Ukraine: Liberalisierung des Bodenmarktes könnte Getreideanbau befeuern

Ukraine Im Osten wird noch oft mit alter Technik geackert.
Bild: top agrar

Das neue Getreidejahr dürfte in der Ukraine ähnliche Erträge bringen wie 2017, glaubt das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult. Der Geschäftsführer Sergej Feofilow geht in einem zum Jahreswechsel vorgelegten Ausblick davon aus, dass die ukrainische Getreideproduktion 2018 zwischen 60 Mio t und 65 Mio t liegen dürfte; für das abgelaufene Jahr war die Druschmenge vom Kiewer Landwirtschaftsministerium auf insgesamt 63 Mio t beziffert worden. Das Exportpotential für das Wirtschaftsjahr 2018/19 schätzt Feofilow auf 39 Mio t bis 43 Mio t Getreide, während das Ministerium zuletzt für das noch laufende Wirtschaftsjahr 2017/18 eine Gesamtmenge von 41 Mio t in Aussicht gestellt hatte.
 
Der Unternehmensberater geht davon aus, dass im Jahr 2018 einige wichtige Investitionen in die Infrastruktur des Getreidesektors erfolgen werden, beispielsweise in die Anschaffung von Schienenfahrzeugen für den Transport der Ware und den Ausbau der Speicherkapazitäten.
 
Ein „Schlüsselereignis“ sieht der Experte in der Öffnung des ukrainischen Bodenmarktes, die eigentlich für Anfang 2018 vorgesehen war. Das Parlament in Kiew hatte aber am 7. Dezember beschlossen, das bereits seit 2001 bestehende Moratorium zum Grundstückshandel bis zum 1. Januar 2019 zu verlängern
 
Sollte es zu einer Freigabe des Handels mit Agrarland kommen, rechnet Feofilow mit einer Anpassungsphase von drei bis sieben Jahren. Als Folge der Liberalisierung des Bodenmarktes seien dann in den Jahren 2024 bis 2027 eine Erhöhung der Produktivität beim Getreideanbau und eine Steigerung der Getreideexporte zu erwarten. Der Geschäftsführer rechnet dann mit einer Produktionsmenge von jährlich 75 Mio t bis 80 Mio t Getreide, wovon etwa 55 Mio t exportiert werden könnten. AgE

Lesen Sie mehr

2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    Aussichten!

    d.h. die sch.... uns auf die Dauer damit zu. Da ist es dann wieder egal ob mit oder ohne Glyphosat. Hauptsache billig.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    Das ist zu gering geschätzt

    Es wird deutlich mehr werden

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren