USDA erwartet deutlich weniger Sojabohnen aus Argentinien

soja Sojabohnen
Bild: Bayer

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die argentinischen Sojabohnenexporte 2017/18 deutlich nach unten korrigiert. Wie aus dem am Dienstag vergangener Woche (10.4.) veröffentlichten USDA-Bericht zum internationalen Ölsaatenmarkt hervorgeht, dürfte Argentinien in der laufenden Vermarktungssaison nur rund 4,2 Mio t Bohnen im Ausland vermarkten; im März waren noch 6,8 Mio t erwartet worden. Damit würde die betreffende Ausfuhrmenge  im Vergleich zu 2016/17 um 40 % zurückgehen.

Die Washingtoner Experten begründeten ihre pessimistischere Einschätzung mit voraussichtlich deutlichen Ernteeinbußen in Argentinien. So korrigierten sie ihre Vorhersage für das dortige Bohnenaufkommen 2017/18 um 7 Mio t auf jetzt nur noch 40 Mio t nach unten; das wären 31 % weniger als im Vorjahr. Als Begründung wird Trockenheit von Januar bis März in wichtigen Anbaugebieten des südamerikanischen Landes genannt. Noch pessimistischer als das USDA ist die Getreidebörse in Buenos Aires, die die Ernte im eigenen Land kurz zuvor auf nur 38 Mio t veranschlagte.

Die voraussichtlich kleinere Erntemenge in Argentinien dürfte sich auch am Weltmarkt für Sojaschrot auswirken, denn die Südamerikaner sind der größte Anbieter. So korrigierten die US-Beamten ihre Voraussage für die argentinische Vermahlung von Sojabohnen in der aktuellen Saison um 1,8 Mio t auf 41,2 Mio t nach unten. Deshalb werden die Sojaschrotausfuhren Argentiniens in der laufenden Saison nur noch bei 29,5 Mio t gesehen; im März waren noch 1,3 Mio t mehr erwartet worden. Unterdessen bereiten sich die argentinischen Ölmühlen offensichtlich auf eine knappere Marktsituation vor.

Die Washingtoner Beamten verzeichneten am vergangenen Dienstag US-Bohnenexportgeschäfte für die Lieferung nach Argentinien in der kommenden Saison im Umfang von 120 000 t; dies war das größte Volumen für diese Destination seit 1997. AgE

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