USDA: Weltmarkt für Zucker weiterhin sehr gut versorgt

Zuckerrohrernte Zuckerrohrernte
Bild: CASE IH

Am globalen Zuckermarkt zeichnet sich für die kommende Saison zwar eine etwas niedrigere Produktion ab; die Versorgung dürfte aber immer noch recht komfortabel ausfallen.

So erwartet das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) aktuell für die Vermarktungskampagne 2018/19 einen Rückgang der weltweiten Zentrifugalzuckererzeugung im Vergleich zum Vorjahresrekord um 3,56 Mio t oder 1,9 % auf 188,25 Mio t in Rohwert. Damit würde der voraussichtliche Verbrauch von Zucker für Nahrungszwecke um 10,66 Mio t übertroffen; für die laufende Saison wird mit einem Überschuss von 17,67 Mio t gerechnet.

Ungeachtet der erneuten Überschussmenge rechnet das USDA mit einer Abnahme der Zuckerbestände in der kommenden Saison. Vorausgesagt wird, dass die Lagermengen weltweit insgesamt unter dem Strich um 369 000 t oder 0,7 % auf 49,16 Mio t abnehmen. Der Anfangsbestand wird dabei auf das Rekordniveau von 49,53 Mio t veranschlagt. Mit der Endbestandsmenge könnte die für 2018/19 prognostizierte Nachfrage dem US-Agrarressort zufolge rund 101 Tage gedeckt werden; der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 99 Tagen.

Trotz der sich abzeichnenden guten Versorgungssituation legten die Weltmarktpreise für Zucker in den vergangenen Wochen zu. So wurde der vordere Rohzuckerkontrakt Nummer 11 mit Fälligkeit im Juli 2018 heute gegen 9.50 Uhr hiesiger Zeit in New York für 12,27 cts/lb (230 Euro/t) gehandelt; das bedeutet gemessen an dem in der zweiten Aprilhälfte markierten Dreijahrestief von 11,12 cts/lb (209 Euro/t) eine Verteuerung um gut 10 %. Gleichzeitig legte der Märztermin 2019 um fast 6 % auf 13,27 cts/lb (249 Euro/t) zu.

Die Entwicklung bei den Futures auf Weißzucker ging in dieselbe Richtung: Der für dieses Produkt an der Londoner Börse gehandelte Termin August 2018 kostete heute gegen 9.50 Uhr 348,70 $/t (297 Euro/t); das bedeutet im Vergleich zum Aprilende ein Plus von fast 12 %. Für den Märzkontrakt 2019 verzeichnete die Börse gleichzeitig eine Verteuerung um gut 7 % auf 350,3 $/t (299 Euro/t).


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