Produktion von Milcherzeugnissen entwickelt sich uneinheitlich

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Bild: Arla

Die Milchanlieferung in Deutschland belief sich im Mai 2018 auf rund 2,8 Millionen Tonnen und überschritt damit die Vorjahreslinie um 3,3 Prozent. In der Summe der ersten fünf Monate lag das für die Verarbeitung verfügbare Rohstoffaufkommen bei 13,5 Millionen Tonnen und war somit um 3,3 Prozent umfangreicher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, meldet die AMI.

Bei den einzelnen Milcherzeugnissen entwickelte sich die Produktionsmenge im Mai 2018 uneinheitlich. Den größten Zuwachs gab es bei Vollmilchpulver. Die Molkereien stellten im Mai 12,3 Prozent mehr Vollmilchpulver her als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Vorsprung im Zeitraum Januar bis Mai stieg dadurch weiter auf 10,3 Prozent an.

Ebenso wurde mehr Rohstoff zu Magermilchpulver verarbeitet. Das Plus ist im Mai im Vergleich zum Vormonat noch gestiegen, daher gab es in der Summe von Januar bis Mai einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Auch Molkenpulver erfuhr im Mai wieder einen leichten Zuwachs von einem Prozent, nachdem im April die Erzeugung geringer ausgefallen war als vor Jahresfrist.

In der Summe der ersten fünf Monate des aktuellen Jahres überstieg die Produktion die Menge des Vorjahreszeitraums um 1,5 Prozent. Butter ist zuletzt ebenfalls vermehrt hergestellt worden. Der Vorjahresmonat wurde um 3,9 Prozent übertroffen, wenn auch in der Summe der ersten fünf Monate im Jahr 2018 noch ein Rückgang zum gleichen Vorjahreszeitraum zu verzeichnen ist. Bei allen anderen Produkten waren im Mai jedoch Rückgänge zu beobachten.

Die Produktion von Kondensmilch wurde am stärksten zurückgefahren, gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel. Ähnlich stark stellte sich der Rückgang in der Summe der ersten fünf Monate des aktuellen Jahres dar. Deutsche Käsereinen stellten im Mai weniger Käse her als zwölf Monate zuvor. Im Mai lag die Produktion mit 207.300 Tonnen um 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den ersten fünf Monaten 2018 stieg die Produktion hingegen um 1,1 Prozent. Auch die Produktion von Sahneerzeugnissen wurde um 8,3 Prozent reduziert. Zudem stellten die Molkereien im April weniger Konsummilch her als im vergangenem Jahr. Hier belief sich das Minus auf 7,6 Prozent.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Matthias Zahn · 1.
    Mehr Pulver!

    So wird das nix mit dem Abbau der Interventionsbestände......

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    3,3 % Mehrproduktion bei der Milch -

    bei Butter sogar ein Anstieg um 3,9 %! Und da wundert sich nun so mancher, wieso Aldi die Preise senkt? Tut mir leid Leute, aber da braucht sich keiner wundern wieso der 08/15-Normalo so wenig Verständnis für das "Gejammere" der Bauern aufbringt. Sicher, es ist nicht so einfach wie es aussieht, aber irgendwie muß doch mal die "Branche" einen Konsens finden um die Menge in den Griff zu bekommen. Wieviele Bauern sollen denn noch aufhören müssen, um die restlichen unter einen Hut zu bekommen? Oft genug stimmt der Satz: "In der Selbstbeschränkung liegt die Freiheit".

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