Ammerland: Diskussion um Milchtankstellen

ammerland Molkerei Ammerland
Bild: Werkbild
Die zunehmende Zahl von Milchtankstellen hat die Molkerei Ammerland auf den Plan gerufen. Das Unternehmen sieht mit der Direktvermarktung die Andienungspflicht verletzt. Neue Anlage benötigen ab sofort die Zustimmung der Molkerei.
 
In einem vertraulichen Schreiben hatte die Molkerei Ammerland seine Lieferanten informiert, dass das Betreiben einer Milchtankstelle einen Satzungsverstoß darstellt und zudem Gesundheitsgefahren birgt. Von der Andienungspflicht ausgenommen seinen ausschließlich Milchanteile für den Eigenverbrauch sowie die Tierfütterung, nicht aber für Milchautomaten. Somit stelle der Betrieb von Milchtankstellen im Prinzip einen Satzungsverstoß dar, der zum Ausschluss aus der Genossenschaft führen könne.

Bei einem Treffen diskutierten 25 Betreibern von Milchtankstellen und Vertreter der Molkerei diesen Sachverhalt. Das Ergebnis: Bestehende Anlagen bekommen aufgrund der hohen finanziellen Investitionen eine Ausnahmegenehmigung. Sie sind für die am Automaten genutzten Milchanteile von der Andienungspflicht befreit. Wer zukünftig einen neuen Milchautomaten aufstellen will, benötigt allerdings die Zustimmung durch den Vorstand der Molkerei.
 
Bei dem Treffen wies das Unternehmen die Milcherzeuger auch auf mögliche Gesundheitsgefahren hin. Der Umgang mit Rohmilch erfordere größte Sorgfalt, damit Risiken beim Verzehr durch den Verbraucher vermieden werden können. Mit dem Betrieb einer Milchtankstelle werde der Landwirt zu einem Lebensmittelunternehmer und unterliege den geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Wichtig sei besonders der Hinweis „vor dem Verzehr abkochen“ beim Verkauf der Rohmilch.
 
 
 
 
 

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Hermann-Josef Schaller · 1.
    Nur mal so zum Nachdenken....

    Das betreiben einer Milchtankstelle kostet laut Aussage von jetzt schon tätigen Betreibern den Betrieb etwa täglich 1 Stunde pro Tag wenn man es ordentlich macht.Da die Bauern ja bekanntermaßen langweile auf ihren Höfen haben, total ausgeruht sind und Federn in die Luft blasen auf Dauer langweilig ist, haben sich halt welche entschlossen sich einen Milchverkaufsautomaten zuzulegen ,damit es ihnen hilft die Zeit zu vertreiben.Diese Anschaffung kostet ja nur nen Appel und ein kleines Ei und ist mit dem halben Taschengeld eines Grundschulkindes zu bezahlen. Da ich ja nicht weiß ob die Kritiker diese bis jetzt geschriebenen ironischen Zeilen verstehen folgt jetzt für diese die Übersetzung: Würden die Molkereien für einen ordentlichen Milchpreis sorgen,käme niemand von den Bauern auf die Idee für viel Geld ein Risiko einzugehen da sie sowieso keine Zeit mehr haben vor lauter Arbeit die nicht,s einbringt,da sie das Hamsterrad immer schneller drehen müssen! Verstanden???!!!!

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  2. von Bernhard ten Veen · 2.
    Ammerländer Molkerei

    ist eh und je einer "DIKTATUR" gleich. mich wundert es dass die herren vorständler und aufsichtsrätler sowie der geschäftsführer sich das treiben so lange angeschaut haben. Die Grössenwahnsinnigen Vorständler sind jetzt wohl eher NEIDISCH auf diejenigen welche nicht kosten und mühen scheuten um ihrer eigenen lage besser herr zu werden. andersdenkende als nur "wachsen oder weichen" ist in dieser Genossenschaft immer die "Tür nach draussen" gezeigt worden. das besserstellungsmerkmal Ammerländer hat sich wohl oder übelst in luft aufgelöst...

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  3. von Gerd Schuette · 3.

    Ammerländer liefert Argumente gegen die Andienungspflicht. Bemerkenswert.

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  4. von Udo Carstensen · 4.

    Sucht Ammerland etwa eine billige Ausrede um "Übermilch" los zu werden?!

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  5. von Willy Toft · 5.
    Sollen wir gleich die Vermarktung selbst in die Hand nehmen?

    Um die Risiken und den Verpflichtungen weiß doch jeder Landwirt, wie er/sie mit der Milch umgehen soll! Die Sorgfalt um die Milcherzeuger und Genossen wäre mehr angesagt!

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  6. von Johannes Thomsen · 6.
    Milch von 1,5 Kühen

    Nach unseren Erfahrungen in Schleswig-Holstein werden gerade mal 40 Liter täglich über die Hoftankstelle verkauft. Das sind gut 14.000 Liter im Jahr, also gerade die Milch von 1,5 Kühen. Mann sollte die Möglichkeiten eine Hofranksteklle nicht überbewerten. Je mehr davon aufgestellt werden, desto dünner wird die Suppe.

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  7. von Rudolf Rößle · 7.
    Ammerland Jammerland

    Warte bis du in zwei bis drei Jahren die Milch von den Landwirten abkaufen musst. Das gehört Europa weit durchgesetzt.

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  8. von Franz Josef Aussel · 8.
    Lächerlich!

    Da ist doch wohl das Ross mit dem Reiter durchgegangen! Unsere Genossenschaftsmolkereien sollten lieber ihren Pflichten nachkommen! Lt.Genossenschaftsgesetz:....die Milch ihrer Mitglieder bestmöglich vermarkten !

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  9. von Gerd Uken · 9.
    haben die jetzt Angst

    das zu viele das machen und die Menge wegbricht? Ammerland steht doch git da und muss sich um Zulauf keine Sorgen machen.

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