USDA erwartet weniger Weizen aus Russland

USA Das Washingtoner Agrarressort machte im Einklang mit seiner pessimistischeren Ernteerwartung kräftige Abstriche was Russland angeht.
Bild: Archiv

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die russischen Weizenexporte 2018/19 wegen pessimistischerer Ernteaussichten deutlich nach unten korrigiert. So rechnen die Marktfachleute nun für die Föderation mit einem Weizenaufkommen von „nur“ 68,5 Mio t; im Mai waren noch 3,5 Mio t mehr erwartet worden.

Als Begründung werden unter anderem Ertragseinbußen durch das überdurchschnittlich trockene Frühlingswetter in wichtigen Winterweizenanbaugebieten Russlands genannt. Außerdem hätten die dortigen Landwirte die Sommerweizenfläche eingeschränkt, weil Nässe die Aussaat erschwert habe. Obwohl damit das im Vorjahr erzielte Rekordergebnis von insgesamt 85,0 Mio t Weizen deutlich verfehlt würde, wäre dies die dritthöchste Weizenernte in Russland.

Mit Blick auf die russischen Weizenexporte 2018/19 machte das Washingtoner Agrarressort im Einklang mit seiner pessimistischeren Ernteerwartung kräftige Abstriche. So soll die Ausfuhrmenge - einschließlich der Weizenerzeugnisse wie Mehl - von schätzungsweise 40,5 Mio t in der aktuellen Saison auf 35,0 Mio t in der nächsten Vermarktungsperiode zurückgehen; das sind 1,5 Mio t weniger als bislang prognostiziert worden waren. Damit wäre das Land aber trotzdem noch mit Abstand der größte Weizenanbieter auf dem Weltmarkt.

Den zweiten Platz auf der Weltrangliste der Weizenexporteure könnte im kommenden Wirtschaftsjahr zum zweiten Mal in Folge die Europäische Union belegen. So beließ das USDA seine Einschätzung für die Ausfuhren der Gemeinschaft in der nächsten Saison bei 29,0 Mio t Weizen. Für die aktuelle Kampagne rechnet das USDA weiterhin mit EU-Weizenexporten von 24,0 Mio t.

Allerdings fiel die USDA-Erntevoraussage 2018 für die Europäische Union mit jetzt 149,4 Mio t Weizen um 1 Mio t niedriger aus als im Mai. Als Ursache für die pessimistischere Einschätzung wird die Trockenheit im Frühling angeführt, wodurch sich Ertragsaussichten für den Winterweizen in Deutschland und Polen verschlechtert hätten.

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