 %. Niederländische Ware habe lediglich einen Marktanteil von 1,5 % erreicht, berichtete die BLE. Daneben habe es noch kleine Lieferungen aus Spanien, Polen und Belgien gegeben.

Die sommerliche Witterung habe indes die Absatzzahlen in die Höhe schnellen lassen. Allerdings nahm den Marktexperten zufolge auch das Angebot kräftig zu, so dass es zu einer Überversorgung gekommen ist, teilweise mit erheblichen Überhängen. Die Händler seien gezwungen gewesen, ihre Forderungen „sukzessive und offensichtlich“ nach unten anzupassen, heißt es in dem Markbericht.

Allein bei Top-Ware hätten sich die Kurse auf dem bisherigen Niveau halten können oder hätten sogar vereinzelt fester tendiert. So waren laut Angaben der BLE Preisspannen von 0,70 Euro bis 1,40 Euro je 500-g-Schälchen nichts Ungewöhnliches. Die Ausreißer für Chargen mit einer hervorragenden Güte seien dabei durchaus bis auf 2,20 Euro je 500 g emporgeschnellt.

Im Durchschnitt wurden zum Monatswechsel allerdings nur noch 212 Euro/100 kg auf den deutschen Großmärkten verlangt; in der Vorwoche waren es noch 284 Euro gewesen. Zum Vorjahreszeitpunkt waren für 100 kg Erdbeeren im Mittel 420 Euro erlöst worden, was allerdings den damaligen Spätfrösten und dem wesentlich geringeren Angebot geschuldet gewesen war. Niederländische Früchte kosteten Ende Mai 2018 durchschnittlich 252 Euro/100 kg.

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